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Top 5 % Bestverdiener

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Laut der Statistik gehören in Deutschland diejenigen zu Top 5% Bestverdiener, die ca. 84000 Euro brutto im Jahr verdienen. Ausgehend von 36,5 Mio Erwerbstätigen, sind das 1,8 Mio Personen. Vermutlich gehören dazu sämtliche erfahrene Ärzte, Rechtsanwälte, BWL'er, Manager, erfolgreiche Unternehmer und Freiberufler. Die Statistik erscheint mir persönlich auch glaubhaft.

In den benachbarten europäischen Ländern sind die Zahlen für die Top 5 % der Bestverdiener auch nicht viel anders: Niederlande 70.000 Euro, UK 87.000 GBP, Schweiz 165.000 CHF (wobei das Preisniveau auch ca. 2x vom deutschen ist)

Dagegen in den USA sollten die Top 5% Bestverdiener 335.000 USD bekommen und mit 167.000 USD gehört man immer noch zu Top 10%.

Wie ist der große Unterschied zu erklären? Verdienen die Amerikaner wirklich das Vielfache von den Europäern oder gibt es in den USA das Vielfache von den Ärzten, Rechtsanwälten, gut bezahlten Topmanager, Unternehmer, und zwar als ein wesentlicher Bevölkerungsanteil?

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Die USA haben einen deutlich größeren Spread bei Einkommen und Vermögen, weil dort dem Kapitalismus mehr Raum gelassen wird. Dazu kommen die extrem hohen Studiengebühren. Wenn du 200k+ in deinen Abschluss gesteckt hast, sind sechsstellige Gehälter einfach notwendig, damit sich das rechnet. Daher liegen auch junge Ärzte schnell bei 200-250k, wozu du in Deutschland Mitte 40 o.ä. sein musst. Außerdem sind die USA super wirtschaftsstark und gerade in Branchen wie der Tech Industry oder Finanz kann man auch gut Skaleneffekte schaffen und den Top Leuten viel zahlen - was aber in der Bay Area oder NYC auch notwendig ist.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Bekomme auch 85k und bin weit davon entfernt zu der 5% upper class zu gehören.

Da ich nix geerbt habe werde ich mir auch kein Haus in begehrten Wohngegenden kaufen können da diese ab 650k aufwärts kosten.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 08.05.2024:

Laut der Statistik gehören in Deutschland diejenigen zu Top 5% Bestverdiener, die ca. 84000 Euro brutto im Jahr verdienen. Ausgehend von 36,5 Mio Erwerbstätigen, sind das 1,8 Mio Personen. Vermutlich gehören dazu sämtliche erfahrene Ärzte, Rechtsanwälte, BWL'er, Manager, erfolgreiche Unternehmer und Freiberufler. Die Statistik erscheint mir persönlich auch glaubhaft.

In den benachbarten europäischen Ländern sind die Zahlen für die Top 5 % der Bestverdiener auch nicht viel anders: Niederlande 70.000 Euro, UK 87.000 GBP, Schweiz 165.000 CHF (wobei das Preisniveau auch ca. 2x vom deutschen ist)

Dagegen in den USA sollten die Top 5% Bestverdiener 335.000 USD bekommen und mit 167.000 USD gehört man immer noch zu Top 10%.

Wie ist der große Unterschied zu erklären? Verdienen die Amerikaner wirklich das Vielfache von den Europäern oder gibt es in den USA das Vielfache von den Ärzten, Rechtsanwälten, gut bezahlten Topmanager, Unternehmer, und zwar als ein wesentlicher Bevölkerungsanteil?

wie viel wuerdest du brutto verdienen, wenn du keine Sozialabgaben bezahlen muesstest? In Amerika kriegst du halt alles und du musst dann selber alles selbst zahlen.
Hier in DE teilen wir uns die Abgaben 50:50. Du kostest dein AG mehr als die 84k

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Die Logik kann ich nicht nachvollziehen: Wenn du so argumentierst würde das ja heißen: Ich verdiene 84 000 und das Delta zu den 330 000 in den USA kommt daher, dass die Differenz in die Sozialkassen eingezahlt wird.
Die Erklärung geht eher in die Richtung: Erfolgreiche Firmen beteiligen ihre Mitarbeiter am Gewinn besser, dass mittlere Management arbeitet dann auch mehr und härter.
In Europa fährt man den Ansatz, die Gehälter marktüblich zu zahlen.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

WiWi Gast schrieb am 08.05.2024:

wie viel wuerdest du brutto verdienen, wenn du keine Sozialabgaben bezahlen muesstest? In Amerika kriegst du halt alles und du musst dann selber alles selbst zahlen.
Hier in DE teilen wir uns die Abgaben 50:50. Du kostest dein AG mehr als die 84k

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 08.05.2024:

Laut der Statistik gehören in Deutschland diejenigen zu Top 5% Bestverdiener, die ca. 84000 Euro brutto im Jahr verdienen. Ausgehend von 36,5 Mio Erwerbstätigen, sind das 1,8 Mio Personen. Vermutlich gehören dazu sämtliche erfahrene Ärzte, Rechtsanwälte, BWL'er, Manager, erfolgreiche Unternehmer und Freiberufler. Die Statistik erscheint mir persönlich auch glaubhaft.

In den benachbarten europäischen Ländern sind die Zahlen für die Top 5 % der Bestverdiener auch nicht viel anders: Niederlande 70.000 Euro, UK 87.000 GBP, Schweiz 165.000 CHF (wobei das Preisniveau auch ca. 2x vom deutschen ist)

Dagegen in den USA sollten die Top 5% Bestverdiener 335.000 USD bekommen und mit 167.000 USD gehört man immer noch zu Top 10%.

Wie ist der große Unterschied zu erklären? Verdienen die Amerikaner wirklich das Vielfache von den Europäern oder gibt es in den USA das Vielfache von den Ärzten, Rechtsanwälten, gut bezahlten Topmanager, Unternehmer, und zwar als ein wesentlicher Bevölkerungsanteil?

Könntest du bitte deine Statistik nennen, dass man mit 84k zu den Top 5% gehört?

Ich habe eben mal gegooggelt und kam auf ca. 100k für die top 10%, basierend auf Daten vom Finanzministerium:
https://www.merkur.de/wirtschaft/einkommen-wer-in-deutschland-zu-den-top-verdienern-gehoert-zr-92763819.html

Ein großer Unterschied zwischen USA und Deutschland ist bestimmt, dass in Deutschland der Anteil von Teilzeit-Beschäftigten deutlich höher ist. Bei Ärzten sind in Deutschland z.B. 35% in Teilzeit, i.e. gehören dann wahrscheinlich nicht mehr zu den Top 5% der Einkommen.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Bekomme auch 85k und bin weit davon entfernt zu der 5% upper class zu gehören.

Da ich nix geerbt habe werde ich mir auch kein Haus in begehrten Wohngegenden kaufen können da diese ab 650k aufwärts kosten.

Gleiches Schicksal hier. Ohne Erbe wird das meistens nichts.

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WiWi Gast

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In Amerika ist auch alles teurer. Geh da mal ins Valley oder NY und du kannst da auch im 100k relativ wenig anfangen. Abgesehen davon arbeiten die Amis auch einfach deutlich länger. Mag sein, dass es sich in den höheren Gefilden wieder angleicht, aber würde mich nicht wundern, wenn auch dort ein Unterschied herrscht.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Man darf die hohen Einkommen auch nur Hinblick auf die hohen Ausgaben sehen. Damit es sich lohnt, muss so und soviel verdient werden. Nur die Lohnsteuer darf man nicht isoliert betrachten. Auch der Staat und der Bundesstaat hat Ausgaben und brauch Einnahmen.

Beispielsweise zahlst du 1-2% Grundsteuer auf den Immobilienwert jährlich. Bei wären es dann eher 0,03 %. Kita und Schule kostet nichts. Ausbildung und Studium kostet nichts. Ich werde drei Kinder schuldenfrei durch ein Studium bringen.

Es ist ein bischen so wie West- und Ostgehälter. Angeblich hat man im Osten weniger Kosten, also gleich mal weniger Gehalt. (Es liegt aber auch an den Unternehmen und der Wirtschaftskraft das ist mir klar). Ich habe aber auch schonmal gehört: "Münchner Gehalt kassieren und dann im Osten Wohnen und Home Office machen gibt es nicht."

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 08.05.2024:

Laut der Statistik gehören in Deutschland diejenigen zu Top 5% Bestverdiener, die ca. 84000 Euro brutto im Jahr verdienen. Ausgehend von 36,5 Mio Erwerbstätigen, sind das 1,8 Mio Personen. Vermutlich gehören dazu sämtliche erfahrene Ärzte, Rechtsanwälte, BWL'er, Manager, erfolgreiche Unternehmer und Freiberufler. Die Statistik erscheint mir persönlich auch glaubhaft.

In den benachbarten europäischen Ländern sind die Zahlen für die Top 5 % der Bestverdiener auch nicht viel anders: Niederlande 70.000 Euro, UK 87.000 GBP, Schweiz 165.000 CHF (wobei das Preisniveau auch ca. 2x vom deutschen ist)

Dagegen in den USA sollten die Top 5% Bestverdiener 335.000 USD bekommen und mit 167.000 USD gehört man immer noch zu Top 10%.

Wie ist der große Unterschied zu erklären? Verdienen die Amerikaner wirklich das Vielfache von den Europäern oder gibt es in den USA das Vielfache von den Ärzten, Rechtsanwälten, gut bezahlten Topmanager, Unternehmer, und zwar als ein wesentlicher Bevölkerungsanteil?

Nach meiner Kenntnis reichen 84.000 € p.a. nichtmal für die oberen 10 %, wo hast du die Zahlen her? Link?

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WiWi Gast

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Schwachsinn.... als ob die bei Google nichts zahlen als Arbeitgeber hinsichtlich KV etc...

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

wie viel wuerdest du brutto verdienen, wenn du keine Sozialabgaben bezahlen muesstest? In Amerika kriegst du halt alles und du musst dann selber alles selbst zahlen.
Hier in DE teilen wir uns die Abgaben 50:50. Du kostest dein AG mehr als die 84k

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Wo wohnst du denn ? Was gibst du für Miete aus?

Weil 85k sind grundsätzlich nicht wenig.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Bekomme auch 85k und bin weit davon entfernt zu der 5% upper class zu gehören.

Da ich nix geerbt habe werde ich mir auch kein Haus in begehrten Wohngegenden kaufen können da diese ab 650k aufwärts kosten.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

www.einkommensverteilung.eu/deutschland/

84.000 Top 5%
106.000 Top 3 %

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Nach meiner Kenntnis reichen 84.000 € p.a. nichtmal für die oberen 10 %, wo hast du die Zahlen her? Link?

