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Wie geht ihr mit Inflation um?

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Da wir uns wahrschenlich mit dieser Inflation abfinden werden muessen, wollte ich fragen: wie geht ihr gerade damit um?

  • kauft ihr anders / weniger (Essen, Urlaub, Restaurants, etc.)?
  • legt ihr euer Geld anders an (kleinere Sparrate, weil weniger ueber bleibt? mehr ETF/Aktien oder Finger weg? Gold? Krypro?)
  • Habt sich was auf die Einnahmeseite getan? (Gehaltsverhandlung oder Gehaltsanpassung in Sicht?)

Gruss

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Bisher das meiste wie gehabt.

Bei allem schauen wir etwas detaillierter auf den Preis und ob die Anschaffung wirklich sein muss, aber das war es bis dato auch.

Sollte das noch 1, 2 Jahre so weitergehen werden wir aber ernsthaftere Schritte einleiten müssen. Noch können wir es „on the fly“ kompensieren.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 10.05.2022:

Da wir uns wahrschenlich mit dieser Inflation abfinden werden muessen, wollte ich fragen: wie geht ihr gerade damit um?

  • kauft ihr anders / weniger (Essen, Urlaub, Restaurants, etc.)?
  • legt ihr euer Geld anders an (kleinere Sparrate, weil weniger ueber bleibt? mehr ETF/Aktien oder Finger weg? Gold? Krypro?)
  • Habt sich was auf die Einnahmeseite getan? (Gehaltsverhandlung oder Gehaltsanpassung in Sicht?)

Gruss

Da ich in der angenehmen Lage bin, einigermaßen gut zu verdienen, lebe ich genauso wie davor. Jetzt geht halt jeden Monat mehr weg und es bleibt weniger für ETFs/Aktien. Das wars aber auch.

Gehalt wird ab Oktober 5% hochgehen (das war aber schon vor einem jahr ausverhandelt mit meinem chef)

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

ich diskontiere sie

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Auch wenn es auf den 1. Blick contraintuitiv wirken könnte: Cash is King. Mit der Inflation steigen weltweit die Zinsen massiv, wodurch alle Asset-Klassen (Anleihen sehr offensichtlich, aber auch Aktien, Immos und Kryptos) große Abwertungspotentiale haben. Lieber Cash halten und bald günstiger einsteigen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Mache alles wie gehabt, Kontostand steigt nur langsamer und entsprechend wird weniger in mein Depot transferiert. Zum Glück gibt es bei meiner Big4 zur normalen Gehaltssteigerung noch eine garantierte Steigerung die mindestens der Inflation entsprechen muss (Krisenjahre ausgenommen).

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Genau wie vorher. Es bleibt eben nur weniger übrig am Ende des Monats.

Das Wegfallen der Coronobeschränkungen trifft härter. Da nun wieder mehr Familienfeiern, höhere Ausgaben für Sprit, Geschenke etc....

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Bin ebenfalls in der komfortablen Position in einer abbezahlten ETW zu wohnen und dank baldigem Jobwechsel 6stellig zu verdienen. Ebenfalls tangiert mich der Spritpreis dank Firmenwagen
gar nicht.

Nichtsdestotrotz merke ich die steigenden Preise insbesondere bei den Lebensmitteln. Hier geht zur Zeit bei uns die meiste Kohle drauf. Bin ebenfalls mal auf die nächste Jahresabrechnung gespannt.

Für Menschen mit niedrigem Einkommen, oder neue Immobilieneigentümer stelle ich mir die Situation gerade alles andere als schön vor.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Meine inflationsanfälligen Ausgaben (Benzin, Essen) machen vielleicht 300-400€ im Monat aus. Bei 4,2k netto monatlichen Fixeinkommen sind mir 10-20% Inflation auf diesen Anteil relativ egal. Meine Fixkosten, also Miete, Fitnessstudio, Telefon, Internet, Strom, GEZ, Spotify, PKV etc. sind anteilig deutlich höher und weit weniger anfällig. Bis auf meine PKV hat sich bei diesen Ausgaben in den letzten vier Jahren fast nichts getan. Mein Gehalt wird eh unabhängig von der Inflation verhandelt und Urlaub mach ich wie ich Bock habe (dieses Jahr bisschen mehr aber ja beim Flugpreis merkt man schon was aber nicht viel). Investments laufen weiter wie immer.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ich merke ganz ehrlich aktuell nichts von der Inflation. 1. besitze ich kein Fahrzeug, 2. sind bei uns die NK der Wohnung fix.

Wie ein Vorposter geschrieben hat, kann es ab in 1-2 Jahren ungemütlicher werden, ich suche mir dann aber einfach einen besser bezahlten Job, der das ganze kompensiert.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 10.05.2022:

Auch wenn es auf den 1. Blick contraintuitiv wirken könnte: Cash is King. Mit der Inflation steigen weltweit die Zinsen massiv, wodurch alle Asset-Klassen (Anleihen sehr offensichtlich, aber auch Aktien, Immos und Kryptos) große Abwertungspotentiale haben. Lieber Cash halten und bald günstiger einsteigen.

Mache ich ähnlich. Mit dem Unterschied, dass ich alle laufenden Investitionen wie gewohnt weiter bespare. Habe mir irgendwann psychologisch die Regel aufgestellt, die Investitionen immer gleich laufen zu lassen. Auch in Krisen oder Crashs. Man weiß eh nicht was kommt, Time in the Market, cost average effect, etc..

Um zusätzlich Kapital zum Nachkaufen aufzubauen, muss daher Konsum aktuell reduziert bzw. gestreckt werden. Neues Sofa und neues Auto? Lieber nur eins davon in diesem Jahr und das andere im nächsten. Im Supermarkt achte ich tatsächlich auch stärker auf die Preise. Mein persönlicher Supermarkt Warenkorb hat sich die letzten Monate ca. um 10% verteuert.

Zusammengefasst: Investitionen gleichbleibend. Sparrate Tagesgeldkonto hoch. Konsum deutlich runter.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

  • 90 km/h auf der Autobahn (40km Arbeitsweg / 80 km täglich)
  • backe das Brot jetzt selbst, statt es beim Bäcker zu kaufen
  • reduziere unnötige Ausgaben -> weniger Essen gehen / Essen bestellen
  • einige Lebensmittel fallen weg, außer gesunde Lebensmittel, die werden trotzdem gekauft
  • in den Urlaub fahren entfällt -> biete meinen Kindern aber Alternativen, die weniger kostspielig sind.
  • weniger neue Klamotten -> aber mein AG mag es eh nicht, wenn ich gut gekleidet bin ;-)
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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Im Moment merke ich wenig davon. Am ehesten merke ich die aktuell wirtschaftlich unsicheren Zeiten an meinem Depot. Das schwank im Moment stärker als sonst, aber bei >20 Jahren Anlagehorizont, ist mir das total egal.

Klar Benzin ist deutlich teurer geworden, aber bei meiner relativ geringen Fahrleistung macht sich das nominal kaum bemerkbar. Auto ist geleased, daher sind Rate und Servicekosten noch 2 Jahre fix.

Strom habe ich noch fast ein Jahr Preisgarantie, danach werde ich ohnehin den Anbieter wieder wechseln. Selbst wenn ich da einige Prozent dann mehr bezahlen muss, macht sich das nominal auch nicht groß bemerkbar.

Bei den Lebensmitteln merke ich es am meisten. Da musste ich in den letzten Wochen ca. 50 Euro mehr im Monat ausgeben. Das entspräche ca. 15% Steigerung. Fairerweise muss ich erst noch beobachten, was davon wirklich Inflation oder mein verändertes Kaufverhalten ist.

Miete ist konstant, eine Erhöhung in den nächsten Jahren ist theoretisch möglich, aber unwahrscheinlich. Mein Vermieter ist erstmal ganz froh, dass gerade alle Wohnungen (im MFH) wieder vermietet sind. Meine Miete liegt auch im üblichen Durchschnitt der Gegend. Nebenkosten könnten steigen, aber noch liegt mir keine Benachrichtigung über eine Preiserhöhung vor. Fernwärme ist ohnehin weniger betroffen als Öl und Gas.

In Summe merke ich die Inflation zwar leicht, aber nominal muss ich mich nicht einschränken. Ich habe in alle meinen Kostenpositionen immer großzügigen Puffer eingeplant. Und ich habe Anfang des Jahres noch eine kräftige Lohnerhöhung im zweistelligen Prozentbereich gehabt.
So ab 25-30% flächendeckenden Preissteigerungen in den nächsten 1-2 Jahren (über alle meine Kostenpositionen) müsste ich Anfangen mich einzuschränken. Halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 10.05.2022:

Ich merke ganz ehrlich aktuell nichts von der Inflation. 1. besitze ich kein Fahrzeug, 2. sind bei uns die NK der Wohnung fix.

Wie ein Vorposter geschrieben hat, kann es ab in 1-2 Jahren ungemütlicher werden, ich suche mir dann aber einfach einen besser bezahlten Job, der das ganze kompensiert.

Du wirst dich noch über die NK Abrechnung vom Vermieter freuen ^^

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 10.05.2022:

Auch wenn es auf den 1. Blick contraintuitiv wirken könnte: Cash is King. Mit der Inflation steigen weltweit die Zinsen massiv, wodurch alle Asset-Klassen (Anleihen sehr offensichtlich, aber auch Aktien, Immos und Kryptos) große Abwertungspotentiale haben. Lieber Cash halten und bald günstiger einsteigen.

Haha, irgendwie ist was wahres dran muss ich sagen! ABER die Frage ist wann der Zeitpunkt ist einzusteigen. By the way sollte man dann auch die richtige Währung halten. Zum Beispiel hat CHF deutlich über den Euro gewonnen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Als IB Analyst merke ich davon auch nix.

Wohnung gehört Papa, Essen wird als Expenses bezahlt, Auto hab ich nicht.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Meine Sparrate ist von 1200 auf ca. 1000€ gesunken. Stört mich in meinem Fall nicht, denn ich bin nebenbei noch selbständig im IT Bereich und mache gelegentliche Mini-Aufträge, wodurch ich das ganze ausgleichen kann. Meinen Stundenlohn habe ich bereits erhöht.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Die meisten meiner Ausgaben haben sich durch die Inflation nicht verändert.

Ich schaue aber hin, ob zB Restaurants (wie damals beim Euro) auf einmal die "Inflation" als Ausrede benutzen, die Preise zu erhöhen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

Die meisten meiner Ausgaben haben sich durch die Inflation nicht verändert.

Ich schaue aber hin, ob zB Restaurants (wie damals beim Euro) auf einmal die "Inflation" als Ausrede benutzen, die Preise zu erhöhen.

Fahrschulen haben die Preise wegen der Inflation erhoeht.
Aber ich gehe jede Wette ein, dass sie (und andere, wie Doenerlaeden) die Preise nicht senken, wenn sich die Inflation auf 2% "normalisiert"

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Kein Auto, günstige Mietwohnung ohne Staffel/Indexvertrag, Lebensmittel größtenteils regional/saisonal und nicht importiert, sehr energiesparende Haushaltsgeräte und selten bis nie teure Bar-/Clubbesuche. Demzufolge recht wenig betroffen (vielleicht 20-50€ mehr im Monat).

Nur der Urlaub wird dieses Jahr sicher teurer, aber auch da sind wir noch weit von problematisch entfernt. Mal sehen, was die IGM dieses Jahr so an Tariferhöhungen rausschlägt. Mit 5% wäre ich bereits sehr zufrieden. Bei einem Krieg vor der Haustür kann man einfach nicht erwarten, dass der Wohlstand für alle gleich bleibt. Stattdessen sollte man dankbar sein, dass man sich keine existenziellen Sorgen machen muss.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

Die meisten meiner Ausgaben haben sich durch die Inflation nicht verändert.

Ich schaue aber hin, ob zB Restaurants (wie damals beim Euro) auf einmal die "Inflation" als Ausrede benutzen, die Preise zu erhöhen.

Fahrschulen haben die Preise wegen der Inflation erhoeht.
Aber ich gehe jede Wette ein, dass sie (und andere, wie Doenerlaeden) die Preise nicht senken, wenn sich die Inflation auf 2% "normalisiert"

Warum sollen denn auch die Preise sinken, wenn die Inflation auf 2% runter geht? Dann sollten sie um 2% steigen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Von den erhöhten Preisen wird sich natürlich kein einziger wieder auf Vorkrisenniveau reduzieren. Das war bei Corona so und wird auch jetzt so sein. Viele nutzen schlicht die Gunst der Stunde.

Und wir alle dürfen es akzeptieren. „Friss oder stirb“.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

  • 90 km/h auf der Autobahn (40km Arbeitsweg / 80 km täglich)
  • backe das Brot jetzt selbst, statt es beim Bäcker zu kaufen
  • reduziere unnötige Ausgaben -> weniger Essen gehen / Essen bestellen
  • einige Lebensmittel fallen weg, außer gesunde Lebensmittel, die werden trotzdem gekauft
  • in den Urlaub fahren entfällt -> biete meinen Kindern aber Alternativen, die weniger kostspielig sind.
  • weniger neue Klamotten -> aber mein AG mag es eh nicht, wenn ich gut gekleidet bin ;-)

Damit ist das Ziel von Olaf schon ein Stück näher: Lebensstandard senken

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 10.05.2022:

Ich merke ganz ehrlich aktuell nichts von der Inflation. 1. besitze ich kein Fahrzeug, 2. sind bei uns die NK der Wohnung fix.

Wie ein Vorposter geschrieben hat, kann es ab in 1-2 Jahren ungemütlicher werden, ich suche mir dann aber einfach einen besser bezahlten Job, der das ganze kompensiert.

Du wirst dich noch über die NK Abrechnung vom Vermieter freuen ^^

Nicht unbedingt. Bei meiner Einliegerwohnung waren die NK auch fix, nix mit NK Abrechnung

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binsuper

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

Die meisten meiner Ausgaben haben sich durch die Inflation nicht verändert.

