DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Jobwechsel & ExitKarriere

Wer hat sich von BWL und "Karriere" verabschiedet?

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Wer hat sich von BWL und "Karriere" verabschiedet?

Hallo! An sich finde ich die BWL interessant und nützlich, aber gleichzeitig geht sie mir auf die Nerven. Insbesondere die Einstellung vieler BWLer, denen es nur darum geht, einen gemütlichen Bürojob mit wenig Arbeit, aber mit viel Geld zu haben. Aber auch die Inhalte der BWL sind sehr aufgebauscht und weichen oft von der Wirklichkeit der Arbeit ab. Nicht nur in der Wissenschaft, auch auf der Arbeit selbst. Es gibt immer wieder Leute, die sich absurde Maßnahmen ausdenken, aber sie wohl aus Ego-Gründen umsetzen wollen.

Wer von euch ist auch so genervt von all dem und hat der BWL bzw. der typischen BWL-Karriere den Rücken gekehrt bzw. hat es vor?

Ich zum Beispiel habe einen kleinen Imbiss eröffnet. Meine BWL-Kenntnisse wende ich an und brauche nicht darüber zu reden oder zu denken. Ich gebe echte Leistung durch eine bestimmte Sache, in die ich mich selbst eingearbeitet habe. Ich sitze nicht rum, sondern bin in Bewegung und sehe die Ergebnisse meiner Leistung.

Was habt ihr so gemacht?

  • Anderes Studienfeld eingeschlagen? Lehramt? Ingenieurswesen? Physik?
  • Berufsausbildung gemacht?
  • Völlig neuen Berufsschwerpunkt gesetzt wie Handwerk, Pflege, Ernährung oder Medientechnik?
  • Auch selbständig gemacht in einem Gebiet, wo BWL lediglich zur Anwendung kommt (so wie es der eigentliche Sinn der BWL ist)? Lebensmittel? Online-Shop? Umzugsfirma? Reinigungsservice? etc....

Würde mich interessieren, was andere so machten und was die Beweggründe dafür waren!

antworten
WiWi Gast

Wer hat sich von BWL und "Karriere" verabschiedet?

Sein Studienfach sollte man m.E. nach Interesse wählen. Wenn das dann heißt, dass man sein Wissen anwendet, um einen Betrieb aufzubauen, ganz gleich welcher Größe, dann hat man ja i.W. nicht umgesattelt.

Einmal BWLer, immer BWLer. Wer sein betriebswirtschaftliches Studium wirklich durchgezogen hat und dann "umsattelt", der kommt aus dieser Art zu Denken i.W. ja nicht raus. Viel mehr wird alles durch weiteres Wissen bzw. andere Denkmuster ergänzt und nicht ersetzt. Das schafft Synergien, die gerade durch das BWL-Studium möglich werden.

Bei mir lief das übrigens in Richtung Ghostwriting neben dem Trainee in der Bank usw.

antworten
WiWi Gast

Wer hat sich von BWL und "Karriere" verabschiedet?

WiWi Gast schrieb am 31.05.2021:

Sein Studienfach sollte man m.E. nach Interesse wählen. Wenn das dann heißt, dass man sein Wissen anwendet, um einen Betrieb aufzubauen, ganz gleich welcher Größe, dann hat man ja i.W. nicht umgesattelt.

Einmal BWLer, immer BWLer. Wer sein betriebswirtschaftliches Studium wirklich durchgezogen hat und dann "umsattelt", der kommt aus dieser Art zu Denken i.W. ja nicht raus. Viel mehr wird alles durch weiteres Wissen bzw. andere Denkmuster ergänzt und nicht ersetzt. Das schafft Synergien, die gerade durch das BWL-Studium möglich werden.

Bei mir lief das übrigens in Richtung Ghostwriting neben dem Trainee in der Bank usw.

Klar, an sich hast du natürlich Recht. Ist durchaus schwierig für mich die Grenze zu ziehen, wann man BWL macht und wann nicht mehr. Jemand, der nach dem BWL Studium beispielsweise Krankenschwester wird, hat recht eindeutig umgesattelt. Ich mit meinem Imbiss mache eigentlich immer noch BWL. Sogar funktionell allumfassend, wenn auch in kleinem Ausmaß. Ich wirtschafte in und mit meinem Betrieb. Auch andere machen Betriebswirtschaft, die auch einen Imbiss oder sonstiges haben, ohne dass sie je theoretisches Wissen dazu gelernt haben wie durch ein Studium.
Was ich eher meinte ist, ob sich jemand gegen eine Karriere entschieden hat, bei der die betriebswirtschaftlichen Themen den Arbeitsschwerpunkt bilden.
Dazu gehören für mich zwei Bereiche:

1: Unternehmensberatung. Diese befassen sich mit allerlei betriebswirtschaftlichen Strukturen und Prozessen, um diese zu verändern, zu optimieren oder zu implementieren. BWL ist der Arbeits- und Handelsgegenstand.