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

genau das habe ich mich auch gefragt.

Ausgehend von der Statistik sind die Gutverdiener in den USA besser aufgehoben. Wenn es in Europa sein muss, dass man zu Top 5% oder Top 3% gehören muss und ein „normales“ Lebensstandard führen zu können, reicht es scheinbar in den USA zu Top 10% (167.000 USD) oder gar zu Top 20 % (130.000 USD). Das würdet bedeuten, das es dadrüber wesentlich einfacher sein sollte den gleichen Lebensstandard zu erreichen.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Bekomme auch 85k und bin weit davon entfernt zu der 5% upper class zu gehören.

Da ich nix geerbt habe werde ich mir auch kein Haus in begehrten Wohngegenden kaufen können da diese ab 650k aufwärts kosten.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Es gibt diese offizielle Information.
www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Lohnsteuer-Einkommensteuer/Tabellen/steueraufkommen.html

Ein Steuerpflichtiger hier ist aber auch ein gemeinsam veranlagtes Paar.

Das ist Datenbasis 2019, für 2024 müssen da schonmal 20 % oben drauf. Dann stehen da bei den oberen 5 % schon ca. 140.000 € und bei den oberen 10% ca. 104.000 €. Auch wenn dort zusammen veranlagte Ehepartner berücksichtigt sind gehört man mit 84.000 € Jahresbrutto in Deutschland definitiv nicht zu den oberen 10 %, geschweigedenn 5 %.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Das ist Datenbasis 2019, für 2024 müssen da schonmal 20 % oben drauf. Dann stehen da bei den oberen 5 % schon ca. 140.000 € und bei den oberen 10% ca. 104.000 €. Auch wenn dort zusammen veranlagte Ehepartner berücksichtigt sind gehört man mit 84.000 € Jahresbrutto in Deutschland definitiv nicht zu den oberen 10 %, geschweigedenn 5 %.

Warum sollten sich seit 2019 flächendeckend die Löhne +20% entwickelt haben???

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Unter den 100 Prozent sind auch geringfügig beschäftigte, Teilzeit usw.

Mit 85k bist du unter normal Vollzeitbeschäftigten gefühlt unter den Top 30 %- unter Akademikern top 40 % und unter wiwi, Ärzten, Anwalt UB IB usw wohl eher unter Durchschnitt.

“Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast”

Ich habe viele bekannte mit nicht Akademiker berufen und da verdienen die meisten 60-80k inkl Zulagen usw.

Was hier aber evtl. noch reinspielt ist die Frage, ob “zu versteuerndes Jahreseinkommen oder Gehalt zu Grunde gelegt wird. Denn wenn es erster es ist, dann brauchst du 100k, um am Ende 85k zu versteuern wg Freibetrag usw

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Das ist Datenbasis 2019, für 2024 müssen da schonmal 20 % oben drauf. Dann stehen da bei den oberen 5 % schon ca. 140.000 € und bei den oberen 10% ca. 104.000 €. Auch wenn dort zusammen veranlagte Ehepartner berücksichtigt sind gehört man mit 84.000 € Jahresbrutto in Deutschland definitiv nicht zu den oberen 10 %, geschweigedenn 5 %.

Natürlich gehört man das. Wenn du wirklich denkst, dass du einmal quer durch Deutschland laufen kannst und mehr als jede 10. Person, an der du vorbei läufst, über 84.000€ verdient, dann bist du wirklich absolut realitätsfern. Ich würde schätzen Top 5% kommt hin!

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WiWi Gast

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In den USA verdienen die so viel weil die auch so viel verdienen müssen.

Vergiss bitte nicht, dass leute mit so hohem Einkommen auch locker die 200k+ nach dem Studium abbezahlen dürfen, da viele Unis 40k+ pro Semester kosten. Mal ganz davon abgesehen musst du deine ganzen Sozialversicherungsbeiträge selber zahlen, und wenn du in NYC, LA oder Silicon Valley (3 von sehr vielen Orten die immens teuer sind) sind 100-200k auch einfach echt nicht viel, so krank sich das auch anhört. Bitte nicht fantasieren, dass USA so tolle Gehälter zahlt, da bist du im Median gesehen nicht unbedingt besser dran als hier in DE (mal ganz davon abgesehen, dass DE weitaus bessere Rechte für AN hat)

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Das ist Datenbasis 2019, für 2024 müssen da schonmal 20 % oben drauf. Dann stehen da bei den oberen 5 % schon ca. 140.000 € und bei den oberen 10% ca. 104.000 €. Auch wenn dort zusammen veranlagte Ehepartner berücksichtigt sind gehört man mit 84.000 € Jahresbrutto in Deutschland definitiv nicht zu den oberen 10 %, geschweigedenn 5 %.

Diese Logik erschließt sich mir nicht. Es gibt potentiell 15 Mio Steuerpflichtige, bei denen der Partner noch mitverdient. Und wie kommst auf 20% von 2019 auf 2024? Im IGM Reich gab es diese Steigerung bspw. nicht.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Das ist Datenbasis 2019, für 2024 müssen da schonmal 20 % oben drauf. Dann stehen da bei den oberen 5 % schon ca. 140.000 € und bei den oberen 10% ca. 104.000 €. Auch wenn dort zusammen veranlagte Ehepartner berücksichtigt sind gehört man mit 84.000 € Jahresbrutto in Deutschland definitiv nicht zu den oberen 10 %, geschweigedenn 5 %

Und noch ein Punkt. Es gibt in der Statistik um alle Einkünfte. Wenn jemand noch Mieteinnahmen hat, zählt das auch dazu. Es gibt auch eine Tabelle auf der Seite mit dem individuellen Bruttolohn, dort schaut es ganz anders aus.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 08.05.2024:

Laut der Statistik gehören in Deutschland diejenigen zu Top 5% Bestverdiener, die ca. 84000 Euro brutto im Jahr verdienen. Ausgehend von 36,5 Mio Erwerbstätigen, sind das 1,8 Mio Personen. Vermutlich gehören dazu sämtliche erfahrene Ärzte, Rechtsanwälte, BWL'er, Manager, erfolgreiche Unternehmer und Freiberufler. Die Statistik erscheint mir persönlich auch glaubhaft.

In den benachbarten europäischen Ländern sind die Zahlen für die Top 5 % der Bestverdiener auch nicht viel anders: Niederlande 70.000 Euro, UK 87.000 GBP, Schweiz 165.000 CHF (wobei das Preisniveau auch ca. 2x vom deutschen ist)

Dagegen in den USA sollten die Top 5% Bestverdiener 335.000 USD bekommen und mit 167.000 USD gehört man immer noch zu Top 10%.

Wie ist der große Unterschied zu erklären? Verdienen die Amerikaner wirklich das Vielfache von den Europäern oder gibt es in den USA das Vielfache von den Ärzten, Rechtsanwälten, gut bezahlten Topmanager, Unternehmer, und zwar als ein wesentlicher Bevölkerungsanteil?

CH Preisniveau ist nicht 2x vom deutschen. Warst du mal da? Das liegt maximal 1/3 über dem Deutschen.

Und zur Info: Google hat kürzlich eine Menge Mitarbeiter in den USA entlassen und expandiert in München (der teuersten deutschen Stadt) mit der Begründung, dass es viel günstiger sei. Für die gleichen Jobs, also ist die These mit mehr Ärzten etc. falsch (Amerikanische Krankenschwestern verdienen mehr als deutsche Ärzte). Westeuropa ist für die USA das, was Osteuropa oder Indien für Europa ist.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Die USA haben einen deutlich größeren Spread bei Einkommen und Vermögen, weil dort dem Kapitalismus mehr Raum gelassen wird. Dazu kommen die extrem hohen Studiengebühren. Wenn du 200k+ in deinen Abschluss gesteckt hast, sind sechsstellige Gehälter einfach notwendig, damit sich das rechnet. Daher liegen auch junge Ärzte schnell bei 200-250k, wozu du in Deutschland Mitte 40 o.ä. sein musst. Außerdem sind die USA super wirtschaftsstark und gerade in Branchen wie der Tech Industry oder Finanz kann man auch gut Skaleneffekte schaffen und den Top Leuten viel zahlen - was aber in der Bay Area oder NYC auch notwendig ist.

Mit den Gehältern ist der durchschnittliche Student Loan (der bei 35k liegt) in einem Jahr abbezahlt. Der Rest ist mehr fürs Leben

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Das ist Datenbasis 2019, für 2024 müssen da schonmal 20 % oben drauf. Dann stehen da bei den oberen 5 % schon ca. 140.000 € und bei den oberen 10% ca. 104.000 €. Auch wenn dort zusammen veranlagte Ehepartner berücksichtigt sind gehört man mit 84.000 € Jahresbrutto in Deutschland definitiv nicht zu den oberen 10 %, geschweigedenn 5 %.

Wo gab es denn bitte 20% Lohnsteigerungen im Durchschnitt? Die Lohnerhöhungen waren weit unter der Inflation.

Schau dir den Rechner des IW Köln an. Mit 66k Brutto gehört man zu den 10%. Wer hier bleibt nimmt in Kaif, dass er im Vergleich zum Amerikaner immer arm sein wird.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Wo gab es denn bitte 20% Lohnsteigerungen im Durchschnitt? Die Lohnerhöhungen waren weit unter der Inflation.

Schau dir den Rechner des IW Köln an. Mit 66k Brutto gehört man zu den 10%. Wer hier bleibt nimmt in Kaif, dass er im Vergleich zum Amerikaner immer arm sein wird.

In dem Rechner von IW Köln geht es um bedarfsgewichtete Nettoeinkommen und dazu noch auf dem Datenstand von 2017. Ungeeigneter für so eine Diskussion geht kaum noch.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Jeder der mal im Valley gearbeitet hat weiß, dass 200k nix sind… Kosten astronomisch

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

In den USA verdienen die so viel weil die auch so viel verdienen müssen.