Ich schaue aber hin, ob zB Restaurants (wie damals beim Euro) auf einmal die "Inflation" als Ausrede benutzen, die Preise zu erhöhen.

Fahrschulen haben die Preise wegen der Inflation erhoeht.
Aber ich gehe jede Wette ein, dass sie (und andere, wie Doenerlaeden) die Preise nicht senken, wenn sich die Inflation auf 2% "normalisiert"

aber wenn die Inflation sinkt heißt es doch nicht dass die preise sinken sondern dass sich die verteuerung verlangsamt!?

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

Die meisten meiner Ausgaben haben sich durch die Inflation nicht verändert.

Ich schaue aber hin, ob zB Restaurants (wie damals beim Euro) auf einmal die "Inflation" als Ausrede benutzen, die Preise zu erhöhen.

Fahrschulen haben die Preise wegen der Inflation erhoeht.
Aber ich gehe jede Wette ein, dass sie (und andere, wie Doenerlaeden) die Preise nicht senken, wenn sich die Inflation auf 2% "normalisiert"

Warum sollten sie denn die nominal Preise senken? Sie müssten sie weiter steigern aber halt „nur“ um 2%. Es ist ganz natürlich dass alles etwas teuer weird jedes Jahr. Nur halt nicht 8-10% sonder halt eher 2-3%

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Also bezüglich Cash ist King

  1. Du denkst also Aktien werden nominal günstiger weil eine Rezession nicht eingepreist ist? Sonst glaube ich nicht dass Aktien einfach so nominell günstiger werden. Vielleicht real weil sie nicht mit der Inflation wachsen. Aber selbst wenn sie nominell nur ein bisschen wachsen bist du mit Cash auf der Bank falsch gefahren
    Eine Firma mit 100 EBITDA wird ihr EBITDA auch wachsen sehen mit der Inflation. Sicherlich nicht 1:1 aber ein bisschen. Mit der Aktie hast du zumindest etwas Inflation mitgenommen. Auf der Bank nicht
  2. Ich würde große Ausgaben eher voranziehen. Die Dinge werden mit der Inflation steigen und dein Geld in der Bank das gleiche bleiben. Also wer sich eine Uhr, Auto, Handtasche kaufen will dann lieber jetzt. Und ich meine das nicht als Investment. Ich meine nur dass 100€ Auf der Bank 100€ bleiben während die Ware 108€ nach Inflation kostet
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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ich glaube zwar auch dass nicht jede Preiserhöhung im Hintergrund mit Preiserhöhungen einhergeht. Jedoch warum sollten Unternehmen die Preise senken, wenn die für sie relevante Inflation sinkt aber noch nicht negativ ist? Das bedeutet ja weiterhin dass die Kosten steigen

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

Die meisten meiner Ausgaben haben sich durch die Inflation nicht verändert.

Ich schaue aber hin, ob zB Restaurants (wie damals beim Euro) auf einmal die "Inflation" als Ausrede benutzen, die Preise zu erhöhen.

Fahrschulen haben die Preise wegen der Inflation erhoeht.
Aber ich gehe jede Wette ein, dass sie (und andere, wie Doenerlaeden) die Preise nicht senken, wenn sich die Inflation auf 2% "normalisiert"

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ich persönlich hatte auch immer geglaubt Inflation=> Sachwerte (Aktien und Immobilien) besser.
Aber beides hat ein Höchsstand und vor allem Aktien reagieren sehr sensibel auf den Leitzins. Im Grunde steigt Leitzins => Cash mehr Wert => Aktien werden günstiger. Geht m.M.n solange gut wo sich der Zinssatz bewegt und wir keine Hyperinflation haben.

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

Also bezüglich Cash ist King

  1. Du denkst also Aktien werden nominal günstiger weil eine Rezession nicht eingepreist ist? Sonst glaube ich nicht dass Aktien einfach so nominell günstiger werden. Vielleicht real weil sie nicht mit der Inflation wachsen. Aber selbst wenn sie nominell nur ein bisschen wachsen bist du mit Cash auf der Bank falsch gefahren
    Eine Firma mit 100 EBITDA wird ihr EBITDA auch wachsen sehen mit der Inflation. Sicherlich nicht 1:1 aber ein bisschen. Mit der Aktie hast du zumindest etwas Inflation mitgenommen. Auf der Bank nicht
  2. Ich würde große Ausgaben eher voranziehen. Die Dinge werden mit der Inflation steigen und dein Geld in der Bank das gleiche bleiben. Also wer sich eine Uhr, Auto, Handtasche kaufen will dann lieber jetzt. Und ich meine das nicht als Investment. Ich meine nur dass 100€ Auf der Bank 100€ bleiben während die Ware 108€ nach Inflation kostet
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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Wenn der Zins steigt sollte das die Inflation wieder abflachen lassen.

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

Ich persönlich hatte auch immer geglaubt Inflation=> Sachwerte (Aktien und Immobilien) besser.
Aber beides hat ein Höchsstand und vor allem Aktien reagieren sehr sensibel auf den Leitzins. Im Grunde steigt Leitzins => Cash mehr Wert => Aktien werden günstiger. Geht m.M.n solange gut wo sich der Zinssatz bewegt und wir keine Hyperinflation haben.

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

Also bezüglich Cash ist King

  1. Du denkst also Aktien werden nominal günstiger weil eine Rezession nicht eingepreist ist? Sonst glaube ich nicht dass Aktien einfach so nominell günstiger werden. Vielleicht real weil sie nicht mit der Inflation wachsen. Aber selbst wenn sie nominell nur ein bisschen wachsen bist du mit Cash auf der Bank falsch gefahren
    Eine Firma mit 100 EBITDA wird ihr EBITDA auch wachsen sehen mit der Inflation. Sicherlich nicht 1:1 aber ein bisschen. Mit der Aktie hast du zumindest etwas Inflation mitgenommen. Auf der Bank nicht
  2. Ich würde große Ausgaben eher voranziehen. Die Dinge werden mit der Inflation steigen und dein Geld in der Bank das gleiche bleiben. Also wer sich eine Uhr, Auto, Handtasche kaufen will dann lieber jetzt. Und ich meine das nicht als Investment. Ich meine nur dass 100€ Auf der Bank 100€ bleiben während die Ware 108€ nach Inflation kostet
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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

Die meisten meiner Ausgaben haben sich durch die Inflation nicht verändert.

Ich schaue aber hin, ob zB Restaurants (wie damals beim Euro) auf einmal die "Inflation" als Ausrede benutzen, die Preise zu erhöhen.

Fahrschulen haben die Preise wegen der Inflation erhoeht.
Aber ich gehe jede Wette ein, dass sie (und andere, wie Doenerlaeden) die Preise nicht senken, wenn sich die Inflation auf 2% "normalisiert"

Leute im Ernst, ihr beschäftigt euch mit Wirtschaftswissenschaften und gebt so einen Bullsh.. von euch.

Sinkende Inflation heißt doch gerade nicht sinkende Preise (Spoiler: das wäre Deflation), sondern nur weniger starke Teuerung also zuvor. Fällt also die Inflationsrate wieder auf 2%, heißt das, die Preise steigen vom ohnehin schon teuren Vorjahresniveau aus weiter um 2%.

Was im Mai 2021 100,00 € gekostet hat, kostet dieses Jahr im Mai 107,50 € bei 7,5% Inflation auf Jahresbasis.
Sinkt dann die Inflationsrate in 2023 auf 2%, heißt das doch nicht, dass der Preis wieder auf 102,00 € gefallen ist. Er ist natürlich, ausgehend wieder vom Vorjahresniveau (107,50 € in 2022), um weitere 2% gestiegen, also auf 109,65 €.
Die jetzt teuren Jahre schleppen wir also "für immer" mit.

Ganz davon abgesehen habt ihr beiden die ganze Kausalkette nicht geschnallt. Inflation ist kein Naturphänomen, WEGEN dem jetzt alle schnell die Preise erhöhen.
Die Preiserhöhungen SIND die Inflation. Erst aus den Preiserhöhungen stellt man doch überhaupt die Inflationsrate fest.

Nachhilfe für Wirtschaft/Recht, 7. Klasse.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Da ich glücklicherweise zum 1.5. befördert wurde, habe ich ohnehin deutlich mehr Geld als vorher. Was die Inflation angeht kriege ich das so richtig nur mit bei Lebensmitteln und Benzin, das macht aber nicht allzu viel aus. Beim Rest konnte ich noch nichts feststellen außer vielleicht 1€ Aufschlag auf meine Lieblingspasta beim Italiener ums Eck. Die paar Euro im Monat tun mir aber ehrlich gesagt nicht weh. Lasse daher alles wie vorher was Sparrate und co angeht.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Beste Entscheidung wurde bereits weit vor der aktuellen Inflation getroffen, als ich letztes Jahr auf Elektromobilität umstieg.
Aktuelle Stromkosten auf 100km (bei 305PS und 605NM): 1,90€. Selbst mit einem Smart wäre ich nun bei gut und gerne: 12€.

Ansonsten habe ich beim Hausstrom eine Preisgarantie bis Ende kommenden Jahres und die Heizungsverbrauchskosten lagen 2020 bei 23€ übers ganze Jahr gesehen.

Tatsächlich macht sich die Inflation gerade etwas beim Wocheneinkauf bemerkbar, allerdings da auch nur bei ausgewählten Produkten wie Eier oder Butter.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Was wird die Konsequenz sein: denkt ihr die meisten Gehälter (insbesondere außertariflich) evtl. um ein Vielfaches (5-8%) steigen werden? Oder werden wir alles etwas ärmer, wenn die automatischen Gehaltserhöhungen (geschweige es gibt welche) sich weiterhin bei 2% belaufen?
Hoffe wir kommen nicht in eine Lohn-Preis-Spirale...

Meinungen?

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

Was wird die Konsequenz sein: denkt ihr die meisten Gehälter (insbesondere außertariflich) evtl. um ein Vielfaches (5-8%) steigen werden? Oder werden wir alles etwas ärmer, wenn die automatischen Gehaltserhöhungen (geschweige es gibt welche) sich weiterhin bei 2% belaufen?
Hoffe wir kommen nicht in eine Lohn-Preis-Spirale...

Die Gehälter werden nicht mit der Inflation schritthalten können.
Das kam bisher in der Wirtschaftsgeschichte der letzten 100 Jahre noch nie vor.

Die Tarifgehälter werden nur deutlich unterhalb der Inflation steigen. Dafür geht es vielen Unternehmen einfach nicht gut genug und die Angst vor Stellenabbau ist zu groß. Geben die Gewerkschaften sogar offen und ehrlich zu. Ich gehe im Schnitt von 2-4% über eine moderate Laufzeit (1-2 Jahre) aus.

Nicht Tarifbeschäftigte schauen auch in die Röhre. Für die war es oft schon schwer genug überhaupt einen Inflationsausgleich zu kriegen. Um besagte 5-8% zu bekommen, müssten die mehrheitlich das Unternehmen wechseln. Und das werden die meisten aufgrund der damit verbundenen Unsicherheit nicht tun. Außerdem ist der Jobmarkt bei Weitem nicht für alle Berufsgruppen so rosig, wie das hier manchmal dargestellt wird.

Summa summarum werden die meisten Menschen langfristig wohl einen Wohlstandsverlust hinnehmen müssen, wenn sie nur von ihrem Arbeitseinkommen abhängig sind. Was aber auch schon immer so war bisher.

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

Was wird die Konsequenz sein: denkt ihr die meisten Gehälter (insbesondere außertariflich) evtl. um ein Vielfaches (5-8%) steigen werden? Oder werden wir alles etwas ärmer, wenn die automatischen Gehaltserhöhungen (geschweige es gibt welche) sich weiterhin bei 2% belaufen?
Hoffe wir kommen nicht in eine Lohn-Preis-Spirale...

Meinungen?

Ich denke die Inflation wird nicht zu 100% ausgeglichen werden. Aktuell kämpfen die meisten Unternehmen mit sinkenden Margen und zeitgleich steigenden Gehältern. In der Realität werden wohl die Reallöhne etwas leiden und zeitgleich die Margen sinken. Ausnahmen dürften diejenigen Unternehmen sein die eine hohe Preissetzungsmacht haben.

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know-it-all

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

Die Gehälter werden nicht mit der Inflation schritthalten können.
Das kam bisher in der Wirtschaftsgeschichte der letzten 100 Jahre noch nie vor.

Aha... Und was ist in den letzten Jahren gewesen? Da hatten wir sehr wenig Inflation, aber es gab sie (per Definition darf jeder Preisanstieg über 0% als "Inflation" bezeichnet werden). Die Gewerkschaften haben trotzdem regelmäßig Abschlüsse über 2...4% Steigerungen erzielt.
Wir hatten also eine Zeit in der die Löhne schneller gestiegen sind als die Preise (obwohl du das für die letzten 100 Jahre ja verneint hast).
Jetzt ist es eben mal eine Zeit umgekehrt. Solange diese Zeit nicht zu lange andauert, wird es noch gut gehen. Die Lohn-Preis-Spirale unterliegt quasi einer gewissen Trägheit und muss erstmal "anlaufen" und durch die Inflation angetrieben werden. An dem Punkt, ab dem die sich richtig schnell dreht, sind wir noch nicht. Aber weder Lohn-Preis-Spirale noch Stagflation ist das, was wir jetzt gerade brauchen. Hoffe die Zentralbanken (sofern die das überhaupt sinnvoll beeinflussen können) haben ein glückliches Händchen bei der Steuerung der Zinsen.

Btw: ab wieviel % fängt bei dir "Inflation" denn genau an? Erst bei 8% wie jetzt gerade?