  1. Tätigkeit in den Funktionen der BWL. Also beispielsweise Arbeitsschwerpunkte in Marketing, Personal, Logistik, Rechnungswesen oder auch spezifischere Ausprägungen wie Strategie, Analyse etc. Würde sowas als klassische BWL Karriere sehen, auf die das BWL Studium vorbereitet. Hier ist also die jeweilige Funktion Arbeitsschwerpunkt.

In beiden Bereichen stehen komplexe BWL Themen im Fokus der Arbeit. Bei meinem Imbiss nicht, sie werden nur zweckmäßig angewandt.
Daher würde ich sagen, dass sich auch jemand von der BWL Karriere abgewandt hat, der nach dem BWL Studium lieber im Supermarkt an der Kasse sitzt und Regale einräumt anstatt eine Leitungsposition einzunehmen. An der Kasse sitzen ist auch Teil der kaufmännischen Arbeit, aber eben nicht das, worauf ein Studium vorbereitet hat.

antworten
WiWi Gast

Wer hat sich von BWL und "Karriere" verabschiedet?

Ich hatte den Bachelor und den Master in BWL mit sehr guten Noten abgeschlossen. Aber das Studium, die Inhalte und auch die Arbeitsweise in der Praxis haben mich total angewidert. Seit 5 Jahren arbeite ich nur in einem fachfremden 450€ Job, der mir mehr Spaß macht und mehr bewegung bietet als jeder Bürojob. Das reicht mir. Wohne umsonst. Habe massig Zeit für mich und kann mir eigentlich alles leisten, weil meine Hobbys nicht viel kosten. Spare sogar noch rund 50€ monatlich und mache ab und zu ein paar Geschäfte über eBay.

antworten

Artikel zu Karriere

Leidenschaft für den Erfolg – Interview mit Rekord-Weltmeister Thomas Lurz

Das Foto zeigt den Open Water Schwimmer Thomas Lurz im Porttrait.

Thomas Lurz ist 12-facher Rekord-Weltmeister mit zwei Olympiamedaillen. Über mehr als 10 Jahre galt er als bester Freiwasserschwimmer der Welt. Parallel dazu ist er Redner, Coach und Autor. Wie gelingt so eine Traumkarriere? Mit WiWi-TReFF hat er über die Erfolgsfaktoren seiner Doppelkarriere gesprochen.

Die gesunde Karriere: Erfolg von Anfang an - Einleitung

Die gesunde Karriere: Portraitbild vom Autor Günter F. Gross

In dieser neuen Serie liefert der Erfolgstratege und Bestsellerautor Günter F. Gross zusammen mit WiWi-TReFF Tipps und Sofortprogramme für eine gesunde Karriere und den Erfolg von Anfang an.

Die gesunde Karriere: Teil 1 - Zeit ist der Rohstoff des Lebens

Die gesunde Karriere: Portraitbild vom Autor Günter F. Gross

In dieser neuen Serie liefert der Erfolgstratege und Bestsellerautor Günter F. Gross zusammen mit WiWi-TReFF Tipps und Sofortprogramme für eine gesunde Karriere und den Erfolg von Anfang an.

Die gesunde Karriere: Teil 2 - Werden Sie schneller!

Die gesunde Karriere: Portraitbild vom Autor Günter F. Gross

In dieser neuen Serie liefert der Erfolgstratege und Bestsellerautor Günter F. Gross zusammen mit WiWi-TReFF Tipps und Sofortprogramme für eine gesunde Karriere und den Erfolg von Anfang an. Gross rät: »Werden Sie schneller! - Vorankommen vitalisiert!«

Die gesunde Karriere: Teil 3 - Bedanken Sie sich!

Die gesunde Karriere: Portraitbild vom Autor Günter F. Gross

In dieser neuen Serie liefert der Erfolgstratege und Bestsellerautor Günter F. Gross zusammen mit WiWi-TReFF Tipps und Sofortprogramme für eine gesunde Karriere und den Erfolg von Anfang an. Gross rät: »Bedanken Sie sich, denn Bedanken ist positive Stimmungsgestaltung!«

Die gesunde Karriere: Teil 4 - Bereichern Sie Ihren Gesprächspartner!