Vergiss bitte nicht, dass leute mit so hohem Einkommen auch locker die 200k+ nach dem Studium abbezahlen dürfen, da viele Unis 40k+ pro Semester kosten. Mal ganz davon abgesehen musst du deine ganzen Sozialversicherungsbeiträge selber zahlen, und wenn du in NYC, LA oder Silicon Valley (3 von sehr vielen Orten die immens teuer sind) sind 100-200k auch einfach echt nicht viel, so krank sich das auch anhört. Bitte nicht fantasieren, dass USA so tolle Gehälter zahlt, da bist du im Median gesehen nicht unbedingt besser dran als hier in DE (mal ganz davon abgesehen, dass DE weitaus bessere Rechte für AN hat)

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Wenn man in den USA einen guten Job hat bezahlt der Arbeitgeber 100% der Krankenversicherung.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

wie viel wuerdest du brutto verdienen, wenn du keine Sozialabgaben bezahlen muesstest? In Amerika kriegst du halt alles und du musst dann selber alles selbst zahlen.
Hier in DE teilen wir uns die Abgaben 50:50. Du kostest dein AG mehr als die 84k

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Doch, auf einem Dorf geht das immer noch. In der Stadt reicht es dann nur für eine bescheidene Eigentumswohnung.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Gleiches Schicksal hier. Ohne Erbe wird das meistens nichts.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Auch in den USA gibt es Stipendien und Unis, die kostenlos sind.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

In den USA verdienen die so viel weil die auch so viel verdienen müssen.

Vergiss bitte nicht, dass leute mit so hohem Einkommen auch locker die 200k+ nach dem Studium abbezahlen dürfen, da viele Unis 40k+ pro Semester kosten. Mal ganz davon abgesehen musst du deine ganzen Sozialversicherungsbeiträge selber zahlen, und wenn du in NYC, LA oder Silicon Valley (3 von sehr vielen Orten die immens teuer sind) sind 100-200k auch einfach echt nicht viel, so krank sich das auch anhört. Bitte nicht fantasieren, dass USA so tolle Gehälter zahlt, da bist du im Median gesehen nicht unbedingt besser dran als hier in DE (mal ganz davon abgesehen, dass DE weitaus bessere Rechte für AN hat)

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Träumt weiter...
Die Statistik sagt 74.580 USD durchschnittliches US Haushaltseinkommen in 2022.

Der 08/15 Akademiker kann als Bachelor mit rund 61k USD p. a. rechnen (Medianwert pro Kopf über alle Jahrgänge, 2022). Selbst im hochgelobten CA schaut es nicht so toll aus wie immer erzählt wird:

Zitat census.gov
" In 2022, general business degree holders living in San Francisco-Oakland-Berkeley, CA had median annual earnings of $114,500(...)".

Nur 11,9 % der Haushalte liegen in den USA über 200k USD p. a.

Selbst das Median Haushaltseinkommen p. a. mit "doctoral degree" lag 2019 nur bei 142k, mit Master Abschluss bei 117k. Das individual income lag mit doctoral degree bei rund 102k.

Eine arbeitgeberfinanzierte Krankenversicherung bringt dir übrigens auch recht wenig, wenn du morgen gekündigt wirst. Selbst langjährige Mitarbeiter von Big Tech mussten kürzlich erfahren, wieviel ihr tolles Know-how im Zweifelsfall wert ist. Und das sind die Elite Angestellten.

Hier noch ein paar weitere Nachteile der USA, die bei uns aufgrund der bösen Abgaben größtenteils wegfallen:

  • kein Recht auf bezahlte Feier-/Krankheitstage
  • keine Elternzeit
  • kein Kindergeld
  • Risiken für Gesundheit, Arbeitslosigkeit und Pflege müssen privat abgesichert werden oder sind komplett vom Arbeitgeber abhängig
  • quasi kein Kündigungsschutz (s. Entlassungswelle bei Big Tech)
  • deutlich geringerer Urlaubsanspruch
  • sehr hohe Bildungskosten für sich selbst und die Kinder
  • sehr schlechter ÖPNV
  • Welteinkommen steuerpflichtig in den USA trotz Wohnsitz im Ausland (für US-Bürger/Greencard-Inhaber)

Die Mär vom tollen Akademikerleben in den USA hält sich halt hartnäckig, auch wenn es einige sehr gut bezahlte Jobs/Rollen mit hohem Nettogehalt tatsächlich gibt.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Wo gab es denn bitte 20% Lohnsteigerungen im Durchschnitt? Die Lohnerhöhungen waren weit unter der Inflation.

Schau dir den Rechner des IW Köln an. Mit 66k Brutto gehört man zu den 10%. Wer hier bleibt nimmt in Kaif, dass er im Vergleich zum Amerikaner immer arm sein wird.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Natürlich gehört man das. Wenn du wirklich denkst, dass du einmal quer durch Deutschland laufen kannst und mehr als jede 10. Person, an der du vorbei läufst, über 84.000€ verdient, dann bist du wirklich absolut realitätsfern. Ich würde schätzen Top 5% kommt hin!

Es geht nicht um jede 10. Person sondern um jede 10. erwerbstätige Person. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist ja gar nicht erwerbstätig. Mit 84.000 € Jahresbrutto gehört man in 2024 definitiv nicht zu den oberen 10 % in der Einkommensverteilung.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Wo gab es denn bitte 20% Lohnsteigerungen im Durchschnitt? Die Lohnerhöhungen waren weit unter der Inflation.

Schau dir den Rechner des IW Köln an. Mit 66k Brutto gehört man zu den 10%. Wer hier bleibt nimmt in Kaif, dass er im Vergleich zum Amerikaner immer arm sein wird.

Der Rechner des IW Köln bezieht sich nach meiner Kenntnis auf Netto Löhne und hat eine noch ältere Datenbasis.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

66k und Top 10%. Genau quasi auf einer Höher mit den Eigentümern von Siemens.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Schau dir den Rechner des IW Köln an. Mit 66k Brutto gehört man zu den 10%. Wer hier bleibt nimmt in Kaif, dass er im Vergleich zum Amerikaner immer arm sein wird.

So ist es. Ich hatte letztes Jahr umgerechnet 230k EUR in Texas. Waren netto gut 160k (nach guter Kranken- und gesetzl. Sozialversicherung). Ich bin mitte 30 und Teamleiter in einem Konzern. Als gut ausgebildeter Akademiker ohne größere gesundheitliche Probleme ist meine Kaufkraft in den Staaten mindestens doppelt so hoch wie in DE. Die Arbeitsbedingungen sind als Führungskraft auch besser, da man sich nicht mit Betriebsräten und monatelangen Ausfallzeiten herumschlagen muss.

Es gäbe hier Aufstände, wäre die US-Mittelschicht plötzlich mit den Lebensrealitäten ihrer EU-Gegenüber konfrontiert (niedrigere Einkommen, höhere Steuern, ähnliche Wohnkosten bei viel weniger Platz, viel höhere Energiekosten). In Deutschland werden gerne die Ränder der Gesellschaften verglichen, und klar geht es dir als Arbeitsloser in Deutschland besser als in Texas. Aber fast jeder mit ein paar marktgängigen Skills und ohne gesundheitliche Probleme stünde in den USA finanziell und bzgl. Lifestyle deutlich besser da.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Jeder der mal im Valley gearbeitet hat weiß, dass 200k nix sind… Kosten astronomisch

aber 200k gibts auch in wesentlich günstigeren Gegenden. Es wurde in einem anderen Thread das Beispiel von Somerset NJ mit nem Medianeinkommen auf Silicon Valley level genannt da kosten Freistehende Häuser (echte Häuser mit >200m2 und keine Hundehütten mit 80-120m2 wie hier) 400k.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

In dem Rechner von IW Köln geht es um bedarfsgewichtete Nettoeinkommen und dazu noch auf dem Datenstand von 2017. Ungeeigneter für so eine Diskussion geht kaum noch.

Rechne 12% drauf, was der durchschnittlichen Lohnsteigerung bis 2023 entspricht und dann hast du es. Die 66k sind bezogen auf einen Single, verheiratet sind es halt sogar noch weniger...

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

In dem Rechner von IW Köln geht es um bedarfsgewichtete Nettoeinkommen und dazu noch auf dem Datenstand von 2017. Ungeeigneter für so eine Diskussion geht kaum noch.

  1. Lohnsteigerungen in der Privatwirtschaft waren seit 2019 unterhalb der Inflation. Es ist damit sogar overstated.
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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Natürlich gehört man das. Wenn du wirklich denkst, dass du einmal quer durch Deutschland laufen kannst und mehr als jede 10. Person, an der du vorbei läufst, über 84.000€ verdient, dann bist du wirklich absolut realitätsfern. Ich würde schätzen Top 5% kommt hin!

Die 5% der Bevölkerung sind etwa 10% der Erwerbstätigen und etwa 15% der Vollzeitbeschäftigten. Der Vergleich der Statistiken des TE bezieht sich auf die Erwerbstätigen und nicht auf die Gesamt-Bevölkerung.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Warum bekommen die Top 5% in Rumänien weniger als die Top 5% in Deutschland? Ganz einfache Erklärung, Deutschland hat eine stärkere Wirtschaft als Rumänien. Dasselbe Prinzip trifft auf die USA zu. Die USA hat ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum, das durchschnittliche Einkommen in den USA ist signifikant über dem Deutschen und selbst das Medianeinkommen übersteigt das deutsche Medianeinkommen deutlich. Also warum sollten die Top 5% in den USA nicht mehr verdienen? Der durchschnittliche Absolvent in den USA ist mit 37k verschuldet. Unter den deutschen Hochschulabsolventen liegt der Schnitt bei ca. 8k.

Die unterschiedlich hohe Bezahlung kann also nicht durch die Studienkosten erklärt werden. Die Differenz der Studienschulden ist dann doch eher unbedeutend. Die Differenz hat der US-Absolvent im vergleich zum deutschen Absolvent schon im ersten Berufsjahr wieder eingeholt.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Unter den 100 Prozent sind auch geringfügig beschäftigte, Teilzeit usw.

Mit 85k bist du unter normal Vollzeitbeschäftigten gefühlt unter den Top 30 %- unter Akademikern top 40 % und unter wiwi, Ärzten, Anwalt UB IB usw wohl eher unter Durchschnitt.

“Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast”

Ich habe viele bekannte mit nicht Akademiker berufen und da verdienen die meisten 60-80k inkl Zulagen usw.

Was hier aber evtl. noch reinspielt ist die Frage, ob “zu versteuerndes Jahreseinkommen oder Gehalt zu Grunde gelegt wird. Denn wenn es erster es ist, dann brauchst du 100k, um am Ende 85k zu versteuern wg Freibetrag usw

Was bringt dieser Vergleich an der Stelle? Du könntest auch Führungskräfte in Konzernen als Vergleich nehmen, da verdient wohl jeder mehr als 85k . Ca. 36 Mio arbeiten nicht selbstständig, und 85k gehören dort zu Top 5-10%..

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Wo wohnst du denn ? Was gibst du für Miete aus?

Weil 85k sind grundsätzlich nicht wenig.

Wohne in Frankfurt in einer 68qm 3 Zimmer Butze und zahle 1250 kalt, 1570 warm. Fahre ein 7 Jahre altes Auto.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Die 5% der Bevölkerung sind etwa 10% der Erwerbstätigen und etwa 15% der Vollzeitbeschäftigten. Der Vergleich der Statistiken des TE bezieht sich auf die Erwerbstätigen und nicht auf die Gesamt-Bevölkerung.