Die Tarifgehälter werden nur deutlich unterhalb der Inflation steigen. Dafür geht es vielen Unternehmen einfach nicht gut genug und die Angst vor Stellenabbau ist zu groß. Geben die Gewerkschaften sogar offen und ehrlich zu. Ich gehe im Schnitt von 2-4% über eine moderate Laufzeit (1-2 Jahre) aus.

Erstmal haben die bestehenden Tarifverträge ja noch eine Laufzeit. Sollte es jetzt nicht gerade zur Hyperinflation kommen (danach sieht es nicht aus), dann werden die Tarifparteien die Laufzeit wohl erstmal abwarten müssen, bevor es zu den nächsten Verhandlungen kommt. Vielleicht ist die Inflationsrate bis dahin auch wieder signifikant geringer. Dann kann es durchaus sein, dass Gewerkschaften Tarifabschlüsse mit Lohnsteigerungen > dann aktuelle Inflation erzielen.

Nicht Tarifbeschäftigte schauen auch in die Röhre. Für die war es oft schon schwer genug überhaupt einen Inflationsausgleich zu kriegen. Um besagte 5-8% zu bekommen, müssten die mehrheitlich das Unternehmen wechseln. Und das werden die meisten aufgrund der damit verbundenen Unsicherheit nicht tun. Außerdem ist der Jobmarkt bei Weitem nicht für alle Berufsgruppen so rosig, wie das hier manchmal dargestellt wird.

Ich musste zuerst an "Außer-Tarifliche" denken, aber du meintest vermutlich genau das Gegenteil, also Menschen mit tendentiell niedrigen Einkommen. Dass die aktuelle Lage für diese Menschen herausfordernd ist, ist natürlich vollkommen korrekt.

Summa summarum werden die meisten Menschen langfristig wohl einen Wohlstandsverlust hinnehmen müssen, wenn sie nur von ihrem Arbeitseinkommen abhängig sind. Was aber auch schon immer so war bisher.

Ich würde mit solchen Schlussfolgerungen erstmal abwarten. Es ist nur gut 2 Jahre her, da hatten wir in der Anfangszeit der Pandemie aufgrund der sehr niedrigen Energiepreise teils negative Inflationsraten. Jetzt haben wir im Moment mal wieder eine relativ hohe Inflation ("relativ" weil für Türkei-Verhältnisse wäre das immer noch niedrig...). Und irgendwann wird die Inflationsrate auch wieder runtergehen. Auf Basis solch (jedenfalls derzeit) kurzfristiger Effekte haben die wenigsten Menschen bisher einen fühlbaren Wohlstandsverlust erlitten.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Bei mir geht die Kaufkraft auch runter.
Heizkosten sind bei mir ca. verdoppelt. Strom auch. Das sind ca. 200 Euro im Monat mehr.
Sprit auch nochmal 100 Euro im Monat mehr.

Damit sind meine Kosten um ca. 300 Euro im Monat gestiegen.

Vor kleineren Dingen wie das der Schinken beim Lidl jetzt nicht mehr 2 sondern 2,50 Euro kostet. Und das die Restaurants ca. 20% teurer geworden sind (schon nach Corona Opening).

Gehaltsmäßig bekomme ich vermutlich 100 oder 150 Euro Netto im Monat mehr. Demgegenüber stehen Mehrausgaben von ca. 400 Euro.

Also auf jeden Fall spürbar.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Fahren jetzt in Magic Life Club statt Robinson/Aldiana :(

WiWi Gast schrieb am 10.05.2022:

Da wir uns wahrschenlich mit dieser Inflation abfinden werden muessen, wollte ich fragen: wie geht ihr gerade damit um?

  • kauft ihr anders / weniger (Essen, Urlaub, Restaurants, etc.)?
  • legt ihr euer Geld anders an (kleinere Sparrate, weil weniger ueber bleibt? mehr ETF/Aktien oder Finger weg? Gold? Krypro?)
  • Habt sich was auf die Einnahmeseite getan? (Gehaltsverhandlung oder Gehaltsanpassung in Sicht?)

Gruss

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Lohn-Preis-Spirale ist doch sowieso nur ein Argument um die bevorstehenden Gehaltsforderungen schon mal im Ansatz runter zu drücken. Die aktuelle Preisspirale dreht sich ja nicht, weil die Lohnerhöhungen in den letzten Jahren so üppig waren…
Sehe auch nicht wieso die Arbeitnehmer als einzige die Last tragen sollen. Die Unternehmen geben ihre Preissteigerungen munter weiter, die Regierungen freuen sich über Rekordeinnahmen und die EZB sichert beide ab indem sie die Zinserhöhungen rauszögert. Aber klar Lieschen Müller soll sich bitte zurückhalten und bloß nicht mehr als 3% Lohnerhöhung fordern damit die Inflation „unter Kontrolle“ bleibt. Frag mich nur wann der erste Lobbyist auf die Idee kommt, dass wir ja auch auf ein paar Prozent Gehalt verzichten könnten - quasi um die Lohn-Preis-Spirale gegen den Uhrzeigersinn zu drehen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

Was wird die Konsequenz sein: denkt ihr die meisten Gehälter (insbesondere außertariflich) evtl. um ein Vielfaches (5-8%) steigen werden? Oder werden wir alles etwas ärmer, wenn die automatischen Gehaltserhöhungen (geschweige es gibt welche) sich weiterhin bei 2% belaufen?
Hoffe wir kommen nicht in eine Lohn-Preis-Spirale...

Die Gehälter werden nicht mit der Inflation schritthalten können.
Das kam bisher in der Wirtschaftsgeschichte der letzten 100 Jahre noch nie vor.

Die Tarifgehälter werden nur deutlich unterhalb der Inflation steigen. Dafür geht es vielen Unternehmen einfach nicht gut genug und die Angst vor Stellenabbau ist zu groß. Geben die Gewerkschaften sogar offen und ehrlich zu. Ich gehe im Schnitt von 2-4% über eine moderate Laufzeit (1-2 Jahre) aus.

Nicht Tarifbeschäftigte schauen auch in die Röhre. Für die war es oft schon schwer genug überhaupt einen Inflationsausgleich zu kriegen. Um besagte 5-8% zu bekommen, müssten die mehrheitlich das Unternehmen wechseln. Und das werden die meisten aufgrund der damit verbundenen Unsicherheit nicht tun. Außerdem ist der Jobmarkt bei Weitem nicht für alle Berufsgruppen so rosig, wie das hier manchmal dargestellt wird.

Summa summarum werden die meisten Menschen langfristig wohl einen Wohlstandsverlust hinnehmen müssen, wenn sie nur von ihrem Arbeitseinkommen abhängig sind. Was aber auch schon immer so war bisher.

In der jüngeren Vergangenheit haben die Lohnsteigerungen die inflation natürlich übertroffen

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Dass die Löhne nicht steigen können, liegt an mehreren Faktoren.

  1. Rohstoffe und Güter sind knapp (Öl, Gas, Holz, Halbleiter usw.) - wenn alle mehr Geld verdienen, gibt es davon auch nicht mehr

  2. Firmen müssen konkurrenzfähig bleiben (China + Asien). Da die Sozialabgaben und das Arbeitsrecht in Deutschland zwar sehr gut für Bedürftige, aber sehr unattraktiv für große Innovationen und Global Player sind, ist die einzige Stellschraube die Kostenreduktion.

  3. Die Unternehmer und Karrieretiere, die trotzdem in Deutschland bleiben, wollen natürlich, dass sich das ganze erst recht für sie lohnt, da sie selbst aus dem in Punkt 2 genannten System "ausbrechen" möchten. Daher versucht man eher, den eigenen Bonus zu erhöhen als den einfachen Angestellten mehr Gehalt zu gönnen.

  4. Immer mehr Leute studieren. Das Gerücht vom "Fachkräftemangel" wird fleißig weiter gestreut, wodurch es mit jedem Jahr mehr Bewerber pro Stelle gibt. Ich weiß das aus erster Hand, da ich in der Ingenieursbranche arbeite und mitbekomme, wie viele Bewerber durchs Büro geführt werden und wie vielen davon aus teils lächerlichen Gründen ("wohnt 50 Autominuten entfernt", "ist nach 2 Jahren schon gewechselt") abgesagt wird. Sowas könnte man sich nicht leisten, wenn man WIRKLICH dringend Leute suchen würde. Und ich arbeite nicht mal bei einem namhaften DAX-Konzern, sondern im Mittelstand.
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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Wenn man annimmt, dass die Preise die Inflation nach oben treiben (nicht andersrum), und diese Preise (nicht alle, aber einige) nicht mehr wurden, weil auf einmal die Qualität, etc. pp. so top war, sondern bloß aus Knappheit -> wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, könnten (müssen aber nicht) die Preise sinken. Das Leben könnte also ein Stückchen "billiger" werden als heute (eine Play Station 5 wird ja nicht ewig so teuer sein, wenn mehr Chips produziert werden).

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ein Bekannter von mir ist Bauunternehmer in einer ostdeutschen Grossstadtregion. Er meinte heute, bei ihm sei der Markt zusammengebrochen. Die hohen Zinsen in Kombination mit den Rohstoffpreisen lassen die Leute aussteigen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

Dass die Löhne nicht steigen können, liegt an mehreren Faktoren.

  1. Rohstoffe und Güter sind knapp (Öl, Gas, Holz, Halbleiter usw.) - wenn alle mehr Geld verdienen, gibt es davon auch nicht mehr

  2. Firmen müssen konkurrenzfähig bleiben (China + Asien). Da die Sozialabgaben und das Arbeitsrecht in Deutschland zwar sehr gut für Bedürftige, aber sehr unattraktiv für große Innovationen und Global Player sind, ist die einzige Stellschraube die Kostenreduktion.

  3. Die Unternehmer und Karrieretiere, die trotzdem in Deutschland bleiben, wollen natürlich, dass sich das ganze erst recht für sie lohnt, da sie selbst aus dem in Punkt 2 genannten System "ausbrechen" möchten. Daher versucht man eher, den eigenen Bonus zu erhöhen als den einfachen Angestellten mehr Gehalt zu gönnen.

  4. Immer mehr Leute studieren. Das Gerücht vom "Fachkräftemangel" wird fleißig weiter gestreut, wodurch es mit jedem Jahr mehr Bewerber pro Stelle gibt. Ich weiß das aus erster Hand, da ich in der Ingenieursbranche arbeite und mitbekomme, wie viele Bewerber durchs Büro geführt werden und wie vielen davon aus teils lächerlichen Gründen ("wohnt 50 Autominuten entfernt", "ist nach 2 Jahren schon gewechselt") abgesagt wird. Sowas könnte man sich nicht leisten, wenn man WIRKLICH dringend Leute suchen würde. Und ich arbeite nicht mal bei einem namhaften DAX-Konzern, sondern im Mittelstand.

Erlebe ich genau andersrum. Ich kriege am laufenden Band Anfragen, obwohl ich WIng ohne nennenswerten Schwerpunkt bin.
Sicherlich sind die Gehälter zwischen 50k - 75k keine HiPo Sphären. Aber es war für selten so leicht einen Job zu finden.
Massiv viele Boomer gehen in Rente.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

In der jüngeren Vergangenheit haben die Lohnsteigerungen die inflation natürlich übertroffen

Wann soll das gewesen sein?

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know-it-all

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 12.05.2022:

Wann soll das gewesen sein?

Siehe meine Antwort von gestern. ;-)

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 11.05.2022:

  • 90 km/h auf der Autobahn (40km Arbeitsweg / 80 km täglich)
  • backe das Brot jetzt selbst, statt es beim Bäcker zu kaufen
  • reduziere unnötige Ausgaben -> weniger Essen gehen / Essen bestellen
  • einige Lebensmittel fallen weg, außer gesunde Lebensmittel, die werden trotzdem gekauft
  • in den Urlaub fahren entfällt -> biete meinen Kindern aber Alternativen, die weniger kostspielig sind.
  • weniger neue Klamotten -> aber mein AG mag es eh nicht, wenn ich gut gekleidet bin ;-)

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 10.05.2022:

Da wir uns wahrschenlich mit dieser Inflation abfinden werden muessen, wollte ich fragen: wie geht ihr gerade damit um?

  • kauft ihr anders / weniger (Essen, Urlaub, Restaurants, etc.)?
  • legt ihr euer Geld anders an (kleinere Sparrate, weil weniger ueber bleibt? mehr ETF/Aktien oder Finger weg? Gold? Krypro?)
  • Habt sich was auf die Einnahmeseite getan? (Gehaltsverhandlung oder Gehaltsanpassung in Sicht?)

Gruss

Aus aktuellem Anlass hole ich den thread mal aus der Versenkung. Hier sind ja viele die gerne im Restaurant essen gehen. Wie geht ihr mit den immer weiter steigenden Preisen dort um? Also geht ihr weiter essen wie immer oder habt ihr was verändert, gar nicht mehr essen gehen, günstigere Restaurants oder günstigere Gerichte wählen?

Mich traf es gestern wie der Schlag, ich war in Hamburg an der Elbe spazieren und entdeckte einen Aufsteller vor einem Gastgarten, auf dem Pizza Margherita für 17,90 Euro stand. 18 Euro (mit Trinkgeld dann 20 Euro) sind umgerechnet 36 DM. Für eine Margherita! Mehl, Tomaten und ein paar Krümel Käse drauf...

Mir ist dann die Lust vergangen mir die Preise von anderen wirklich leckeren Gerichten anzuschauen. Oder findet ihr sowas noch normal und zahlt das? Ehrlich gesagt bin ich dazu zu geizig bzw. sehe solche Preise nicht mehr ein (auch wenn ich sie zahlen könnte).

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Da wir uns wahrschenlich mit dieser Inflation abfinden werden muessen, wollte ich fragen: wie geht ihr gerade damit um?