Die gesunde Karriere: Portraitbild vom Autor Günter F. Gross

In dieser neuen Serie liefert der Erfolgstratege und Bestsellerautor Günter F. Gross zusammen mit WiWi-TReFF Tipps und Sofortprogramme für eine gesunde Karriere und den Erfolg von Anfang an. Gross rät: »Bereichern Sie Ihren Gesprächspartner!«

Die gesunde Karriere: Teil 5 - Bestimmen Sie Ihre Stimmung selbst!

Die gesunde Karriere: Portraitbild vom Autor Günter F. Gross

In dieser neuen Serie liefert der Erfolgstratege und Bestsellerautor Günter F. Gross zusammen mit WiWi-TReFF Tipps und Sofortprogramme für eine gesunde Karriere und den Erfolg von Anfang an. Gross rät: »Bestimmen Sie Ihre Stimmung selbst! Überlassen Sie das nicht den Verhältnissen.«

E-Book: Familie UND Führungsposition

Cover des E-Book-Ratgebers "Familie UND Führungsposition" der Initative Erfolgsfaktor Familie

Der Leitfaden richtet sich an Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, die in einer Führungsposition sind und mehr Freiraum für die Familie brauchen. Er zeigt, wie sich Führungsaufgaben und Familie vereinbaren lassen und welche Arbeitsmodelle und Maßnahmen im Berufsalltag dabei helfen, Familie und berufliches Fortkommen unter einen Hut zu bringen.

Wer seinen Job liebt, ist erfolgreicher

Ein Mann läuft auf einer Rolltreppe hoch.

StepStone Umfrage: Drei von vier Deutschen üben ihren Beruf leidenschaftlich gerne aus - im Europavergleich nur Durchschnitt. 61 Prozent aller Befragten glauben darüber hinaus, dass sie ihren Job deshalb besser machen.

Gute Aufstiegschancen für Bachelor-Absolventen

Die Unternehmen sind mit den Fähigkeiten der neuen Studienabgänger recht zufrieden. Deshalb starten Bachelor, die gleich nach dem Studienabschluss ins Berufsleben einsteigen, meist auf den gleichen Positionen wie Diplom-Absolventen und erzielen auch vergleichbare Gehälter.

Hoher Bildungsabschluss vervielfacht Berufschancen

Drei Legomännchen mit einem Büro im Hintergrund.

Im Jahr 2005 waren in Deutschland 16,2 Prozent der Erwerbspersonen mit einfachem formalem Bildungsniveau erwerbslos, aber nur 5,3 Prozent derjenigen mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss.

Stipendiaten-Studie »Wissenschaft und Karriere«

DFG-Stipendien

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Studie Wissenschaft und Karriere - Erfahrungen und Werdegänge ehemaliger Stipendiaten der Deutschen Forschungsgemeinschaft publiziert.

Buch-Tipp: Was hätte Machiavelli getan?

Stanley Bing Was hätte Machiavelli getan

Bosheiten für Manager. Von Stanley Bing

Jobwechsel ist häufigster Grund für Gehaltserhöhungen

Gehaltserhöhung: Ein Junger man im Sprung symolisiert einen Jobwechsel mit Gehaltssprung

Eine hohe Firmentreue sorgt nicht für ein Lohnplus. Bei jedem dritten Deutschen war der Grund für die letzte Gehaltssteigerung ein Jobwechsel. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie mit 1.000 Arbeitnehmern des Personaldienstleisters Robert Half.

Abfindung für eigene Kündigung steigert Mitarbeiterzufriedenheit

Ein Schild mit der Aufschrift "Exit - Thank you for Visiting" symbolisiert das Thema der Abfindung für die Mitarbeiterzufriedenheit.

Der Ansatz klingt zunächst unlogisch: Amazon gibt seinen Mitarbeitern in den USA die Möglichkeit, zu kündigen und dabei noch bis zu 5.000 Dollar Abfindung zu kassieren. Die einzige Bedingung: Sie dürfen sich nicht noch einmal dort bewerben. Warum der Konzern das anbietet und wieso das sinnvoll sein kann, kommentiert Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & France bei Robert Half.

Antworten auf Wer hat sich von BWL und "Karriere" verabschiedet?

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 4 Beiträge

Diskussionen zu Karriere

Weitere Themen aus Jobwechsel & Exit