Wenn man statt Firmenwagen lieber nen älteren Gebrauchten kauft kommt man besser weg und vom "Netto"(!) bleibt mehr über als bei einem der ein hohes Brutto hat aber sein Geld rausballert.

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Stefan_Sch

Top 5 % Bestverdiener

84.000 € reichen 2024 nicht mehr für die Top 10.

Dazu reicht ein Blick in die Statistik.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/_Grafik/_Interaktiv/verteilung-bruttomonatsverdienste-vollzeitbeschaeftigung.html

Um zu den Top 10 Bruttoeinkommen zu gehören, muss man heute mindestens 100.320 € verdienen.

m.focus.de/finanzen/news/mit-diesem-einkommen-gehoeren-sie-zu-den-top-verdienern_id_259555950.html

Für die Top 5 sind sogar 279.324 € pro Jahr nötig.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Siehste. Das macht nämlich viel aus. Ich zum Vergleich habe auch 85k und zahle 800€ Miete warm (55qm) ohne Auto (weil man im Zentrum in der Großstadt kein Auto braucht). Dafür spare ich knapp 2k/Monat und mache 5x im Jahr Urlaub.

WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Wohne in Frankfurt in einer 68qm 3 Zimmer Butze und zahle 1250 kalt, 1570 warm. Fahre ein 7 Jahre altes Auto.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Ich verdiene 90k und bin weit davon entfernt irgendein Upperclass Leben zu führen.

Ich wohne in einer kleinen zwei-Zimmer Wohnung, kostet 1.000 Euro warm, dazu Strom, Internet usw.. Kleine Eigentumswohnungen fangen hier ab 500.000 Euro an, werde ich mir nie leisten können.

Daran sieht man zwei Dinge:

  1. Wie lächerlich gering die Gehälter in Deutschland sind.
  2. Vermögen wird in Deutschland vererbt, nicht erarbeitet.
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WiWi Gast

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Stefan_Sch schrieb am 10.05.2024:

84.000 € reichen 2024 nicht mehr für die Top 10.

Dazu reicht ein Blick in die Statistik.

www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/_Grafik/_Interaktiv/verteilung-bruttomonatsverdienste-vollzeitbeschaeftigung.html

Um zu den Top 10 Bruttoeinkommen zu gehören, muss man heute mindestens 100.320 € verdienen.

m.focus.de/finanzen/news/mit-diesem-einkommen-gehoeren-sie-zu-den-top-verdienern_id_259555950.html

Für die Top 5 sind sogar 279.324 € pro Jahr nötig.

Wer lesen kann, ist im Vorteil. Top1% beginnen an 279.324. Und auch hier zählen alle Steuerpflichtigen, auch die mit Splittingverfahren. Die offizielle Schätzung kann jeder auf der Seite des Bundesfinanzministeriums nachlesen.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Dann machst du anscheinend was falsch. Bei dem Einkommen könntest Du locker 2k/Monat sparen. Das macht 24k p.a. Das macht z.B. in 5 Jahren 120k EK. Wenn du es investieren würdest (z.B. ETF), rechne die Rendite noch drauf. Wo ist also das Problem? Dann scheinst du dein Geld halt für andere Sachen "rauszuschmeißen" und nicht an der Optimierung deines Vermögens zu arbeiten. Das liegt aber weniger an dem Gehalt, sondern an dir persönlich... Ich habe ebenfalls eine 2ZW (800 € warm), spare 1,5k/Monat, habe jedoch "nur" 60k p.a.

WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Ich verdiene 90k und bin weit davon entfernt irgendein Upperclass Leben zu führen.

Ich wohne in einer kleinen zwei-Zimmer Wohnung, kostet 1.000 Euro warm, dazu Strom, Internet usw.. Kleine Eigentumswohnungen fangen hier ab 500.000 Euro an, werde ich mir nie leisten können.

Daran sieht man zwei Dinge:

  1. Wie lächerlich gering die Gehälter in Deutschland sind.
  2. Vermögen wird in Deutschland vererbt, nicht erarbeitet.
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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Ich verdiene 90k und bin weit davon entfernt irgendein Upperclass Leben zu führen.

Ich wohne in einer kleinen zwei-Zimmer Wohnung, kostet 1.000 Euro warm, dazu Strom, Internet usw.. Kleine Eigentumswohnungen fangen hier ab 500.000 Euro an, werde ich mir nie leisten können.

Daran sieht man zwei Dinge:

  1. Wie lächerlich gering die Gehälter in Deutschland sind.
  2. Vermögen wird in Deutschland vererbt, nicht erarbeitet.

Dann bist du vielleicht in ganz Deutschland Top 10% beim Einkommen aber in deiner Region maximal Top 30% oder weniger.

Daher in eine andere Region umziehen oder anfangen Gas zu geben.

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WiWi Gast

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Stefan_Sch schrieb am 10.05.2024:

84.000 € reichen 2024 nicht mehr für die Top 10.

Dazu reicht ein Blick in die Statistik.

www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/_Grafik/_Interaktiv/verteilung-bruttomonatsverdienste-vollzeitbeschaeftigung.html

Um zu den Top 10 Bruttoeinkommen zu gehören, muss man heute mindestens 100.320 € verdienen.

m.focus.de/finanzen/news/mit-diesem-einkommen-gehoeren-sie-zu-den-top-verdienern_id_259555950.html

Für die Top 5 sind sogar 279.324 € pro Jahr nötig.

Endlich mal ein Beitrag mit realistischen Zahlen zur Einkommensverteilung 2024. Danke!

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Ich verdiene 90k und bin weit davon entfernt irgendein Upperclass Leben zu führen.

Ich wohne in einer kleinen zwei-Zimmer Wohnung, kostet 1.000 Euro warm, dazu Strom, Internet usw.. Kleine Eigentumswohnungen fangen hier ab 500.000 Euro an, werde ich mir nie leisten können.

Daran sieht man zwei Dinge:

  1. Wie lächerlich gering die Gehälter in Deutschland sind.
  2. Vermögen wird in Deutschland vererbt, nicht erarbeitet.

Natürlich könntest du dir in ein paar Jahren eine 500.000€ Wohnung holen mit 90k, wenn du es wirklich willst…. Du hast je nach Steuersatz um die 4,5k netto im Monat mein Freund! Abtrag von 2,5-3k ist also ohne Probleme möglich… und bis dahin genug zur Seite legen für eine Anzahlung ist mit paar Jahren sparen auch drin.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Hast du dir die Zahlen von Destatis überhaupt angeschaut?

Ab 6.700 € brutto/Monat bist du in den oberen 10 %.
Ab 7.900 € bist du dann in den oberen 5 %.

Check mal die kumulierten Werte in der dort verlinkten CSV Datei.

Die Zahlen von Destatis passen auch nicht zu denen vom Fokus, selbst wenn man das entsprechende Veröffentlichungsjahr berücksichtigt.

Stefan_Sch schrieb am 10.05.2024:

84.000 € reichen 2024 nicht mehr für die Top 10.

Dazu reicht ein Blick in die Statistik.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/_Grafik/_Interaktiv/verteilung-bruttomonatsverdienste-vollzeitbeschaeftigung.html

Um zu den Top 10 Bruttoeinkommen zu gehören, muss man heute mindestens 100.320 € verdienen.

m.focus.de/finanzen/news/mit-diesem-einkommen-gehoeren-sie-zu-den-top-verdienern_id_259555950.html

Für die Top 5 sind sogar 279.324 € pro Jahr nötig.

Stefan_Sch schrieb am 10.05.2024:

84.000 € reichen 2024 nicht mehr für die Top 10.

Dazu reicht ein Blick in die Statistik.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/_Grafik/_Interaktiv/verteilung-bruttomonatsverdienste-vollzeitbeschaeftigung.html

Um zu den Top 10 Bruttoeinkommen zu gehören, muss man heute mindestens 100.320 € verdienen.

m.focus.de/finanzen/news/mit-diesem-einkommen-gehoeren-sie-zu-den-top-verdienern_id_259555950.html

Für die Top 5 sind sogar 279.324 € pro Jahr nötig.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Hast du dir die Zahlen von Destatis überhaupt angeschaut?

Ab 6.700 € brutto/Monat bist du in den oberen 10 %.
Ab 7.900 € bist du dann in den oberen 5 %.

Check mal die kumulierten Werte in der dort verlinkten CSV Datei.

Die Zahlen von Destatis passen auch nicht zu denen vom Fokus, selbst wenn man das entsprechende Veröffentlichungsjahr berücksichtigt.

Stefan_Sch schrieb am 10.05.2024:

Stefan_Sch schrieb am 10.05.2024:

Mit knapp € 7.000 Monatsbrutto bist du in München oder Erlangen jedenfalls maximal Top 40% und kannst dir weder eine adäquate Wohnung noch das Leben an sich leisten.

In Gera oder Erfurt wiederum wärst du der King mit dem Gehalt.

Darum macht ein solcher Vergleich auch immer nur lokal betrachtet Sinn.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Ich verdiene 90k und bin weit davon entfernt irgendein Upperclass Leben zu führen.

Ich wohne in einer kleinen zwei-Zimmer Wohnung, kostet 1.000 Euro warm, dazu Strom, Internet usw.. Kleine Eigentumswohnungen fangen hier ab 500.000 Euro an, werde ich mir nie leisten können.

Daran sieht man zwei Dinge:

  1. Wie lächerlich gering die Gehälter in Deutschland sind.
  2. Vermögen wird in Deutschland vererbt, nicht erarbeitet.

Was arbeitest du denn, dass du glaubst, dass dein Gehalt lächerlich gering ist?

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Es sind in Deutschland 57.000 EUR im Jahr brutto bei den Top 11,9%.

Nur 11,9 % der Haushalte liegen in den USA über 200k USD p. a.

Ich nehmen an, dass die Kaufkraft mit 200k USD brutto in den USA um einiges höher ist als mit 57.000 EUR brutto in Deutschland ist.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Träumt weiter...
Die Statistik sagt 74.580 USD durchschnittliches US Haushaltseinkommen in 2022.

Der 08/15 Akademiker kann als Bachelor mit rund 61k USD p. a. rechnen (Medianwert pro Kopf über alle Jahrgänge, 2022). Selbst im hochgelobten CA schaut es nicht so toll aus wie immer erzählt wird:

Zitat census.gov
" In 2022, general business degree holders living in San Francisco-Oakland-Berkeley, CA had median annual earnings of $114,500(...)".