  • kauft ihr anders / weniger (Essen, Urlaub, Restaurants, etc.)?
  • legt ihr euer Geld anders an (kleinere Sparrate, weil weniger ueber bleibt? mehr ETF/Aktien oder Finger weg? Gold? Krypro?)
  • Habt sich was auf die Einnahmeseite getan? (Gehaltsverhandlung oder Gehaltsanpassung in Sicht?)

Gruss

Aus aktuellem Anlass hole ich den thread mal aus der Versenkung. Hier sind ja viele die gerne im Restaurant essen gehen. Wie geht ihr mit den immer weiter steigenden Preisen dort um? Also geht ihr weiter essen wie immer oder habt ihr was verändert, gar nicht mehr essen gehen, günstigere Restaurants oder günstigere Gerichte wählen?

Mich traf es gestern wie der Schlag, ich war in Hamburg an der Elbe spazieren und entdeckte einen Aufsteller vor einem Gastgarten, auf dem Pizza Margherita für 17,90 Euro stand. 18 Euro (mit Trinkgeld dann 20 Euro) sind umgerechnet 36 DM. Für eine Margherita! Mehl, Tomaten und ein paar Krümel Käse drauf...

Mir ist dann die Lust vergangen mir die Preise von anderen wirklich leckeren Gerichten anzuschauen. Oder findet ihr sowas noch normal und zahlt das? Ehrlich gesagt bin ich dazu zu geizig bzw. sehe solche Preise nicht mehr ein (auch wenn ich sie zahlen könnte).

Wir haben mittlerweile Schweizer Preise in vielen Bereichen (ich hab speziell Schweizer Preise hingeschrieben und nicht Zürich, bevor mir hier der erste besserwisserisch daherkommt). Wir haben auch mittlerweile Schweizer Mieten (Hamburg, München, Stuttgart, teilweise über 2k für irgendwelche 08/15-3/4-Zimmer Wohnungen), ect. Wenn man sich das Gehalt + Lohnnebenkosten anschaut, dann Kostet irgend ein 08/15-Arbeiter, der 60k Brutto bekommen soll, am Ende ca. 75k mit den Lohnnebenkosten. In der Schweiz wären das ca. 69k Brutto am ende ca. 75k Brutto. Unterschied ist, dem Schweizer bleiben dann noch je nach Kanton ca. 50-60k übrig. Beim Deutschen bleiben von den 60k nur 37k (Steuerklasse 1, keine Kinder, nicht verheiratet). Und hier ist das Problem.

PS: Die Leute haben einen für verrückt erklärt, wenn vor 5 Jahren ich in der Schweiz war und 15-20 EUR für ne Pizza bezahlt hatte (Zürich auch gerne 25 CHF). Heute sind die 15 EUR für ne Pizza schon fast normal. 20 EUR haben Sie tatsächlich nicht geknappt, hab aber letztens 16,90 in München für eine Quattro Formaggi gezahlt. Mit den 15 EUR Mindestlohn wird das noch schlimmer. Stellt euch schon mal darauf ein, dass ihr dann tatsächlich 20 EUR für die Pizza zahlt.

Sozialsystem schön und gut, aber uns Sozialsystem ist fertig. Das ist jetzt quasi im Endstadium. Ich hab jetzt letztens nebenberuflich für 30k ein Doktorat angefangen, so kann ich zumindest meine persönliche Steuerlast etwas drücken. Aber ganz ehrlich, wer heute nicht minimum als Single 60k-70k im Ballungsraum verdient, der ist Lohntechnisch sehr viel Ärmer als Berufseinsteiger vor 10 Jahren, und zwar locker um den Faktor 2-3. Die 50k zum Berufseinstieg mit Master hat es auch schon 2015 gegeben. Meine 3 Zimmer Wohnung hat damals in einer süddeutschen Großstadt warm 700 EUR gekostet (kannst du heute vergessen). Pizza 5-6 EUR. Heute wird die gleiche Wohnung für 1,8k EUR warm vermietet. Also lügen mit der Statistik, dass konnten unsere Politiker schon immer. Reale Inflationsrate über die letzten 10 Jahre irgendwo 100%. Allein der Mindesetlohn ist seit 2015 um fast 50% gestiegen. Mietspiegel München 2015: 10,73 EUR pro m2. Mietspiegel München 2024: ca. 24 EUR pro m2 wobei (!) die Diskrepanz extrem gestiegen ist, dass "kleinere" Wohnungen (sprich ein bis zwei Zimmer), teilweise über 30 (!) EUR pro m2 im Schnitt vermietet werden und die "günstigen" 24 EUR erreicht man echt nur, wenn man über 100 m² anmietet.

Ja, München ist nicht Deutschland, aber ich brauch hier nur nach Regensburg, Augsburg oder Nürnberg zu schauen. Da sieht es nicht viel besser aus.

antworten
know-it-all

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

[...] 18 Euro (mit Trinkgeld dann 20 Euro) sind umgerechnet 36 DM. Für eine Margherita! Mehl, Tomaten und ein paar Krümel Käse drauf...

Wenn du den Preis für die Pizza noch in DM umrechnest, solltest du dann auch mal mit deinem Gehalt machen.
Ich für meinen Teil würde dann ganz dick fünfstellig im Monat verdienen - das relativiert dann die 36 DM zumindest etwas.

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Da wir uns wahrschenlich mit dieser Inflation abfinden werden muessen, wollte ich fragen: wie geht ihr gerade damit um?

  • kauft ihr anders / weniger (Essen, Urlaub, Restaurants, etc.)?
  • legt ihr euer Geld anders an (kleinere Sparrate, weil weniger ueber bleibt? mehr ETF/Aktien oder Finger weg? Gold? Krypro?)
  • Habt sich was auf die Einnahmeseite getan? (Gehaltsverhandlung oder Gehaltsanpassung in Sicht?)

Gruss

Aus aktuellem Anlass hole ich den thread mal aus der Versenkung. Hier sind ja viele die gerne im Restaurant essen gehen. Wie geht ihr mit den immer weiter steigenden Preisen dort um? Also geht ihr weiter essen wie immer oder habt ihr was verändert, gar nicht mehr essen gehen, günstigere Restaurants oder günstigere Gerichte wählen?

Mich traf es gestern wie der Schlag, ich war in Hamburg an der Elbe spazieren und entdeckte einen Aufsteller vor einem Gastgarten, auf dem Pizza Margherita für 17,90 Euro stand. 18 Euro (mit Trinkgeld dann 20 Euro) sind umgerechnet 36 DM. Für eine Margherita! Mehl, Tomaten und ein paar Krümel Käse drauf...

Mir ist dann die Lust vergangen mir die Preise von anderen wirklich leckeren Gerichten anzuschauen. Oder findet ihr sowas noch normal und zahlt das? Ehrlich gesagt bin ich dazu zu geizig bzw. sehe solche Preise nicht mehr ein (auch wenn ich sie zahlen könnte).

Wir haben mittlerweile Schweizer Preise in vielen Bereichen (ich hab speziell Schweizer Preise hingeschrieben und nicht Zürich, bevor mir hier der erste besserwisserisch daherkommt). Wir haben auch mittlerweile Schweizer Mieten (Hamburg, München, Stuttgart, teilweise über 2k für irgendwelche 08/15-3/4-Zimmer Wohnungen), ect. Wenn man sich das Gehalt + Lohnnebenkosten anschaut, dann Kostet irgend ein 08/15-Arbeiter, der 60k Brutto bekommen soll, am Ende ca. 75k mit den Lohnnebenkosten. In der Schweiz wären das ca. 69k Brutto am ende ca. 75k Brutto. Unterschied ist, dem Schweizer bleiben dann noch je nach Kanton ca. 50-60k übrig. Beim Deutschen bleiben von den 60k nur 37k (Steuerklasse 1, keine Kinder, nicht verheiratet). Und hier ist das Problem.

PS: Die Leute haben einen für verrückt erklärt, wenn vor 5 Jahren ich in der Schweiz war und 15-20 EUR für ne Pizza bezahlt hatte (Zürich auch gerne 25 CHF). Heute sind die 15 EUR für ne Pizza schon fast normal. 20 EUR haben Sie tatsächlich nicht geknappt, hab aber letztens 16,90 in München für eine Quattro Formaggi gezahlt. Mit den 15 EUR Mindestlohn wird das noch schlimmer. Stellt euch schon mal darauf ein, dass ihr dann tatsächlich 20 EUR für die Pizza zahlt.

Sozialsystem schön und gut, aber uns Sozialsystem ist fertig. Das ist jetzt quasi im Endstadium. Ich hab jetzt letztens nebenberuflich für 30k ein Doktorat angefangen, so kann ich zumindest meine persönliche Steuerlast etwas drücken. Aber ganz ehrlich, wer heute nicht minimum als Single 60k-70k im Ballungsraum verdient, der ist Lohntechnisch sehr viel Ärmer als Berufseinsteiger vor 10 Jahren, und zwar locker um den Faktor 2-3. Die 50k zum Berufseinstieg mit Master hat es auch schon 2015 gegeben. Meine 3 Zimmer Wohnung hat damals in einer süddeutschen Großstadt warm 700 EUR gekostet (kannst du heute vergessen). Pizza 5-6 EUR. Heute wird die gleiche Wohnung für 1,8k EUR warm vermietet. Also lügen mit der Statistik, dass konnten unsere Politiker schon immer. Reale Inflationsrate über die letzten 10 Jahre irgendwo 100%. Allein der Mindesetlohn ist seit 2015 um fast 50% gestiegen. Mietspiegel München 2015: 10,73 EUR pro m2. Mietspiegel München 2024: ca. 24 EUR pro m2 wobei (!) die Diskrepanz extrem gestiegen ist, dass "kleinere" Wohnungen (sprich ein bis zwei Zimmer), teilweise über 30 (!) EUR pro m2 im Schnitt vermietet werden und die "günstigen" 24 EUR erreicht man echt nur, wenn man über 100 m² anmietet.

Ja, München ist nicht Deutschland, aber ich brauch hier nur nach Regensburg, Augsburg oder Nürnberg zu schauen. Da sieht es nicht viel besser aus.

Wenn ich mit meinem Hund Gassi gehe haben wir durchschnittlich 3 Beine.... Viele Altmieten drücken noch den Durchschnittlichen Mietspiegel. Alle die sich ne neue Mietwohnung suchen müssen trifft dann der Schlag.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

know-it-all schrieb am 15.05.2024:

[...] 18 Euro (mit Trinkgeld dann 20 Euro) sind umgerechnet 36 DM. Für eine Margherita! Mehl, Tomaten und ein paar Krümel Käse drauf...

Wenn du den Preis für die Pizza noch in DM umrechnest, solltest du dann auch mal mit deinem Gehalt machen.
Ich für meinen Teil würde dann ganz dick fünfstellig im Monat verdienen - das relativiert dann die 36 DM zumindest etwas.

Jetzt kommst ausgerechnet Du (dessen Kommentare ich normalerweise als hilfreich schätze) mit so einen blöden Erklärblär-Spruch statt auf die gestellten Fragen zu antworten. Also isst Du im Restaurant eine Pizza Margherita für 18 Euro oder mehr? Das war die Frage und nicht ob ich zwischen DM und Euro umrechnen kann oder nicht!

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

know-it-all schrieb am 15.05.2024:

Wenn du den Preis für die Pizza noch in DM umrechnest, solltest du dann auch mal mit deinem Gehalt machen.
Ich für meinen Teil würde dann ganz dick fünfstellig im Monat verdienen - das relativiert dann die 36 DM zumindest etwas.

Zu DM-Zeiten hatte ich für einen Aushilfsjob (ungelernt, nach dem Abi) einen Stundenlohn von 20 DM. Da habe ich aber mehr als eine Pizza Margherita für bekommen!

Wenn ich das mit dem heutigen Mindestlohn von 13 Euro für ungelernte vergleiche, so reicht das nicht einmal für die ganze Pizza.

Schön für dich wenn dein Lohn mitinflationiert ist, meiner nicht so viel wie die Gastropreise gestiegen sind.

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Wer Sachen in D-Mark ausrechnet ist sowieso verloren.
Einführung Euro: 2002
Jahr in dem man etwas in D-Mark ausrechnet: 2024.
Alles was mit etwas vor 22 Jahren verglichen wird ist komplett lächerlich.
Zu mal wie alt bist du denn ?
Ich war ein Kind als der Euro eingeführt wurde. Keine Ahnung was da die Sachen gekostet haben. Kann mich nur erinnern das eine Kugel Eis eine Mark gekostet hat.

Der Vorposter hat aber hier nicht unrecht, wir schimpfen auf Länder mit einer hohen Inflation haben aber selbst eine gewaltige hingelegt.
Wir haben in Europa auch die höchste Abgabenlast. Höher als in Frankreich.
Die beträgt bei uns im Schnitt 37%.

Mindestlohnwahlversprechen sind übrigens pures Gift. Aber die Büchse wurde halt geöffnet. Mal schauen wie lange es braucht bis man merkt dass ein hoher Mindestlohn nichts nützt wenn die Brötchen dann halt drei Euro kosten….

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

...
Mindestlohnwahlversprechen sind übrigens pures Gift. Aber die Büchse wurde halt geöffnet. Mal schauen wie lange es braucht bis man merkt dass ein hoher Mindestlohn nichts nützt wenn die Brötchen dann halt drei Euro kosten….

Für das Verräumen von Ware im LEH gab es früher 7 DM. Der neue Mindestlohn wäre 30 DM. Das steht doch in keinem Verhältnis mehr zur Wertschöpfung.

Aufgrund dieser politisch immer unberechenbareren Lage werden Unternehmen in einem Ausmaß Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, über das Scholz noch staunen wird.

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Der Vorposter hat aber hier nicht unrecht, wir schimpfen auf Länder mit einer hohen Inflation haben aber selbst eine gewaltige hingelegt.
Wir haben in Europa auch die höchste Abgabenlast. Höher als in Frankreich.
Die beträgt bei uns im Schnitt 37%.

Mindestlohnwahlversprechen sind übrigens pures Gift. Aber die Büchse wurde halt geöffnet. Mal schauen wie lange es braucht bis man merkt dass ein hoher Mindestlohn nichts nützt wenn die Brötchen dann halt drei Euro kosten….

Das Problem ist, dass die Politik den Zusammenhang zwischen Standortattraktivität, Abgaben und Preisniveau nicht versteht.

Wir haben seit 20-30 Jahren eine sinkende Standortattraktivität und eine stagnierende Produktivität. Unternehmen wollen aber trotzdem mehr verdienen, das ist die Kernessenz des Kapitalismus. Das geht halt nur durch einen wachsenden Spread zwischen Preis und Kosten. Und in vielen Bereichen ist der Hauptkostentreiber die Personalkosten.

Wenn wir dann aber eine wachsende Inflation haben (aka Preiserhöhungen) und die Menschen medienwirksam jammern, dass sie sich weniger leisten können, greift die Politik ein und erhöht die Personalkosten weiter, um irgendwelche sozialen Geschenke zu machen. Was wird in Folge wohl passieren?

Was dann auf Dauer passiert, kann man weltweit in Staaten mit sozialistischer Tendenz sehr gut beobachten. Es entsteht eine sich selbst verstärkende Spirale aus Preis- und Lohnsteigerungen, die dauerhaft zu einer hohen Inflation führt.
Das ist dann im Grunde ein "rat race" zwischen den Renditeerwartungen der Unternehmen und den Lohnerwartungen der Bevölkerung. Oft noch angeheizt von schlechter Produktivität und hohe Regularien.

Rein theoretisch ist eine wachsende Wirtschaft und eine positive Lohnentwicklung gleichzeitig möglich. In diesem Fall gewinnen alle und man kann von steigendem Wohlstand sprechen. Das ist aber nur möglich, wenn eine deutlich steigende Produktivität erreicht werden kann.
Mit der Innovationsfeindlichkeit, explodierender Regulatorik und Pro-Arbeitnehmer-Gesetzen, welche wir in vielen Ländern erleben ist das aber nicht möglich.

Folglich dreht sich die Inflationsspirale so lange weiter, bis eine Seite nicht mehr kann. Entweder wandern die Unternehmen irgendwann ab bzw. vegetieren als Zombies vor sich hin (wenn Preissteigerungen nicht mehr die Kostensteigerungen abdecken) oder irgendwann können sich die Leute nichts mehr leisten, was letztendlich auch zu Szenario 1 führt.

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ihr müsst halt mehr Mitte-Links wählen, also z.B. Volt oder die Grünen, dann klappt das auch mit der Einnnahmen-Ausgaben-Rechnung.

Ich arbeite als IT-Freelancer, vor allem, weil ich effektiv weniger Zwang und mehr Zeit zur Verfügung habe. Wenn ich mit ca. 30-32h/Woche meine 150k brutto mache, habe ich nicht nur hohe SV-Kosten sondern, und das ist echt witzig, fast für das ganze Einkommen den höchsten Steuersatz. Warum muss das so? Weil sich verdammt nochmal niemand an die Vermögenssteuer wagt.

Die Vermögenssteuer beißt niemanden das Butterbrot weg und von mir aus kann das gerne auch einen Faktor für die Schonung von illiquiden Vermögen haben, aber Vermögen ist Macht und Macht heißt Verantwortung. Im Gegenzug könnten die Steuern auf Erwerbsarbeit auf 30% max. gedeckelt werden und die Steuern auf Kapitalerträge auf 40% rauf. Das würde für mehr Frieden im Land sorgen.

Aber wer jetzt dem alten Friedrich oder dem Chrissi hinterherlaufen will, bitte. Doch beschwert euch hinterher nicht, ihr hättet das nicht kommen sehen.

PS: Scholz ist unglücklich in vielerlei Hinsicht, aber wenn ich mir z.B. den Söder als Alternative vorstellen bleibt uns vieles durch ihn erspart

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Wer Sachen in D-Mark ausrechnet ist sowieso verloren.
Einführung Euro: 2002
Jahr in dem man etwas in D-Mark ausrechnet: 2024.
Alles was mit etwas vor 22 Jahren verglichen wird ist komplett lächerlich.
Zu mal wie alt bist du denn ?
Ich war ein Kind als der Euro eingeführt wurde. Keine Ahnung was da die Sachen gekostet haben. Kann mich nur erinnern das eine Kugel Eis eine Mark gekostet hat.

Der Vorposter hat aber hier nicht unrecht, wir schimpfen auf Länder mit einer hohen Inflation haben aber selbst eine gewaltige hingelegt.
Wir haben in Europa auch die höchste Abgabenlast. Höher als in Frankreich.
Die beträgt bei uns im Schnitt 37%.

Mindestlohnwahlversprechen sind übrigens pures Gift. Aber die Büchse wurde halt geöffnet. Mal schauen wie lange es braucht bis man merkt dass ein hoher Mindestlohn nichts nützt wenn die Brötchen dann halt drei Euro kosten….

Tatsächlich ist das Thema Mindestlohn etwas komplexer auch wenn es natürlich richtig ist, das der Mindestlohn erstmal keine Wertschöpfung generiert und es sein kann, das dadurch auch Jobs vernichtet werden, kann er auch ein Wertvolles Tool sein um Branche mit einer hohen Arbeitgeber Macht zu besseren Löhnen zu zwingen, ähnlich wie es auf Tarifverträge tun. Die Einführung des Mindestlohn hat seinerzeit auch nicht zu einem signifikanten Preisanstieg in den betroffenen Branchen geführt.

Grundsätzlich sollten wir uns auch die Frage ob wir nicht allgemein ein Umdenken beim Thema "Arbeitskraft" brauchen. Wir kommen aus einer Phase in dem das Angebot von Arbeit deutlich höher war als die Nachfrage, das hat dazu geführt, dass wir versucht viele Jobs zu generieren, um die Leute irgendwie zu beschäftigen. Jetzt gehen wir in eine Phase in der Arbeit ein knappes Gut ist und wir uns überlegen müssen welche Jobs wir wirklich bedienen wollen, da kann man sich schon fragen ob es Sinnvoll ist Arbeitskraft für 3,50€ pro Stunde im Supermarkt zu verschwenden. In meinem Supermarkt um die Ecker werden für Aushilfen übrigens 14€ pro Stunde bezahlt, die finden sonst keinen mehr.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Aufgrund dieser politisch immer unberechenbareren Lage werden Unternehmen in einem Ausmaß Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, über das Scholz noch staunen wird.

Dem Scholz ist das egal. Der wäre sowieso schon längst woanders, wenn nicht durch "magische Hand" im Cum-Ex Verfahren die Sache vorteilhaft für ihn laufen würde. :-)

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Da wir uns wahrschenlich mit dieser Inflation abfinden werden muessen, wollte ich fragen: wie geht ihr gerade damit um?

  • kauft ihr anders / weniger (Essen, Urlaub, Restaurants, etc.)?
  • legt ihr euer Geld anders an (kleinere Sparrate, weil weniger ueber bleibt? mehr ETF/Aktien oder Finger weg? Gold? Krypro?)
  • Habt sich was auf die Einnahmeseite getan? (Gehaltsverhandlung oder Gehaltsanpassung in Sicht?)

Gruss

Aus aktuellem Anlass hole ich den thread mal aus der Versenkung. Hier sind ja viele die gerne im Restaurant essen gehen. Wie geht ihr mit den immer weiter steigenden Preisen dort um? Also geht ihr weiter essen wie immer oder habt ihr was verändert, gar nicht mehr essen gehen, günstigere Restaurants oder günstigere Gerichte wählen?

Mich traf es gestern wie der Schlag, ich war in Hamburg an der Elbe spazieren und entdeckte einen Aufsteller vor einem Gastgarten, auf dem Pizza Margherita für 17,90 Euro stand. 18 Euro (mit Trinkgeld dann 20 Euro) sind umgerechnet 36 DM. Für eine Margherita! Mehl, Tomaten und ein paar Krümel Käse drauf...

Mir ist dann die Lust vergangen mir die Preise von anderen wirklich leckeren Gerichten anzuschauen. Oder findet ihr sowas noch normal und zahlt das? Ehrlich gesagt bin ich dazu zu geizig bzw. sehe solche Preise nicht mehr ein (auch wenn ich sie zahlen könnte).

Wenn es zu frech ist, dann mache ich das einfach nicht. Ich zahle auch keine 25€ für ein Bier auf dem Marcusplatz in Venedig - aber würde vielleicht 10-12€ zahlen wie am Louvre.

Ansonsten muss man sich einfach dran gewöhnen, dass vieles teurer geworden ist. Früher fand man es immer etwas lächerlich, wenn die Großeltern von einer Kugel Eis für nen Groschen oder 50 Pfennig gesprochen haben. Inzwischen merkt man, dass man selbst alt/älter geworden ist. Ich bin 36 und weiß noch, wie vor 20 Jahren in Berlin der Döner unter 2€ gekostet hat statt 3 bis 3,5€ wie in meiner Heimatstadt. Inzwischen sind 7-8€ vollkommen normal auch im Umland und teilweise soll in dem Metropolen wohl 10€+ vorkommen. Das ist halt Inflation über die Jahre, vor allem mit dem Kicker der letzten 3-4 Jahre. Insofern muss man sich auch einfach damit abfinden, was das neue Normal ist und dann zahlt man halt die Preise für Dinge, die man gerne hätte. Lässt sich mit sechsstelligem Einkommen natürlich auch etwas leichter sagen als als Geringverdiener.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

...
Mindestlohnwahlversprechen sind übrigens pures Gift. Aber die Büchse wurde halt geöffnet. Mal schauen wie lange es braucht bis man merkt dass ein hoher Mindestlohn nichts nützt wenn die Brötchen dann halt drei Euro kosten….

Für das Verräumen von Ware im LEH gab es früher 7 DM. Der neue Mindestlohn wäre 30 DM. Das steht doch in keinem Verhältnis mehr zur Wertschöpfung.

Aufgrund dieser politisch immer unberechenbareren Lage werden Unternehmen in einem Ausmaß Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, über das Scholz noch staunen wird.

Als ich vor 3 Jahren während dem Abi noch bei Lidl Regale eingeräumt habe, war der gesetzliche Mindestlohnt bei ca 12-12,50€ und Lidl hat damals schon 14€ bezahlt. So ein Sprung sind diese 15€ für 3 Jahre Inflation also nicht. Mit dem Rest der Aussage stimme ich dir aber zu…

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Du lebst bereits in einem Niedriglohnland, wo willst du denn die Ware im LEH verräumen lassen? Vietnam?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

...
Mindestlohnwahlversprechen sind übrigens pures Gift. Aber die Büchse wurde halt geöffnet. Mal schauen wie lange es braucht bis man merkt dass ein hoher Mindestlohn nichts nützt wenn die Brötchen dann halt drei Euro kosten….

Für das Verräumen von Ware im LEH gab es früher 7 DM. Der neue Mindestlohn wäre 30 DM. Das steht doch in keinem Verhältnis mehr zur Wertschöpfung.

Aufgrund dieser politisch immer unberechenbareren Lage werden Unternehmen in einem Ausmaß Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, über das Scholz noch staunen wird.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Wer isst denn eine Pizza Margherita für 18 Euro? Das spiegelt keinesfalls das normale Preisniveau wider. Warum werden solche Beispiele hier gebracht?

antworten
WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Wohne ebenfalls in Hamburg, die 17,9€ für die Margherita sind mir noch nicht untergekommen, und erscheinen mir auch hoch, ggf. Touri-Spot an der Elbe? Bei meinen Stamm-Italienern (Spezzagrano / Spaccaforno) kosten die Pizzen zwischen 14-21€, zahle ich für die Qualität aber auch gerne. Natürlich empfinde ich die 9-9,5€ für eine Flasche Sprudel in einigen Restaurants als Abzocke, aber was willst machen? In Italien bekommst den Espresso auch für 1,2€, hier zahlst gut und gerne 2,5-3,5€ - für jeden Espresso runter fliegen ist wohl keine Option.

War letztes Wochenende in meiner Heimatstadt (B-Lage in Süddeutschland, auch als Studentenstadt bekannt) gewesen: Pizza Parma 10,5€ - und die war gut!

Am Ende macht es die Mischung, und ja hier und da zahle ich Preise, wo andere (oder auch ich früher selbst) denken ‚wie kann man nur‘. Zum Glück kommt es mir nicht auf den letzten Euro an, aber ja Essen/Essen gehen wurde in D signifikant teurer, absolut wie relativ zum Einkommen; im Vergleich zu manch anderem Land in Europa ist es immer noch unterdurchschnittlich im Vergleich zum Lohn (auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen, und lieber meckern). Und als Vorab-Spoiler: der Mindestlohn mit 14/15€, sowie weitere staatliche Auflagen, machen die Pizza nicht günstiger ;)

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know-it-all

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Jetzt kommst ausgerechnet Du (dessen Kommentare ich normalerweise als hilfreich schätze) mit so einen blöden Erklärblär-Spruch statt auf die gestellten Fragen zu antworten. Also isst Du im Restaurant eine Pizza Margherita für 18 Euro oder mehr? Das war die Frage und nicht ob ich zwischen DM und Euro umrechnen kann oder nicht!

Mir ging es ehrlich gesagt nur um das rückwärtsgewandte und "wehleidige" Zurückblicken auf die DM-Zeiten. Das ist jetzt mehr als 20 Jahre her und es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, heute noch in eine vergangene Währung umzurechnen, außer vielleicht man wohnt in Bosnien...

Ich bestreite gar nicht, dass diverse Sachen seitdem deutlich teurer geworden sind, und das auch in stärkerem Maß als die Löhne statistisch gestiegen sind.