Nur 11,9 % der Haushalte liegen in den USA über 200k USD p. a.

Selbst das Median Haushaltseinkommen p. a. mit "doctoral degree" lag 2019 nur bei 142k, mit Master Abschluss bei 117k. Das individual income lag mit doctoral degree bei rund 102k.

Eine arbeitgeberfinanzierte Krankenversicherung bringt dir übrigens auch recht wenig, wenn du morgen gekündigt wirst. Selbst langjährige Mitarbeiter von Big Tech mussten kürzlich erfahren, wieviel ihr tolles Know-how im Zweifelsfall wert ist. Und das sind die Elite Angestellten.

Hier noch ein paar weitere Nachteile der USA, die bei uns aufgrund der bösen Abgaben größtenteils wegfallen:

  • kein Recht auf bezahlte Feier-/Krankheitstage
  • keine Elternzeit
  • kein Kindergeld
  • Risiken für Gesundheit, Arbeitslosigkeit und Pflege müssen privat abgesichert werden oder sind komplett vom Arbeitgeber abhängig
  • quasi kein Kündigungsschutz (s. Entlassungswelle bei Big Tech)
  • deutlich geringerer Urlaubsanspruch
  • sehr hohe Bildungskosten für sich selbst und die Kinder
  • sehr schlechter ÖPNV
  • Welteinkommen steuerpflichtig in den USA trotz Wohnsitz im Ausland (für US-Bürger/Greencard-Inhaber)

Die Mär vom tollen Akademikerleben in den USA hält sich halt hartnäckig, auch wenn es einige sehr gut bezahlte Jobs/Rollen mit hohem Nettogehalt tatsächlich gibt.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Schau dir den Rechner des IW Köln an. Mit 66k Brutto gehört man zu den 10%. Wer hier bleibt nimmt in Kaif, dass er im Vergleich zum Amerikaner immer arm sein wird.

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Dante

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Doch gibt es. 🙂

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Es ist ein bischen so wie West- und Ostgehälter. Angeblich hat man im Osten weniger Kosten, also gleich mal weniger Gehalt. (Es liegt aber auch an den Unternehmen und der Wirtschaftskraft das ist mir klar). Ich habe aber auch schonmal gehört: "Münchner Gehalt kassieren und dann im Osten Wohnen und Home Office machen gibt es nicht."

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Bei 4,5 netto 3k für einen Abtrag? Da wird der Zins aber entsprechend hoch sein, sofern du eine Bank findest, die es finanziert. 66% vom Einkommen nur für den Abtrag. Dann noch die Nbenkosten, Versicherung, Grundsteuer… vielleicht wird noch ein Auto benötigt.
Würde ich niemals machen.

WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Natürlich könntest du dir in ein paar Jahren eine 500.000€ Wohnung holen mit 90k, wenn du es wirklich willst…. Du hast je nach Steuersatz um die 4,5k netto im Monat mein Freund! Abtrag von 2,5-3k ist also ohne Probleme möglich… und bis dahin genug zur Seite legen für eine Anzahlung ist mit paar Jahren sparen auch drin.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Wenn man davon ausgeht, dass man ein bestimmtes Einkommen braucht, um die Bedürfnisse auf dem "Mittelschichtniveau" abzudecken, dann sieht es so aus, dass in den USA 20% der Erwerbstätigen dazu gehören, wobei in DE eher 5%.

Ich würde folgende Hypothesen bilden:

  • der Zugang zur Hochschulausbildung für die gut bezahlte Berufe ist in den USA einfacher und nicht schwerer, wie es stereotypisch angenommen wird. Ist es evtl. Einfacher 200k USA Darlehen aufzunehmen und anzubezahlen als in DE ein Stundenplatz in Medizin oder Jura zu bekommen.
  • daraus schließt sich, dass es verhältnismäßig mehr Ärzte und Rechtsanwälte in den USA gibt
  • einige Berufe, wie z.B. Krankenschwester, die in DE „klein gehalten werden“ werden in den USA anständig bezahlt
  • vermutlich gehören viele Akademiker in DE nicht zu Top 5%, u.A. erfahrenen BWL’er die 50-60k EUR im Jahr verdienen, evtl. werden solche Berufsgruppen in den USA auch besser bezahlt
  • die Aufstiegschancen sind evtl. besser, mentalitätsbedingt und arbeitsrechtlich bedingt. Wenn ein Abteilungsleiter in DE 10% mehr als ein Gruppenleiter verdient, sind das in den USA vermutlich wesentlich mehr
  • es gibt schlicht mehr zu verteilen, da die Wirtschaft besser funktioniert.

Was kann man daraus schlussfolgern? USA sieht stabiler, reicher und zukunftsorientierter aus. Macht es Sinn als Deutscher, der zu Top 5 % gehört dorthin zu gehen? Wahrscheinlich nein, da man schnell in die Top 15% landen. Selbst wenn die Kaufkraft besser wird, wird man am Status deutlich verlieren.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Die USA haben einen deutlich größeren Spread bei Einkommen und Vermögen, weil dort dem Kapitalismus mehr Raum gelassen wird. Dazu kommen die extrem hohen Studiengebühren. Wenn du 200k+ in deinen Abschluss gesteckt hast, sind sechsstellige Gehälter einfach notwendig, damit sich das rechnet. Daher liegen auch junge Ärzte schnell bei 200-250k, wozu du in Deutschland Mitte 40 o.ä. sein musst. Außerdem sind die USA super wirtschaftsstark und gerade in Branchen wie der Tech Industry oder Finanz kann man auch gut Skaleneffekte schaffen und den Top Leuten viel zahlen - was aber in der Bay Area oder NYC auch notwendig ist.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Wenn man davon ausgeht, dass man ein bestimmtes Einkommen braucht, um die Bedürfnisse auf dem "Mittelschichtniveau" abzudecken, dann sieht es so aus, dass in den USA 20% der Erwerbstätigen dazu gehören, wobei in DE eher 5%.

Ich würde folgende Hypothesen bilden:

  • der Zugang zur Hochschulausbildung für die gut bezahlte Berufe ist in den USA einfacher und nicht schwerer, wie es stereotypisch angenommen wird. Ist es evtl. Einfacher 200k USA Darlehen aufzunehmen und anzubezahlen als in DE ein Stundenplatz in Medizin oder Jura zu bekommen.
  • daraus schließt sich, dass es verhältnismäßig mehr Ärzte und Rechtsanwälte in den USA gibt
  • einige Berufe, wie z.B. Krankenschwester, die in DE „klein gehalten werden“ werden in den USA anständig bezahlt
  • vermutlich gehören viele Akademiker in DE nicht zu Top 5%, u.A. erfahrenen BWL’er die 50-60k EUR im Jahr verdienen, evtl. werden solche Berufsgruppen in den USA auch besser bezahlt
  • die Aufstiegschancen sind evtl. besser, mentalitätsbedingt und arbeitsrechtlich bedingt. Wenn ein Abteilungsleiter in DE 10% mehr als ein Gruppenleiter verdient, sind das in den USA vermutlich wesentlich mehr
  • es gibt schlicht mehr zu verteilen, da die Wirtschaft besser funktioniert.

Was kann man daraus schlussfolgern? USA sieht stabiler, reicher und zukunftsorientierter aus. Macht es Sinn als Deutscher, der zu Top 5 % gehört dorthin zu gehen? Wahrscheinlich nein, da man schnell in die Top 15% landen. Selbst wenn die Kaufkraft besser wird, wird man am Status deutlich verlieren.

What? Bzgl. Medizin stimmt es, aber Jura kann man in Deutschland beinahe überall ohne NC studieren UND es ist egal, an welcher Uni man war, es zählt sowohl bei gut bezahlenden Kanzleien als auch beim Staat ausschließlich die Staatsexamen.

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WiWi Gast

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Dante schrieb am 10.05.2024:

Doch gibt es. 🙂

Klar gibt es das. Ich fühle mich im Nordosten mit 130.000 Brutto pudelwohl und kann die ganzen "ich kann mir kein EFH leisten" garnicht verstehen. Es gibt aber in meiner Region wahrscheinlich auch nur 100 Leute mit gleichem oder höherem Einkommen als Angestellten.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Wenn man davon ausgeht, dass man ein bestimmtes Einkommen braucht, um die Bedürfnisse auf dem "Mittelschichtniveau" abzudecken, dann sieht es so aus, dass in den USA 20% der Erwerbstätigen dazu gehören, wobei in DE eher 5%.

Ich würde folgende Hypothesen bilden:

  • der Zugang zur Hochschulausbildung für die gut bezahlte Berufe ist in den USA einfacher und nicht schwerer, wie es stereotypisch angenommen wird. Ist es evtl. Einfacher 200k USA Darlehen aufzunehmen und anzubezahlen als in DE ein Stundenplatz in Medizin oder Jura zu bekommen.
  • daraus schließt sich, dass es verhältnismäßig mehr Ärzte und Rechtsanwälte in den USA gibt
  • einige Berufe, wie z.B. Krankenschwester, die in DE „klein gehalten werden“ werden in den USA anständig bezahlt
  • vermutlich gehören viele Akademiker in DE nicht zu Top 5%, u.A. erfahrenen BWL’er die 50-60k EUR im Jahr verdienen, evtl. werden solche Berufsgruppen in den USA auch besser bezahlt
  • die Aufstiegschancen sind evtl. besser, mentalitätsbedingt und arbeitsrechtlich bedingt. Wenn ein Abteilungsleiter in DE 10% mehr als ein Gruppenleiter verdient, sind das in den USA vermutlich wesentlich mehr
  • es gibt schlicht mehr zu verteilen, da die Wirtschaft besser funktioniert.

Was kann man daraus schlussfolgern? USA sieht stabiler, reicher und zukunftsorientierter aus. Macht es Sinn als Deutscher, der zu Top 5 % gehört dorthin zu gehen? Wahrscheinlich nein, da man schnell in die Top 15% landen. Selbst wenn die Kaufkraft besser wird, wird man am Status deutlich verlieren.

Vergessen wir nicht, dass (je nach Quelle) zwischen 50% und 80% der amerikanischen Studenten ein Stipendium bekommt. Die vollen Gebühren zahlen 1. Ausländer und Quersubventionieren damit die Amerikaner und 2. Leute, die sich vielleicht dreimal überlegen sollten, ob sie studieren sollten, wenn sie nicht mal zu den Top 80%/50% gehören.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Stefan_Sch schrieb am 10.05.2024:

Endlich mal ein Beitrag mit realistischen Zahlen zur Einkommensverteilung 2024. Danke

Wer sprach davon, dass es unbedingt Vollzeitbeschäftigungrn sein müssen? Wir leben im Land mit dem höchsten Teilzeitanteil. Diese Leute haben vollen Sozialversicherungsschutz. Es ist mur fair, diese mitzurechnen. Dann dürfte das benötigte einkommen fallen, aber es gibt auch andere, die wirderum reinrutschen: Ein bekannter macht auf einer 50% Stelle (die er aufgrund einer Krankheit annehmen musste - runter von 100%) 120k Brutto.