Aber man sollte nicht den Fehler machen, sich genau die "Rosinen" rauspicken, bei denen das unbestreitbar zutrifft, nur um seine Theorie "Alles ist viel teurer als damals" damit zu bestätigen. Damit vernachlässigt man all die Waren, Produkte und Dienstleistungen, die seitdem relativ viel günstiger geworden sind, oder bei denen man bei unverändertem Preis inzwischen erheblich mehr Funktionalität & Leistung bekommt.

Diese subjektiven Einflüsse nennt man Bias und um diesen Effekt auszuschließen, gibt es statistische Warenkörbe, mit denen die Inflation mit einer konsistenten, reproduzierbaren und objektiven Methodik gemessen wird. Und ja ich weiß, dass diese statistischen Warenkörbe nicht das individuelle Konsumverhalten jedes Einzeln exakt wiedergeben,

Da ich nicht ständig Pizza im Restaurant esse, sondern nur einen verschwindend kleinen Teil meines Einkommens für den Kauf und Verzehr von Pizzen im Restaurant aufwende, stört es mich ehrlich gesagt nicht, dass die relativ teurer sind als 2002.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

...
Mindestlohnwahlversprechen sind übrigens pures Gift. Aber die Büchse wurde halt geöffnet. Mal schauen wie lange es braucht bis man merkt dass ein hoher Mindestlohn nichts nützt wenn die Brötchen dann halt drei Euro kosten….

Für das Verräumen von Ware im LEH gab es früher 7 DM. Der neue Mindestlohn wäre 30 DM. Das steht doch in keinem Verhältnis mehr zur Wertschöpfung.

Aufgrund dieser politisch immer unberechenbareren Lage werden Unternehmen in einem Ausmaß Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, über das Scholz noch staunen wird.

Ein Döner hat in den 90ern auch 3 DM gekostet und jetzt kostet "14DM" also 7€!!!. Das ist Faktor 4,666 und damit höher als Dein Beispiel bzgl Mindestlohn.

Klar ist das nur ein Produkt und ein plakatives Beispiel. Aber die Produkt- und Dienstleistungspreise sind eben auch dementsprechend hoch.

Und die Lohn-Preis-Spirale ist da wohl weniger Schuld dran, als Energiepreise und co.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ich wohne auch in Hamburg. Pizza für 17,90 ist doch nicht die Norm. Gibt auch genügend Restaurants, wo du eine Pizza zwischen 12 und 14 € bekommst. Elbe ist halt auch Touri Spot bzw. an schönen Tagen ist da halt viel los, das nutzen die aus.

Da ich selbst relativ gut kochen kann, gehen wir nicht so oft essen und bestellen so gut wie nie. Wenn ich selbst koche, schmeckt es einfach meistens besser. Ausnahme sind so Dinge wie Corean BBQ, Steakhaus oder gehobene küche. Dafür geben wir dann auch gerne Geld aus. Da ich daher nicht oft Pizza essen gehe ist es mir dann auch egal, ob die 12, 14 oder 19 Euro kostet.

von daher: Für vernünftiges, gut gemachtes Essen mit entsprechendem Service und Ambiente gebe ich gerne Geld aus (auch etwas mehr), für Convenience Produkte oder 0815 Läden mit 20 € Pastagericht eher nicht bzw. nur sehr selten.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Da wir uns wahrschenlich mit dieser Inflation abfinden werden muessen, wollte ich fragen: wie geht ihr gerade damit um?

  • kauft ihr anders / weniger (Essen, Urlaub, Restaurants, etc.)?
  • legt ihr euer Geld anders an (kleinere Sparrate, weil weniger ueber bleibt? mehr ETF/Aktien oder Finger weg? Gold? Krypro?)
  • Habt sich was auf die Einnahmeseite getan? (Gehaltsverhandlung oder Gehaltsanpassung in Sicht?)

Gruss

Aus aktuellem Anlass hole ich den thread mal aus der Versenkung. Hier sind ja viele die gerne im Restaurant essen gehen. Wie geht ihr mit den immer weiter steigenden Preisen dort um? Also geht ihr weiter essen wie immer oder habt ihr was verändert, gar nicht mehr essen gehen, günstigere Restaurants oder günstigere Gerichte wählen?

Mich traf es gestern wie der Schlag, ich war in Hamburg an der Elbe spazieren und entdeckte einen Aufsteller vor einem Gastgarten, auf dem Pizza Margherita für 17,90 Euro stand. 18 Euro (mit Trinkgeld dann 20 Euro) sind umgerechnet 36 DM. Für eine Margherita! Mehl, Tomaten und ein paar Krümel Käse drauf...

Mir ist dann die Lust vergangen mir die Preise von anderen wirklich leckeren Gerichten anzuschauen. Oder findet ihr sowas noch normal und zahlt das? Ehrlich gesagt bin ich dazu zu geizig bzw. sehe solche Preise nicht mehr ein (auch wenn ich sie zahlen könnte).

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

know-it-all schrieb am 15.05.2024:

Wenn du den Preis für die Pizza noch in DM umrechnest, solltest du dann auch mal mit deinem Gehalt machen.
Ich für meinen Teil würde dann ganz dick fünfstellig im Monat verdienen - das relativiert dann die 36 DM zumindest etwas.

Zu DM-Zeiten hatte ich für einen Aushilfsjob (ungelernt, nach dem Abi) einen Stundenlohn von 20 DM. Da habe ich aber mehr als eine Pizza Margherita für bekommen!

Wenn ich das mit dem heutigen Mindestlohn von 13 Euro für ungelernte vergleiche, so reicht das nicht einmal für die ganze Pizza.

Schön für dich wenn dein Lohn mitinflationiert ist, meiner nicht so viel wie die Gastropreise gestiegen sind.

Das war dann aber ein sehr gut bezahlender Aushilfsjob, ich habe in dem Jahr vor dem Studium 1999/2000 für 12 DM die Stunde über eine Leihbude im Kühllager gearbeitet.
Ein Bekannter von mir war das damals KFZ Mechaniker und hatte als Geselle knapp über 20€ und das mit Berufserfahrung. Alles in der Region Heilbronn.
Die 20 DM von damals würde ich wohl eher nicht mit dem Mindestlohn heute gleich setzen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Hier in Bayern ist ein Hauptgericht plus ein Getränk kaum mehr für unter 20 Euro zu bekommen (außer vielleicht Pizza). Mit der Familie essen gehen kommt dann schnell auf 80 Euro - das machen wir inzwischen nur noch bewusst aus Anlässen oder als Teil eines besonderen Ausflugs. Insgesamt packen wir jedenfalls viel öfter eigenen Proviant ein als früher, wo wir in der Regel immer eingekehrt sind, wenn wir unterwegs waren.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

  1. mein gebrauchtes Auto länger fahren
  2. kein Lieferdienst mehr
  3. weniger Klamotten kaufen
  4. Abos auf Notwendigkeit prüfen
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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Hier in Bayern ist ein Hauptgericht plus ein Getränk kaum mehr für unter 20 Euro zu bekommen (außer vielleicht Pizza). Mit der Familie essen gehen kommt dann schnell auf 80 Euro - das machen wir inzwischen nur noch bewusst aus Anlässen oder als Teil eines besonderen Ausflugs. Insgesamt packen wir jedenfalls viel öfter eigenen Proviant ein als früher, wo wir in der Regel immer eingekehrt sind, wenn wir unterwegs waren.

Ist bei uns genau so (3 Kinder).
Also alles halb so schlimm.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Hier in Bayern ist ein Hauptgericht plus ein Getränk kaum mehr für unter 20 Euro zu bekommen (außer vielleicht Pizza). Mit der Familie essen gehen kommt dann schnell auf 80 Euro - das machen wir inzwischen nur noch bewusst aus Anlässen oder als Teil eines besonderen Ausflugs. Insgesamt packen wir jedenfalls viel öfter eigenen Proviant ein als früher, wo wir in der Regel immer eingekehrt sind, wenn wir unterwegs waren.

Finde ich jetzt nicht wahnsinnig überraschend und sicher nicht sonderlich hoch der Preis. Das sollte doch ausgehend von einem durchschnittlichen Gehalt durchaus mehrmals im Monat, wenn nicht sogar mehrmals die Woche, machbar sein.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ich koche mehr selbst und wenn meine Lieblingsprodukte im Angebot sind dann kauf ich direkt 10 Packungen davon. Ansonsten merke ich nicht viel von der Inflation. Gehalt wurde dank IGM erhöht, das 49€-Ticket spart viel Geld und Stromanbieter wechsle ich eh jährlich wodurch mein Abschlag vielleicht um 5€ monatlich verglichen mit 2021 gestiegen ist.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Selbst hier in einer B-Stadt in Niedersachsen kostet in einer guten Pizzeria die Pizza schnell mal 20 Euro. Ich gehe trotzdem ab und zu hin mit Frau und Kindern. Ich gehe aber auch gerne mal in hochpreisige Restaurants, so dass mich die Pizzapreise nicht wirklich schocken. Als Alternative kann man sich auch einen Pizzastein für den Backofen oder einen Pizzaofen für den Balkon kaufen. Die Investition hat man dann schnell wieder raus ;-)

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ich stelle inzwischen sämtliche Ausgaben auf den Prüfstand. Was ein schlechtes Preis/Leistungsverhältnis hat, wird gekürzt oder ganz rausgeworfen.
Und das obwohl ich ein überdurchschnittliches Einkommen habe, aber manche Preise finde ich nur noch absurd.

Das erste Opfer waren die Streaming Abos. Bin jetzt runter auf nur noch 1 Mitgliedschaft.

Das zweite Opfer war Alkohol im Clubs/Bars. Wir verbringen inzwischen im Freundeskreis mehr auf der Heimischen Terasse mit Grillen. Und wenn wir mal tanzen wollen, trinken wir halt vorher eine Kleinigkeit. Man kann auch Spaß haben ohne komplett besoffen zu sein.

Das dritte Opfer wird bald mein SUV. Der geht weg und wird durch ein kleineres, wesentlich günstigers Auto ersetzt. Im Stau stehen tun alle gleich.

Gerade noch gelesen, dass aktuell die Binnennachfrage extrem schwach ist in Deutschland. Ja warum wohl?

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Hier in Bayern ist ein Hauptgericht plus ein Getränk kaum mehr für unter 20 Euro zu bekommen (außer vielleicht Pizza). Mit der Familie essen gehen kommt dann schnell auf 80 Euro - das machen wir inzwischen nur noch bewusst aus Anlässen oder als Teil eines besonderen Ausflugs. Insgesamt packen wir jedenfalls viel öfter eigenen Proviant ein als früher, wo wir in der Regel immer eingekehrt sind, wenn wir unterwegs waren.

Finde ich jetzt nicht wahnsinnig überraschend und sicher nicht sonderlich hoch der Preis. Das sollte doch ausgehend von einem durchschnittlichen Gehalt durchaus mehrmals im Monat, wenn nicht sogar mehrmals die Woche, machbar sein.

Ist das Ernst oder Satire?

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Das ist Geringverdienerdenken. Man kann entweder Ausgaben reduzieren oder Einnahmen erhöhen. HP verdienen einfach so viel, dass Inflation keinen Einfluss hat.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Ich stelle inzwischen sämtliche Ausgaben auf den Prüfstand. Was ein schlechtes Preis/Leistungsverhältnis hat, wird gekürzt oder ganz rausgeworfen.
Und das obwohl ich ein überdurchschnittliches Einkommen habe, aber manche Preise finde ich nur noch absurd.

Das erste Opfer waren die Streaming Abos. Bin jetzt runter auf nur noch 1 Mitgliedschaft.

Das zweite Opfer war Alkohol im Clubs/Bars. Wir verbringen inzwischen im Freundeskreis mehr auf der Heimischen Terasse mit Grillen. Und wenn wir mal tanzen wollen, trinken wir halt vorher eine Kleinigkeit. Man kann auch Spaß haben ohne komplett besoffen zu sein.

Das dritte Opfer wird bald mein SUV. Der geht weg und wird durch ein kleineres, wesentlich günstigers Auto ersetzt. Im Stau stehen tun alle gleich.

Gerade noch gelesen, dass aktuell die Binnennachfrage extrem schwach ist in Deutschland. Ja warum wohl?

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Zu DM-Zeiten hatte ich für einen Aushilfsjob (ungelernt, nach dem Abi) einen Stundenlohn von 20 DM. Da habe ich aber mehr als eine Pizza Margherita für bekommen!

Wenn ich das mit dem heutigen Mindestlohn von 13 Euro für ungelernte vergleiche, so reicht das nicht einmal für die ganze Pizza.

Schön für dich wenn dein Lohn mitinflationiert ist, meiner nicht so viel wie die Gastropreise gestiegen sind.

Das war dann aber ein sehr gut bezahlender Aushilfsjob, ich habe in dem Jahr vor dem Studium 1999/2000 für 12 DM die Stunde über eine Leihbude im Kühllager gearbeitet.
Ein Bekannter von mir war das damals KFZ Mechaniker und hatte als Geselle knapp über 20€ und das mit Berufserfahrung. Alles in der Region Heilbronn.
Die 20 DM von damals würde ich wohl eher nicht mit dem Mindestlohn heute gleich setzen.

Ja, das war schon ein guter Stundenlohn, habe bei der Post Briefe und Päckchen sortiert. Später im Studium waren die Aushilfslöhne deutlich geringer (aber da wurde schon mit Euro gezahlt) - hab das Beispiel gebracht weil es der einzige DM-Lohn ist an den ich mich noch gut erinnern kann, die meisten Jobs hatte ich zu Euro-Zeiten...

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Wohne ebenfalls in Hamburg, die 17,9€ für die Margherita sind mir noch nicht untergekommen, und erscheinen mir auch hoch, ggf. Touri-Spot an der Elbe? Bei meinen Stamm-Italienern (Spezzagrano / Spaccaforno) kosten die Pizzen zwischen 14-21€, zahle ich für die Qualität aber auch gerne. Natürlich empfinde ich die 9-9,5€ für eine Flasche Sprudel in einigen Restaurants als Abzocke, aber was willst machen? In Italien bekommst den Espresso auch für 1,2€, hier zahlst gut und gerne 2,5-3,5€ - für jeden Espresso runter fliegen ist wohl keine Option.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Ich wohne auch in Hamburg. Pizza für 17,90 ist doch nicht die Norm. Gibt auch genügend Restaurants, wo du eine Pizza zwischen 12 und 14 € bekommst. Elbe ist halt auch Touri Spot bzw. an schönen Tagen ist da halt viel los, das nutzen die aus.

Moin an die beiden Hamburger!

Ja, mir war dieser Preis in Hamburg bisher auch noch nicht untergekommen für die billigsten Pizzavariante (Margherita). Und nein, ich sprach nicht davon, dass das die Norm ist.

Tatsächlich war es an der Elbe, aber das hatte ich ja bereits geschrieben ("ich war an der Elbe spazieren") und dementsprechend geschockt war ich, dass dort sogar auf einem Aufsteller mit dem Preis geworben wurde! Als sei es ein tolles Angebot. War in einem Gastgarten in der Nähe von Museumshafen Övelgönne, falls euch die Details interessieren.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ich verdiene aktuell noch genug Geld, dass mich die gestiegenen Preise nicht stören. Aber kürzlich war ich wieder mit einem alten Arbeitskollegen essen und das Bier solle jetzt über 6 Euro kosten. 0,5 Liter in zentraler Lage in München. Ich kann mich noch erinnern, wie die 5 Euro Grenze gefallen ist. Und da verliere ich ehrlich gesagt auch langsam die Lust. Nicht dass es mich finanziell stört, ob ich jetzt 2 Euro mehr oder weniger für zwei Getränke zahle. Aber 6 Euro sehe ich dann nicht mehr ein. Davon abgesehen, dass die Preise für das Essen auch sehr teuer geworden ist und die Qualität in vielen Restaurants das Geld einfach nicht mehr wert ist.

Also um ein Fazit zu ziehen, ja ich glaube ich gehe etwas weniger Essen seitdem die Preise so gestiegen sind. Und es ist kein finanzieller Treiber, sondern ich finde dass Preis und Leistung nicht mehr im Einklang stehen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Dass das Preis-Leistungsverhältnis in vielen Bereichen nicht mehr stimmt ist wirklich wahr. Aber man muss auch erwähnen, dass auch die Qualität von Arbeitskraft inflationiert, d.h. Arbeitnehmer verlangen und erhalten teilweise „zu viel“ für die gebotene (mangelnde) Arbeitsqualität. Ich habe das Gefühl, dass wir in Deutschland in eine Zeit rutschen, in der die Qualität in fast allen Bereichen sinkt und gleichzeitig die Preise steigen. Wahrscheinlich ist das der normale Werdegang einer Wohlstandsgesellschaft mit beginnendem Verfall…

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Ich verdiene aktuell noch genug Geld, dass mich die gestiegenen Preise nicht stören. Aber kürzlich war ich wieder mit einem alten Arbeitskollegen essen und das Bier solle jetzt über 6 Euro kosten. 0,5 Liter in zentraler Lage in München. Ich kann mich noch erinnern, wie die 5 Euro Grenze gefallen ist. Und da verliere ich ehrlich gesagt auch langsam die Lust. Nicht dass es mich finanziell stört, ob ich jetzt 2 Euro mehr oder weniger für zwei Getränke zahle. Aber 6 Euro sehe ich dann nicht mehr ein. Davon abgesehen, dass die Preise für das Essen auch sehr teuer geworden ist und die Qualität in vielen Restaurants das Geld einfach nicht mehr wert ist.

Also um ein Fazit zu ziehen, ja ich glaube ich gehe etwas weniger Essen seitdem die Preise so gestiegen sind. Und es ist kein finanzieller Treiber, sondern ich finde dass Preis und Leistung nicht mehr im Einklang stehen.

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WiWi Gast

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An das neue Preisniveau im Supermarkt hab ich mich mittlerweile gewöhnt, beim Aldi kostet der Wocheneinkauf für 2P. mit viel Bio und alles auf das ich Bock hab jetzt 140 statt 100 Euro. Beim Getränkemarkt ähnlich.

Was mich echt nervt sind die Essens- und vor allem die Getränkepreise. Waren letztens im Biergarten und haben für ein 0,5 Weizen und eine 0,4 Apfelschorle 10,90 bezahlt. Wenn man weiß was das im EK kostet find ich 6 Euro für ein Flaschenbier einfach too much. Gleiches gilt meistens für große Flasche Wasser für 6-8 Euro. Das find ich einfach frech. Beim Essen geht es find ich, da findet man meistens ein Gericht wo die Preisleistung noch halbwegs stimmt. Ich esse mittlerweile in normalen Restaurants meistens vegetarisch, da die Fleischqualität oft einfach nicht den Preis rechtfertigt. Was halt keinen Spaß macht sind 0815 Restaurants mit mieser Qualität die dann trotzdem 20-30 Euro für ihre Hauptgerichte wollen. Könnte aber auch zur Selektion führen, da die Wirte um die Gäste mehr kämpfen müssen bzw. wirklich was fürs Geld bieten müssen. Ich schaue mittlerweile schon sehr genau drauf wo wir hingehen und gebe da dann aber auch gerne Geld aus.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Was mich echt nervt sind die Essens- und vor allem die Getränkepreise. Waren letztens im Biergarten und haben für ein 0,5 Weizen und eine 0,4 Apfelschorle 10,90 bezahlt. Wenn man weiß was das im EK kostet find ich 6 Euro für ein Flaschenbier einfach too much. Gleiches gilt meistens für große Flasche Wasser für 6-8 Euro. Das find ich einfach frech. Beim Essen geht es find ich, da findet man meistens ein Gericht wo die Preisleistung noch halbwegs stimmt. Ich esse mittlerweile in normalen Restaurants meistens vegetarisch, da die Fleischqualität oft einfach nicht den Preis rechtfertigt.

Die Selektion kann ich bei mir in der Innenstadt inzwischen durchaus beobachten. Wir sind eine Studentenstadt, daher man kann sicher nicht von großem Reichtum bei uns sprechen.

Die letzten Jahre war bei uns im Ausgehviertel bei gutem Wetter immer jeder Tisch draußen ausnahmslos belegt. Cocktails, Wein, eine Kleinigkeit Essen etc. Man musste sich oft um jeden Platz "prügeln".
Letzten Samstag Abend war ich dort, angenehme 22 Grad Abends und gut die Hälfte der Plätze war zur besten Zeit einfach leer... Aber wenn man inzwischen überall für einen einfachen Cocktail mit wenig Alkhohol mind. 10-12 Euro bezahlt wundert mich das nicht.

Viele Studis habe ich dann später im Stadtpark bzw. am Fluss mit nem Kasten Bier gesehen. Klar ist keine bahnbrechende Neuigkeit, aber einen gewissen Trend sehe ich die letzten 1-2 Jahre durchaus.

Ich bin der Meinung besonders Gastro muss mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Nach Corona meinten die, sie könnten alles machen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 15.05.2024:

Um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Hier in Bayern ist ein Hauptgericht plus ein Getränk kaum mehr für unter 20 Euro zu bekommen (außer vielleicht Pizza). Mit der Familie essen gehen kommt dann schnell auf 80 Euro - das machen wir inzwischen nur noch bewusst aus Anlässen oder als Teil eines besonderen Ausflugs. Insgesamt packen wir jedenfalls viel öfter eigenen Proviant ein als früher, wo wir in der Regel immer eingekehrt sind, wenn wir unterwegs waren.

Finde ich jetzt nicht wahnsinnig überraschend und sicher nicht sonderlich hoch der Preis. Das sollte doch ausgehend von einem durchschnittlichen Gehalt durchaus mehrmals im Monat, wenn nicht sogar mehrmals die Woche, machbar sein.

Durchschnittseinkommen 4k Familie 4.8k netto
Durchschnittsausgaben 4k Familie 3.5k bis 6k
Leicht 80 Euro mal x im Monat ausgeben ist da nicht.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Was mich echt nervt sind die Essens- und vor allem die Getränkepreise. Waren letztens im Biergarten und haben für ein 0,5 Weizen und eine 0,4 Apfelschorle 10,90 bezahlt. Wenn man weiß was das im EK kostet find ich 6 Euro für ein Flaschenbier einfach too much. Gleiches gilt meistens für große Flasche Wasser für 6-8 Euro. Das find ich einfach frech. Beim Essen geht es find ich, da findet man meistens ein Gericht wo die Preisleistung noch halbwegs stimmt. Ich esse mittlerweile in normalen Restaurants meistens vegetarisch, da die Fleischqualität oft einfach nicht den Preis rechtfertigt.

Die Selektion kann ich bei mir in der Innenstadt inzwischen durchaus beobachten. Wir sind eine Studentenstadt, daher man kann sicher nicht von großem Reichtum bei uns sprechen.

Die letzten Jahre war bei uns im Ausgehviertel bei gutem Wetter immer jeder Tisch draußen ausnahmslos belegt. Cocktails, Wein, eine Kleinigkeit Essen etc. Man musste sich oft um jeden Platz "prügeln".
Letzten Samstag Abend war ich dort, angenehme 22 Grad Abends und gut die Hälfte der Plätze war zur besten Zeit einfach leer... Aber wenn man inzwischen überall für einen einfachen Cocktail mit wenig Alkhohol mind. 10-12 Euro bezahlt wundert mich das nicht.

Viele Studis habe ich dann später im Stadtpark bzw. am Fluss mit nem Kasten Bier gesehen. Klar ist keine bahnbrechende Neuigkeit, aber einen gewissen Trend sehe ich die letzten 1-2 Jahre durchaus.

Ich bin der Meinung besonders Gastro muss mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Nach Corona meinten die, sie könnten alles machen.

Die Gastro hat doch Probleme Personal zu bekommen oder nicht? Von daher ist das für mich unabhängig von der allgemeinen Inflation ein völlig logisches kaufmännisches Vorgehen: Wenn alle Tische voll besetzt sind, können die Gäste nicht zufriedenstellend bedient werden. Demnach erhöht man die Preise so, dass die Auslastung zum vorhandenen Personal passt und die Gesamtmarge für den Betrieb nicht sinkt.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Die meisten Gastronomen verdienen sich sicherlich keine goldene Nase. Die Lebensmittelpreise waren in D schon immer niedrig und der Deutsche Konsument entsprechend preissensitiv. Es gibt leider deswegen so viele Restaurants, die zur Hälfte nur noch Convenience-Food anbieten. Es holt einfach wieder auf, wo es ewig hinterhergehunken hat.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Ich geh gar nicht mehr "normal" essen. Wenn, dann in ein richtiges Luxusrestaurant mit Freunden wo wirklich alles mit offener Küche bis zum Brot selbst gemacht wird.
In den meisten anderen Restaurants kriegt man doch nur noch 0815 Gerichte aus Convenience-Plastikbeuteln für teuer Geld.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Restaurants sind einer der gefühlten Haupttreiber inflationärer Entwicklungen, jeder Anlass wird zum Anheben der Preise verwendet - MwSt vorübergehend gesenkt, Preise bleiben gleich - ergo mehr Profit. MwSt wird wieder auf Vorniveau angehoben, Preise steigen überproportional - noch mehr Profit.

Mittlerweile habe ich viele Restaurants, die besonders dreist waren entsprechend öffentlich bewertet, empfehle ich jedem - ohne öffentliche Ansprache wird sich da gar nichts ändern. Viele meiner ehemaligen Stammrestaurants besuche ich aufgrund von Wucher nicht mehr.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Bei Restaurants und Coffee to go habe ich auch schon früher eher sparsam agiert aber dennoch prüft man doch lieber zweimal, ob ein zweites Glas Cola für 4,90€ sein muss.

Ich glaube, das hängt auch von der Erziehung ab. Ich kenne Familien die bestellen eher 2-3 mal die Woche Lieferessen und haben dafür kein Brot im Haus. Mit 3 Kindern bestellen/holen wir 2-3 im Monat Essen und kochen dann lieber öfter was.

Das Auto ist auch schon wieder 8 Jahre alt und auch keine deutsche Luxusmarke.

Bei meinem Haus investiere ich dann eher. Auch Werkzeuge werden nach Qualität gekauft.

Urlaube individuell. Ich verblase aber keine 10k für irgendwo allinclusive.

Gehaltsmäßig wäre aber mehr Luxus drin. Durch Aufstieg und Tariferhöhung habe ich netto das Doppelte. Verändert hat sich mein Lebenstil aber nicht.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Dass das Preis-Leistungsverhältnis in vielen Bereichen nicht mehr stimmt ist wirklich wahr. Aber man muss auch erwähnen, dass auch die Qualität von Arbeitskraft inflationiert, d.h. Arbeitnehmer verlangen und erhalten teilweise „zu viel“ für die gebotene (mangelnde) Arbeitsqualität.

Stimmt leider. Siehe Diskussion um höheren Mindestlohn, Bürgergeld und unsere hohen Kündigungsstandards.

Wir haben inzwischen mit die höchsten Lohnkosten in Europa. Bei einer gleichzeitig immer arbeitsfeindlicheren Attitüde. Natürlich schlägt sich das am Ende auf die Preise drauf. Besonders in personalintensiven Branchen.

Die Quittung wird halt dann in der Zukunft kommen. Wenn die Mehrheit der gutbezahlten Jobs gestrichen bzw. verschoben wurden, Dienstleistungen unbezahlbar sind und die Sozialsysteme implodieren. Aber so ist das mit sozialistischer Politik. Die Menschen merken es erst, wenn es ihnen dann richtig schlecht geht. Siehe Mittel- und Südamerika, welche die Folgen der Politik der 80ern bis 2000ern wohl noch die nächsten 50 Jahre auslöffeln müssen (Argentinien z.B. mit 290% Inflation).