Es nur auf vollzeitbeschäftigte zu begrenzen erscheint mir arbiträr.

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Da steht doch direkt drüber, dass es dort um das steuerpflichtige Einkommen geht und nicht um das Bruttoeinkommen.

Das Bruttoeinkommen liegt bei allen Erwerbstätigen über dem steuerpflichtigen Einkommen. Bei Familien mit Kindern und bei hohen Einkommen und Selbstständigen mit entsprechenden Gestaltungsspielraum ist das besonders ausgeprägt.

www.einkommensverteilung.eu/deutschland/

84.000 Top 5%
106.000 Top 3 %

Nach meiner Kenntnis reichen 84.000 € p.a. nichtmal für die oberen 10 %, wo hast du die Zahlen her? Link?

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Stefan_Sch

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WiWi Gast schrieb am 10.05.2024:

Wer lesen kann, ist im Vorteil. Top1% beginnen an 279.324.

Den Fehler hatte ich schon beim Abschicken gemerkt. Leider kann man den Beitrag hier im Forum nicht mehr editieren. Deshalb kann ich das nicht mehr korrigieren.

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Da steht doch direkt drüber, dass es dort um das steuerpflichtige Einkommen geht und nicht um das Bruttoeinkommen.

Das Bruttoeinkommen liegt bei allen Erwerbstätigen über dem steuerpflichtigen Einkommen. Bei Familien mit Kindern und bei hohen Einkommen und Selbstständigen mit entsprechenden Gestaltungsspielraum ist das besonders ausgeprägt.

Steuerpflichtiges Einkommen ist Bruttoeinkommen (+Kapitalerträge und andere steuerpflichtige Einnahmen.) Was du meinst ist 'zu versteuerndes Einkommen'...

Man kann auch mal zugeben, das man mit seinen 280k massiv falsch lag statt sich immer mehr reinzureiten.

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Jeder kann sich die offizielle Statistik bzgl. dem Bruttoeinkommen in 2019 hier anschauen:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Lohnsteuer-Einkommensteuer/Publikationen/Downloads-Lohn-und-Einkommenssteuern/statistischer-bericht-lohn-einkommensteuer-2140710197005.xlsx?__blob=publicationFile

Rechnet man maximal 15% auf die Werte drauf, bekommt man die Einkünfte in 2024. Siehe Nominallohnindex: https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/_inhalt.html

Man muss nämlich auch dazu sagen, dass für die obersten 20% die Löhne nicht so stark in 2023 gestiegen sind, Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_076_62321.html
Durchschnitt in 2023 war 6%, obereres Quntil nur 4,6%. Und die Wirtschaftslage ist eher mau, bin gespannt, was in diesem Jahr dann rauskommt.

Die Statistik ist für mich die Quelle der Wahrheit, weil bspw. der Bruttolohn direkt ans Finanzamt gemeldet wird. Der Link enthält im Übrigen auch eine Individualstatistik für alle Einkünfte.

Also zusammengefasst, ist man mit 84k in 2024 im Bereich der Top5-10%.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Steuerpflichtiges Einkommen ist Bruttoeinkommen (+Kapitalerträge und andere steuerpflichtige Einnahmen.) Was du meinst ist 'zu versteuerndes Einkommen'...

Man kann auch mal zugeben, das man mit seinen 280k massiv falsch lag statt sich immer mehr reinzureiten.

a) Ich bin nicht der mit den 280k.

b) In den Definitionen die ich kenne, fängt das steuerpflichtige Einkommen über den Freibeträgen an, i.e. ist das zu versteuernde Einkommen.

c) Bevor du so einen Spruch raushaust, hast du dir doch bestimmt mal die Statistik vom TE angeschaut. Da liegt der Median bei 24,1k Jahreseinkommen und 30% haben unter 15k Bruttoeinkommen. Mal bitte mit einer Statistik belegen, wie das zu deiner Interpretation von steuerpflichtigen Einkommen passt. Wenn du das nicht kannst, würde ich dir das mit dem Fehler zugeben ans Herz legen ...

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Vergessen wir nicht, dass (je nach Quelle) zwischen 50% und 80% der amerikanischen Studenten ein Stipendium bekommt. Die vollen Gebühren zahlen 1. Ausländer und Quersubventionieren damit die Amerikaner und 2. Leute, die sich vielleicht dreimal überlegen sollten, ob sie studieren sollten, wenn sie nicht mal zu den Top 80%/50% gehören.

Im Durchschnitt decken Stipendien aber nur ca. 1/4 der Gesamtkosten. Damit bleibt es für die meisten immer noch ein teures Vergnügen.

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Wer sprach davon, dass es unbedingt Vollzeitbeschäftigungrn sein müssen? Wir leben im Land mit dem höchsten Teilzeitanteil. Diese Leute haben vollen Sozialversicherungsschutz. Es ist mur fair, diese mitzurechnen. Dann dürfte das benötigte einkommen fallen, aber es gibt auch andere, die wirderum reinrutschen: Ein bekannter macht auf einer 50% Stelle (die er aufgrund einer Krankheit annehmen musste - runter von 100%) 120k Brutto.

Es nur auf vollzeitbeschäftigte zu begrenzen erscheint mir arbiträr.

Wenn man die Einkommen mit den USA vergleich will, finde ich es schon interessant, wie es für Vollzeit aussieht. Wenn es in Deutschland mehr Teilzeitbeschäftigte gibt, ist ja schon klar, dass die den Durchschnittsverdienst runterziehen, da sie Geld gegen Freizeit eintauschen.

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 09.05.2024:

Rechne 12% drauf, was der durchschnittlichen Lohnsteigerung bis 2023 entspricht und dann hast du es. Die 66k sind bezogen auf einen Single, verheiratet sind es halt sogar noch weniger...

Ich glaube, du verstehst nicht, warum man bedarfsgewichtete Einkommen nicht einfach für eine Diskussion von nicht-bedarfsgewichteten Einkommen nutzen kann.

Wenn ich einen Frau und 2 Kinder unter 14 Jahren habe, dann habe ich bei einem Nettoeinkommen von 6k ein bedarfsgewichtetes Einkommen von 2,9k, da in der Berechnung vom IWK Frau und Kinder mit berücksichtigt werden.

Im IWK-Rechner siehst du dann, dass bei dem bedarfsgewichteten Einkommen von 2,9k immerhin 75% der Bevölkerung ärmer sind. Das bedeutet aber nicht, dass in Deutschland nur 25% der Erwerbstätigen mehr als 2,9k verdienen. Das erkennst du ja schon daran, dass in dem Beispiel mein Einkommen bei 6k liegt und ich unter 2,9k im Vergleich auftauchen würde.

Wenn du über nicht-bedarfsgewichtete Einkommen diskutieren willst, dann kannst du auch nur Statistiken über nicht-bedarfsgewichtete Einkommen nutzen.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Woran liegt das, dass viele nicht zugeben wollen, dass sie in sehr guten Regionen verdienen?

Das Phänomen hat man ja oft, sowohl hier im Forum, als auch in der Realität. Bei letzterem kann ich es ja noch irgendwie nachvollziehen, man möchte keinen Neid erzeugen, sich vielleicht in einem Umfeld das nicht ganz so gut verdient integrieren, "dazugehören", etc.

Ähnlich bei meinen direkten Nachbarn, schicken ihre Kinder für 6k im Monat ins Internat und haben 4 Porsche vor der Tür stehen, aber verdienen natürlich nur "ein klein wenig besser". Kann man da nicht einfach mal sagen, ja, wir gehören zu den Top 1%? (bei meinen Nachbarn ist das definitiv so)

Noch weniger kann ich es hier im Forum verstehen, da wird sich rumgewunden und Statistiken "interpretiert", nur damit man nicht zu gut weg kommt. Warum? Neid kann es hier ja nicht sein. Liegt es evtl. daran, dass Selbsteinschätzung und tatsächliche Verhältnisse zu weit auseinanderlaufen? Wenn meine Bubble durchwegs in den Top 10% ist, ich bin Top 5%, dann bin ich dort ja eigentlich auch nur Durchschnitt.
Liegt es evtl. auch daran, dass man sich nicht eingestehen möchte, trotz sehr hohem Einkommens nicht den Lebensstandard zu haben bzw. bei Immobilien sich nicht das leisten zu können, was diesem Status eigentlich angemessen wäre? Ist vielleicht auch blöd gesagt zu bekommen, du bist Top 5%, das ersehnte Haus ist aber trotzdem nicht drin. Da schwingt dann natürlich immer auch mit, man hätte etwas falsch gemacht oder lebe über seine Verhältnisse, wenn es "trotz" des Einkommens nicht geht, da ist es natürlich einfacher auch für sich selbst zu glauben, man wäre nicht so weit oben angesiedelt.

Ich weiß nicht, ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich aus "einfachen" Verhältnissen komme, der einzige im weiteren Familienkreis bin, der überhaupt Abitur hat (von Studium ganz zu schweigen) und mit meinen etwa 80k p.a. in diesem Umfeld einfach mit Abstand der Bestverdiener bin. Ich glaube diese "Realitätssicht" fehlt hier vielen.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich das oft nicht so anfühlt. Laut den Statistiken wären meine Freundin und ich auch in den Top 1%.

Aber jetzt ist natürlich die Frage, wie man sich persönlich das Top 1% Leben vorstellt. Meine persönliche Vorstellung (hier natürlich immer mit Bias) wäre eben, dass man ein großes freistehendes Haus (Garten, Pool,…) hat, zwei teure Autos, 5* im Urlaub, Flüge in Business Class, Markenkleidung, Uhren und Schmuck,..

Und sind wir mal ehrlich, dass ist mit einem statistischen Top 1% Gehalt bei weitem nicht drin und daher fühlt es sich nicht so an und daher sagt es auch niemand

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Woran liegt das, dass viele nicht zugeben wollen, dass sie in sehr guten Regionen verdienen?

Das Phänomen hat man ja oft, sowohl hier im Forum, als auch in der Realität. Bei letzterem kann ich es ja noch irgendwie nachvollziehen, man möchte keinen Neid erzeugen, sich vielleicht in einem Umfeld das nicht ganz so gut verdient integrieren, "dazugehören", etc.