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Die meisten Gastronomen verdienen sich sicherlich keine goldene Nase. Die Lebensmittelpreise waren in D schon immer niedrig und der Deutsche Konsument entsprechend preissensitiv. Es gibt leider deswegen so viele Restaurants, die zur Hälfte nur noch Convenience-Food anbieten. Es holt einfach wieder auf, wo es ewig hinterhergehunken hat.

Ich kann mir trotzdem nicht erklären, warum ein Schnitzel dann 23 Euro kosten soll. Noch dazu, dass das kein Fleisch von glücklichen Tieren sein wird. Aber ich kenne die Kalkulation von Restaurants nicht. Was ich weiß, dass ein Freund von mir in der Immobilienverwaltung gearbeitet hat und teilweise die Pacht absurd hoch war, welche der Wirt zahlen musste. Aber vielleicht pendelt sich das auch mal wieder etwas nach unten sein.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Ich geh gar nicht mehr "normal" essen. Wenn, dann in ein richtiges Luxusrestaurant mit Freunden wo wirklich alles mit offener Küche bis zum Brot selbst gemacht wird.
In den meisten anderen Restaurants kriegt man doch nur noch 0815 Gerichte aus Convenience-Plastikbeuteln für teuer Geld.

Nicht schlecht, dann hast du reiche Freunde bzw. andere Prioritäten als die meisten.
Im Luxusrestaurant gehst du unter 300€ pP nicht raus.

Das ist ne ganz andere Diskussion als hier "die Margerita für 10€ oder 18€".

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Ich kann mir trotzdem nicht erklären, warum ein Schnitzel dann 23 Euro kosten soll. Noch dazu, dass das kein Fleisch von glücklichen Tieren sein wird. Aber ich kenne die Kalkulation von Restaurants nicht. Was ich weiß, dass ein Freund von mir in der Immobilienverwaltung gearbeitet hat und teilweise die Pacht absurd hoch war, welche der Wirt zahlen musste. Aber vielleicht pendelt sich das auch mal wieder etwas nach unten sein.

Pacht, Personal und Rendite sind die drei Hauptkostentreiber.

In vielen Innenstadtlagen werden auch heute noch absurde Pachten verlangt, obwohl sich auch viel Leerstand breit macht und die Läden/Restaurants teilweise im Jahresrythmus wechseln wegen Pleite.
Lösung ist hier Standort wechseln, was bei uns in der Gegend auch immer mehr langjährige (efolgreiche) Gastronomen machen.

Personal ist auch sehr knapp und teuer und Gastro ist leider Personalintensiv. Außerdem mangelt es an Leuten die wirklich Gastro-Feeling haben und die Arbeit mitmachen, unabhängig von der Bezahlung.
Lösung ist hier, den Personalaufwand zu drücken. Nicht jedes Gericht und jede Leistung mehr anbieten. Vorhandene Prozesse abkürzen und digitalisieren, kleinere einfachere Karte etc.

Es ist bei uns sehr auffällig, dass viele Einzelgastronomien aussterben während Systemgastro enorm erfolgreich ist. Warum? Weil die sich transformieren und viele der oben genannten Punkte umsetzen. Dann kann man auch weiterhin gute Leistung zu gutem Preis anbieten und besagte Läden sind bei uns immer voll.

Mein Gefühl ist, Deutschland kriegt in vielen Bereichen gerade einen "Produktivitätsschock". Viele Betriebe müssen mit weniger und teurerem Personal lernen auszukommen und können nicht alles 1:1 an ihre Kunden als Preiserhöhungen weitergeben.
Jetzt gerade ist das alles noch soft, daher muss man die Chance nutzen sich anzupassen. In 10 Jahren werden uns nochmal 5 Millionen Arbeitskräfte mehr fehlen und die Preissensitivität wird weiter steigen, weil dann mehr Leute in Rente sind und statistisch weniger Geld haben.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Die meisten Gastronomen verdienen sich sicherlich keine goldene Nase. Die Lebensmittelpreise waren in D schon immer niedrig und der Deutsche Konsument entsprechend preissensitiv. Es gibt leider deswegen so viele Restaurants, die zur Hälfte nur noch Convenience-Food anbieten. Es holt einfach wieder auf, wo es ewig hinterhergehunken hat.

Ich kann mir trotzdem nicht erklären, warum ein Schnitzel dann 23 Euro kosten soll. Noch dazu, dass das kein Fleisch von glücklichen Tieren sein wird. Aber ich kenne die Kalkulation von Restaurants nicht. Was ich weiß, dass ein Freund von mir in der Immobilienverwaltung gearbeitet hat und teilweise die Pacht absurd hoch war, welche der Wirt zahlen musste. Aber vielleicht pendelt sich das auch mal wieder etwas nach unten sein.

In einem Wiwi-Forum erwarte ich eigentlich halbwegs vernünftige BWL-Kenntnisse. Lebensmittelpreise sind eigentlich der geringste Posten. Früher Gastroarbeiter 8,50. Heute Mindestlohn 12,41 für den Gasto-Arbeiter nicht arbeiten gehen, weil man mit Bürgergeld mehr hat. Ich kenne nicht einen Betrieb, der nicht mind. 17 EUR hier in Bayern zahlen muss, damit sich überhaupt ein Kellner in die Stube stellt. Und vergiss Köche. Unter 20/h bekommst niemanden mehr. VZ bist du dann bei ca. 3,5-4,5k Brutto inkl. Lohnnebenkosten.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Was haben euch die Leute in der Gastro eigentlich getan, dass sie gefälligst weiterhin unter 10 Euro verdienen sollen? Ihr habt eure Portfolios von 100-500k aber gönnt einem Kellner der mal schnell 12h schichtet kein 15 Euro Lohn? Das sind gerade mal 2.600 brutto von denen er auch seine Rentenanwartschaft bezahlt. Ausgelernte kaufmännische bei uns kriegen bei schlechtester Performance bereits 2.700 und haben in den gleichen 40 weniger Aufwand. Und lasst das Trinkgeld mal beiseite, darauf hat man nicht immer Einfluss.

Auch ein Kellner muss in der Stadt wohnen (können), in der er arbeitet.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Die meisten Gastronomen verdienen sich sicherlich keine goldene Nase. Die Lebensmittelpreise waren in D schon immer niedrig und der Deutsche Konsument entsprechend preissensitiv. Es gibt leider deswegen so viele Restaurants, die zur Hälfte nur noch Convenience-Food anbieten. Es holt einfach wieder auf, wo es ewig hinterhergehunken hat.

Ich kann mir trotzdem nicht erklären, warum ein Schnitzel dann 23 Euro kosten soll. Noch dazu, dass das kein Fleisch von glücklichen Tieren sein wird. Aber ich kenne die Kalkulation von Restaurants nicht. Was ich weiß, dass ein Freund von mir in der Immobilienverwaltung gearbeitet hat und teilweise die Pacht absurd hoch war, welche der Wirt zahlen musste. Aber vielleicht pendelt sich das auch mal wieder etwas nach unten sein.

In einem Wiwi-Forum erwarte ich eigentlich halbwegs vernünftige BWL-Kenntnisse. Lebensmittelpreise sind eigentlich der geringste Posten. Früher Gastroarbeiter 8,50. Heute Mindestlohn 12,41 für den Gasto-Arbeiter nicht arbeiten gehen, weil man mit Bürgergeld mehr hat. Ich kenne nicht einen Betrieb, der nicht mind. 17 EUR hier in Bayern zahlen muss, damit sich überhaupt ein Kellner in die Stube stellt. Und vergiss Köche. Unter 20/h bekommst niemanden mehr. VZ bist du dann bei ca. 3,5-4,5k Brutto inkl. Lohnnebenkosten.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Was haben euch die Leute in der Gastro eigentlich getan, dass sie gefälligst weiterhin unter 10 Euro verdienen sollen? Ihr habt eure Portfolios von 100-500k aber gönnt einem Kellner der mal schnell 12h schichtet kein 15 Euro Lohn? Das sind gerade mal 2.600 brutto von denen er auch seine Rentenanwartschaft bezahlt.

Kellner ist ein Anlern-Beruf ohne Ausbildung. Jeder Studi kann das in 4 Wochen lernen.

Ich habe auch nichts gegen den Kellner der 15 oder gar 20 Euro verdient. Wenn er gut ist und sich mit seinem Chef drauf einigt, kein Problem. Siehe z.B. Oktoberfest in München, wo die Damen gerne mit mehreren Zehntausend Euro innerhalb von 4 Wochen nach Hause gehen. Aber die leisten auch was und wer nicht, der fliegt.

Ich habe aber etwas dagegen, dass politisch immer höhere Einheitslöhne (aka Mindestlohn) für niedrig qualifizierte Kräfte durchgedrückt werden, die einen fairen Marktmechanismus aushebeln. Die Zeche zahlen wir am Ende alle, indem wir für schlechte Leistung auch noch viel Geld bezahlen müssen.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Was haben euch die Leute in der Gastro eigentlich getan, dass sie gefälligst weiterhin unter 10 Euro verdienen sollen? Ihr habt eure Portfolios von 100-500k aber gönnt einem Kellner der mal schnell 12h schichtet kein 15 Euro Lohn? Das sind gerade mal 2.600 brutto von denen er auch seine Rentenanwartschaft bezahlt. Ausgelernte kaufmännische bei uns kriegen bei schlechtester Performance bereits 2.700 und haben in den gleichen 40 weniger Aufwand. Und lasst das Trinkgeld mal beiseite, darauf hat man nicht immer Einfluss.

Auch ein Kellner muss in der Stadt wohnen (können), in der er arbeitet.

Ich gönn dem Kellner ja seine 15€/h, aber ich will nicht vom Wirt abgezockt werden. In den letzten zwei Jahren habe ich abends - gerade auch in besseren Restaurants - immer erstmal nur ne Zwischenrechnung bekommen, auf Nachfrage dann erst die richtige Rechnung. Erst in Corona die Staatshilfen abkassieren und jetzt ohne USt/Einkommensteuer dick abrechnen inkl. Preiserhöhung. Und dann noch bei der Rückkehr zum normalen USt-Satz (WELCHE VON DEN KUNDEN WIRTSCHAFTLICH GEZAHLT WIRD) eine Riesenwelle machen, weil die Steuersatzdifferenz als Marge direkt in deren Tasche geflossen ist. Da krieg ich Pickel.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Finde es dann lustig, wenn sich einer wie in den Vorkommentaren darüber aufregt wie teuer es doch in München sei und gleichzeitig vor dem Mindestlohn für Kellner Angst hat. Ich denke viele wünschen sich einfach, dass der Kellner schön buckeln muss und dafür auch noch nach München fahren sollte um selber ein günstiges Schnitzel haben zu können. Auch für die Menschen wird es eben teurer. Gerade in Städten wie München liegt das sicher nicht am Mindestlohn. Wer da mit Mindestlohn unterwegs ist kommt nicht weit. Bei den Vorstellungen wird es Bürgergeld hin oder her einfach keine Kellner mehr in München geben.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Was haben euch die Leute in der Gastro eigentlich getan, dass sie gefälligst weiterhin unter 10 Euro verdienen sollen? Ihr habt eure Portfolios von 100-500k aber gönnt einem Kellner der mal schnell 12h schichtet kein 15 Euro Lohn? Das sind gerade mal 2.600 brutto von denen er auch seine Rentenanwartschaft bezahlt. Ausgelernte kaufmännische bei uns kriegen bei schlechtester Performance bereits 2.700 und haben in den gleichen 40 weniger Aufwand. Und lasst das Trinkgeld mal beiseite, darauf hat man nicht immer Einfluss.

Auch ein Kellner muss in der Stadt wohnen (können), in der er arbeitet.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

WiWi Gast schrieb am 16.05.2024:

Die meisten Gastronomen verdienen sich sicherlich keine goldene Nase. Die Lebensmittelpreise waren in D schon immer niedrig und der Deutsche Konsument entsprechend preissensitiv. Es gibt leider deswegen so viele Restaurants, die zur Hälfte nur noch Convenience-Food anbieten. Es holt einfach wieder auf, wo es ewig hinterhergehunken hat.

Ich kann mir trotzdem nicht erklären, warum ein Schnitzel dann 23 Euro kosten soll. Noch dazu, dass das kein Fleisch von glücklichen Tieren sein wird. Aber ich kenne die Kalkulation von Restaurants nicht. Was ich weiß, dass ein Freund von mir in der Immobilienverwaltung gearbeitet hat und teilweise die Pacht absurd hoch war, welche der Wirt zahlen musste. Aber vielleicht pendelt sich das auch mal wieder etwas nach unten sein.

In einem Wiwi-Forum erwarte ich eigentlich halbwegs vernünftige BWL-Kenntnisse. Lebensmittelpreise sind eigentlich der geringste Posten. Früher Gastroarbeiter 8,50. Heute Mindestlohn 12,41 für den Gasto-Arbeiter nicht arbeiten gehen, weil man mit Bürgergeld mehr hat. Ich kenne nicht einen Betrieb, der nicht mind. 17 EUR hier in Bayern zahlen muss, damit sich überhaupt ein Kellner in die Stube stellt. Und vergiss Köche. Unter 20/h bekommst niemanden mehr. VZ bist du dann bei ca. 3,5-4,5k Brutto inkl. Lohnnebenkosten.

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WiWi Gast

Wie geht ihr mit Inflation um?

Finde die höheren Gehälter, gerade in der Gastro, mehr als überällig und die Gehälter haben auch die letzten Jahre gut angezogen. Prob ist m.M. eher das die Steuerprogression + Neumieten einfach alles auffressen.

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