Ähnlich bei meinen direkten Nachbarn, schicken ihre Kinder für 6k im Monat ins Internat und haben 4 Porsche vor der Tür stehen, aber verdienen natürlich nur "ein klein wenig besser". Kann man da nicht einfach mal sagen, ja, wir gehören zu den Top 1%? (bei meinen Nachbarn ist das definitiv so)

Noch weniger kann ich es hier im Forum verstehen, da wird sich rumgewunden und Statistiken "interpretiert", nur damit man nicht zu gut weg kommt. Warum? Neid kann es hier ja nicht sein. Liegt es evtl. daran, dass Selbsteinschätzung und tatsächliche Verhältnisse zu weit auseinanderlaufen? Wenn meine Bubble durchwegs in den Top 10% ist, ich bin Top 5%, dann bin ich dort ja eigentlich auch nur Durchschnitt.
Liegt es evtl. auch daran, dass man sich nicht eingestehen möchte, trotz sehr hohem Einkommens nicht den Lebensstandard zu haben bzw. bei Immobilien sich nicht das leisten zu können, was diesem Status eigentlich angemessen wäre? Ist vielleicht auch blöd gesagt zu bekommen, du bist Top 5%, das ersehnte Haus ist aber trotzdem nicht drin. Da schwingt dann natürlich immer auch mit, man hätte etwas falsch gemacht oder lebe über seine Verhältnisse, wenn es "trotz" des Einkommens nicht geht, da ist es natürlich einfacher auch für sich selbst zu glauben, man wäre nicht so weit oben angesiedelt.

Ich weiß nicht, ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich aus "einfachen" Verhältnissen komme, der einzige im weiteren Familienkreis bin, der überhaupt Abitur hat (von Studium ganz zu schweigen) und mit meinen etwa 80k p.a. in diesem Umfeld einfach mit Abstand der Bestverdiener bin. Ich glaube diese "Realitätssicht" fehlt hier vielen.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Dauer - Unzufriedenheit, und vielleicht ein Konsum- und Status- Suchtverhalten. Vielleicht ist es auch so, Leute mit einen Komplex strengen sich mehr an und sind zielstrebiger, tragen ihn aber weiter mit sich rum. Und es hat schon einen Grund wenn die Buchreligionen vor Geiz und Überheblichkeit warnen. Geld und Macht haben eine Rückkopplung auf die Persönlichkeit. Ich habe als Schüler mal auf einem exklusiven Klassik Event als Aushilfe gekellnert. Es war genau die Klientel mit Porsche und Kohle und Status die nachts die Palmen in den Kübeln geklaut haben. Kein Scherz. Geld macht gierig. Und was ich manchmal, wenn mein Chef mich international Business fliegen lässt, dort so an Verhaltensweisen sehe insbes. von Familien mit Kindern (die zuhause zahlreiche Angestellte in sehr prekären Verhältnissen beschäftigen), ist kein Anblick den ich mir beim Homo Sapiens wünsche.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Woran liegt das, dass viele nicht zugeben wollen, dass sie in sehr guten Regionen verdienen?

Das Phänomen hat man ja oft, sowohl hier im Forum, als auch in der Realität. Bei letzterem kann ich es ja noch irgendwie nachvollziehen, man möchte keinen Neid erzeugen, sich vielleicht in einem Umfeld das nicht ganz so gut verdient integrieren, "dazugehören", etc.

Ähnlich bei meinen direkten Nachbarn, schicken ihre Kinder für 6k im Monat ins Internat und haben 4 Porsche vor der Tür stehen, aber verdienen natürlich nur "ein klein wenig besser". Kann man da nicht einfach mal sagen, ja, wir gehören zu den Top 1%? (bei meinen Nachbarn ist das definitiv so)

Noch weniger kann ich es hier im Forum verstehen, da wird sich rumgewunden und Statistiken "interpretiert", nur damit man nicht zu gut weg kommt. Warum? Neid kann es hier ja nicht sein. Liegt es evtl. daran, dass Selbsteinschätzung und tatsächliche Verhältnisse zu weit auseinanderlaufen? Wenn meine Bubble durchwegs in den Top 10% ist, ich bin Top 5%, dann bin ich dort ja eigentlich auch nur Durchschnitt.
Liegt es evtl. auch daran, dass man sich nicht eingestehen möchte, trotz sehr hohem Einkommens nicht den Lebensstandard zu haben bzw. bei Immobilien sich nicht das leisten zu können, was diesem Status eigentlich angemessen wäre? Ist vielleicht auch blöd gesagt zu bekommen, du bist Top 5%, das ersehnte Haus ist aber trotzdem nicht drin. Da schwingt dann natürlich immer auch mit, man hätte etwas falsch gemacht oder lebe über seine Verhältnisse, wenn es "trotz" des Einkommens nicht geht, da ist es natürlich einfacher auch für sich selbst zu glauben, man wäre nicht so weit oben angesiedelt.

Ich weiß nicht, ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich aus "einfachen" Verhältnissen komme, der einzige im weiteren Familienkreis bin, der überhaupt Abitur hat (von Studium ganz zu schweigen) und mit meinen etwa 80k p.a. in diesem Umfeld einfach mit Abstand der Bestverdiener bin. Ich glaube diese "Realitätssicht" fehlt hier vielen.

Hier wohl sinnvoll Top-5% Einkommen (sehr einfach zu erreichen) und Top-5% Vermögen (sehr schwierig zu erreichen) zu trennen.

Von Top-5% Einkommen kann man sich leider nur wirklich (wortwörtlich) nichts kaufen.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Ich vermute, dass es an der Mentalität in Deutschland liegt. Man kann nur schlecht zugeben, dass es einem selbst gut geht. Gleichzeitig stört viele, dass nach oben gar nicht mehr so viel Luft für weitere Verbesserungen ist.

Unternehmer und Vermieter gelten in Deutschland ja oftmals auch als gierig, unseriös oder kriminell. Dabei sollten man ihnen viel mehr nacheifern. Viele Reiche verstecken sich hingegen und bezeichnen sich als Mittelschicht. Sieht man ja hier an der Falschdarstellung der Statistik recht gut, die jemanden mit 7900 € brutto im Monat definitiv in den oberen 5 % verortet.

Auch der Verweis auf andere Länder mit mehrheitlich krasseren Problemen wird oft ignoriert. Stattdessen verweist man auf die Schweiz oder die USA und behauptet, dass dort jeder 08/15 Akademiker 300k p. a. verdient. Die Statistik ignoriert man.

In Zusammenhang mit Gehaltsangaben werden auch oft die großzügigen Sozialleistungen und Arbeitnehmerrechte der BRD unterschlagen. Mit rund 1350 h p. a. wird in der BRD von allen OECD Staaten am wenigsten gearbeitet. Das liegt u. a. am höheren Krankenstand der BRD als auch an den vielen Urlaubstagen.

In anderen Ländern ist die Arbeit aufgrund längerer Arbeitszeiten gesundheitlich bestimmt nicht besser zu verkraften. Dort hat man halt einfach keine 6 Wochen Lohnfortzahlung und reißt sich zusammen, weil man sonst weniger Kohle hat oder fliegt. Ein Recht auf Teilzeit existiert in anderen OECD Staaten auch nicht überall.

Die Bürger der BRD jammern was das Zeug hält. Bei der angeblich so schlimmen Inflation wird gemeckert ohne Ende. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Wohnmobile, der E-Bikes und der Wohnfläche pro Kopf seit Jahren an. Wer da unzumutbare Wohlstandsverluste sieht, leugnet einfach die Realität.

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Woran liegt das, dass viele nicht zugeben wollen, dass sie in sehr guten Regionen verdienen?

Das Phänomen hat man ja oft, sowohl hier im Forum, als auch in der Realität. Bei letzterem kann ich es ja noch irgendwie nachvollziehen, man möchte keinen Neid erzeugen, sich vielleicht in einem Umfeld das nicht ganz so gut verdient integrieren, "dazugehören", etc.

Ähnlich bei meinen direkten Nachbarn, schicken ihre Kinder für 6k im Monat ins Internat und haben 4 Porsche vor der Tür stehen, aber verdienen natürlich nur "ein klein wenig besser". Kann man da nicht einfach mal sagen, ja, wir gehören zu den Top 1%? (bei meinen Nachbarn ist das definitiv so)
(...)

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Woran liegt das, dass viele nicht zugeben wollen, dass sie in sehr guten Regionen verdienen?

Das Phänomen hat man ja oft, sowohl hier im Forum, als auch in der Realität. Bei letzterem kann ich es ja noch irgendwie nachvollziehen, man möchte keinen Neid erzeugen, sich vielleicht in einem Umfeld das nicht ganz so gut verdient integrieren, "dazugehören", etc.

Ähnlich bei meinen direkten Nachbarn, schicken ihre Kinder für 6k im Monat ins Internat und haben 4 Porsche vor der Tür stehen, aber verdienen natürlich nur "ein klein wenig besser". Kann man da nicht einfach mal sagen, ja, wir gehören zu den Top 1%? (bei meinen Nachbarn ist das definitiv so)

Noch weniger kann ich es hier im Forum verstehen, da wird sich rumgewunden und Statistiken "interpretiert", nur damit man nicht zu gut weg kommt. Warum? Neid kann es hier ja nicht sein. Liegt es evtl. daran, dass Selbsteinschätzung und tatsächliche Verhältnisse zu weit auseinanderlaufen? Wenn meine Bubble durchwegs in den Top 10% ist, ich bin Top 5%, dann bin ich dort ja eigentlich auch nur Durchschnitt.
Liegt es evtl. auch daran, dass man sich nicht eingestehen möchte, trotz sehr hohem Einkommens nicht den Lebensstandard zu haben bzw. bei Immobilien sich nicht das leisten zu können, was diesem Status eigentlich angemessen wäre? Ist vielleicht auch blöd gesagt zu bekommen, du bist Top 5%, das ersehnte Haus ist aber trotzdem nicht drin. Da schwingt dann natürlich immer auch mit, man hätte etwas falsch gemacht oder lebe über seine Verhältnisse, wenn es "trotz" des Einkommens nicht geht, da ist es natürlich einfacher auch für sich selbst zu glauben, man wäre nicht so weit oben angesiedelt.

Ich weiß nicht, ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich aus "einfachen" Verhältnissen komme, der einzige im weiteren Familienkreis bin, der überhaupt Abitur hat (von Studium ganz zu schweigen) und mit meinen etwa 80k p.a. in diesem Umfeld einfach mit Abstand der Bestverdiener bin. Ich glaube diese "Realitätssicht" fehlt hier vielen.

Mein Eindruck von diesem Forum ist ehrlich gesagt genau anders herum: Hier ist doch jeder AT im IGM Konzern bei 100k+, das ganze natürlich bei real 20 Stunden Arbeitszeit im 100% Home Office :-)

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Woran liegt das, dass viele nicht zugeben wollen, dass sie in sehr guten Regionen verdienen?

Das liegt nicht am "nicht zugeben wollen" sondern ist halt einfach die Einsicht, dass man selbst mit einem Top 5%-Gehalt keinen Wettstreit mehr gewinnt in punkto Wohneigentum und Lebensstandard. Jeder Erbe einer Immobilie im 50km-Umkreis von München lebt besser als ein DAX-Abteilungsleiter mit 150k in einer Mietwohnung. Daher ist einfach das Gehalt nicht mehr aussagekräftig.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Ich glaube, du verstehst nicht, warum man bedarfsgewichtete Einkommen nicht einfach für eine Diskussion von nicht-bedarfsgewichteten Einkommen nutzen kann.

Wenn ich einen Frau und 2 Kinder unter 14 Jahren habe, dann habe ich bei einem Nettoeinkommen von 6k ein bedarfsgewichtetes Einkommen von 2,9k, da in der Berechnung vom IWK Frau und Kinder mit berücksichtigt werden.

Im IWK-Rechner siehst du dann, dass bei dem bedarfsgewichteten Einkommen von 2,9k immerhin 75% der Bevölkerung ärmer sind. Das bedeutet aber nicht, dass in Deutschland nur 25% der Erwerbstätigen mehr als 2,9k verdienen. Das erkennst du ja schon daran, dass in dem Beispiel mein Einkommen bei 6k liegt und ich unter 2,9k im Vergleich auftauchen würde.

Wenn du über nicht-bedarfsgewichtete Einkommen diskutieren willst, dann kannst du auch nur Statistiken über nicht-bedarfsgewichtete Einkommen nutzen.

dann nimm halt die Statistisches Bundesamt Statistik, die zeigt das gleiche (kumulier die Prozent von rechts auf um auf 10% zu kommen).

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Ich vermute, dass es an der Mentalität in Deutschland liegt. Man kann nur schlecht zugeben, dass es einem selbst gut geht. Gleichzeitig stört viele, dass nach oben gar nicht mehr so viel Luft für weitere Verbesserungen ist.

Unternehmer und Vermieter gelten in Deutschland ja oftmals auch als gierig, unseriös oder kriminell. Dabei sollten man ihnen viel mehr nacheifern. Viele Reiche verstecken sich hingegen und bezeichnen sich als Mittelschicht. Sieht man ja hier an der Falschdarstellung der Statistik recht gut, die jemanden mit 7900 € brutto im Monat definitiv in den oberen 5 % verortet.

Auch der Verweis auf andere Länder mit mehrheitlich krasseren Problemen wird oft ignoriert. Stattdessen verweist man auf die Schweiz oder die USA und behauptet, dass dort jeder 08/15 Akademiker 300k p. a. verdient. Die Statistik ignoriert man.

In Zusammenhang mit Gehaltsangaben werden auch oft die großzügigen Sozialleistungen und Arbeitnehmerrechte der BRD unterschlagen. Mit rund 1350 h p. a. wird in der BRD von allen OECD Staaten am wenigsten gearbeitet. Das liegt u. a. am höheren Krankenstand der BRD als auch an den vielen Urlaubstagen.

In anderen Ländern ist die Arbeit aufgrund längerer Arbeitszeiten gesundheitlich bestimmt nicht besser zu verkraften. Dort hat man halt einfach keine 6 Wochen Lohnfortzahlung und reißt sich zusammen, weil man sonst weniger Kohle hat oder fliegt. Ein Recht auf Teilzeit existiert in anderen OECD Staaten auch nicht überall.

Die Bürger der BRD jammern was das Zeug hält. Bei der angeblich so schlimmen Inflation wird gemeckert ohne Ende. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Wohnmobile, der E-Bikes und der Wohnfläche pro Kopf seit Jahren an. Wer da unzumutbare Wohlstandsverluste sieht, leugnet einfach die Realität.

Niemand behaubtet, dass jeder dort 300k verdient. Wir behaupten, dass jemand der hier 80k verdient dort >20k verdienen würde bzw. jeder der will dort viel verdienen kann.

Nicht nur das Gehalt ist in Deutschland ein Problem, sondern auch das Vermögen. Wir sind hinter Ländern wie Spanien, Portugal, Italien, sogar Griechenland was das Medienvermögen angeht. Das sind Länder, die von uns EU Transferzahlungen erhalten. Man kann es drehen und wenden wie man will aber es geht uns hier sicher nicht so gut wie wir es uns einreden. Im Alter kommt dann die komplette Armut, während das Rentenniveau in Spanien bei 90% liegt (und das Real vs den theoretisch möglichen 45% bei 45 vollen Beitragsjahren hier...).

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Vergessen wir nicht, dass (je nach Quelle) zwischen 50% und 80% der amerikanischen Studenten ein Stipendium bekommt. Die vollen Gebühren zahlen 1. Ausländer und Quersubventionieren damit die Amerikaner und 2. Leute, die sich vielleicht dreimal überlegen sollten, ob sie studieren sollten, wenn sie nicht mal zu den Top 80%/50% gehören.

Im Durchschnitt decken Stipendien aber nur ca. 1/4 der Gesamtkosten. Damit bleibt es für die meisten immer noch ein teures Vergnügen.

Korrekt, aber im Durchschnitt ist die Verschuldung bei 37k vs 8k hier. Ist im ersten Arbeitsjahr wieder drin, wenn nicht, dann im zweiten. Bitte keine selektiven Geschichten von Leuten die im Theaterwissenschaften Studium 120k Schulden aufgebaut haben weil es ja unbedingt Spring Break in Miami und Sommer in Hawaii sein musste und nun keinen Job finden. Die sind immer sehr beliebt in Reportagen.

Auch nicht vergessen, dass 'Board' (= Zimmer & 3 Mahlzeiten am Tag) in den Gebühren drin ist. Wer für sein Studium wie ich es getan habe in eine andere Stadt zieht und nicht bei den Eltern wohnt hat da auch sehr hohe Kosten hier. Ich bin nach Frankfurt gezogen und brauchte etwa 1,2k im Monat = 15k im Jahr zum leben.

In-state students zahlen selten mehr als 10k pro Jahr an sehr guten State Colleges.

Auch hier in Deutschland studieren mittlerweile fast 15% privat.
Bitte hört auf so zu tun, ala wären öffentliche Massenuniversitäten das, was das Leben lebenswert macht. Jeder den ich kenne, der ein Auslandssemester in den USA gemacht hat (inkl. mir) wäre bereit, für ein Studium wie dort eine Menge mehr zu zahlen. Wir haben es damals einfach nicht besser gewusst.

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Stefan_Sch

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Das liegt nicht am "nicht zugeben wollen" sondern ist halt einfach die Einsicht, dass man selbst mit einem Top 5%-Gehalt keinen Wettstreit mehr gewinnt in punkto Wohneigentum und Lebensstandard. Jeder Erbe einer Immobilie im 50km-Umkreis von München lebt besser als ein DAX-Abteilungsleiter mit 150k in einer Mietwohnung. Daher ist einfach das Gehalt nicht mehr aussagekräftig.

Und genau das ist traurig. Es liegt auch daran, dass in Deutschland schon bei mittleren Einkommen hohe Steuern und Abgaben gezahlt werden müssen. Reich durch Arbeit wird deshalb kaum jemand. In Deutschland wird Arbeitseinkommen massiv abkassiert, während Erbschaften oder Erträge aus Kapital geringer besteuert werden. So kommt es, dass man heute als Ingenieur oder sogar als Abteilungsleiter in teuren Mietwohnungen hausen muss.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Woran liegt das, dass viele nicht zugeben wollen, dass sie in sehr guten Regionen verdienen?

Das Phänomen hat man ja oft, sowohl hier im Forum, als auch in der Realität. Bei letzterem kann ich es ja noch irgendwie nachvollziehen, man möchte keinen Neid erzeugen, sich vielleicht in einem Umfeld das nicht ganz so gut verdient integrieren, "dazugehören", etc.

Ähnlich bei meinen direkten Nachbarn, schicken ihre Kinder für 6k im Monat ins Internat und haben 4 Porsche vor der Tür stehen, aber verdienen natürlich nur "ein klein wenig besser". Kann man da nicht einfach mal sagen, ja, wir gehören zu den Top 1%? (bei meinen Nachbarn ist das definitiv so)

Noch weniger kann ich es hier im Forum verstehen, da wird sich rumgewunden und Statistiken "interpretiert", nur damit man nicht zu gut weg kommt. Warum? Neid kann es hier ja nicht sein. Liegt es evtl. daran, dass Selbsteinschätzung und tatsächliche Verhältnisse zu weit auseinanderlaufen? Wenn meine Bubble durchwegs in den Top 10% ist, ich bin Top 5%, dann bin ich dort ja eigentlich auch nur Durchschnitt.
Liegt es evtl. auch daran, dass man sich nicht eingestehen möchte, trotz sehr hohem Einkommens nicht den Lebensstandard zu haben bzw. bei Immobilien sich nicht das leisten zu können, was diesem Status eigentlich angemessen wäre? Ist vielleicht auch blöd gesagt zu bekommen, du bist Top 5%, das ersehnte Haus ist aber trotzdem nicht drin. Da schwingt dann natürlich immer auch mit, man hätte etwas falsch gemacht oder lebe über seine Verhältnisse, wenn es "trotz" des Einkommens nicht geht, da ist es natürlich einfacher auch für sich selbst zu glauben, man wäre nicht so weit oben angesiedelt.

Ich weiß nicht, ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich aus "einfachen" Verhältnissen komme, der einzige im weiteren Familienkreis bin, der überhaupt Abitur hat (von Studium ganz zu schweigen) und mit meinen etwa 80k p.a. in diesem Umfeld einfach mit Abstand der Bestverdiener bin. Ich glaube diese "Realitätssicht" fehlt hier vielen.

Wenn ich auf die Zahlen in der Quelle des TE sehe, dann wird da ein Medianeinkommen in Deutschland von 24,1k genannt und 30% verdienen unter 15k. Diese Zahlen haben mit der von mir erlebten Realität eines Vollzeitbeschäftigten nichts zu tun, da man schon mit Mindestlohn in Vollzeit über dem dort genannten Median liegt. Da glaube ich eher die knapp 45k Medianeinkommen für einen Vollzeitbeschäftigten, die von anderen Quellen genannt werden. Mit diesen 45k wäre man laut Quelle des TE's in den top 20% der Einkommen.

Ich kenne die Gehaltsstrukturen bei uns im Unternehmen und da gehen die Gehaltsbänder auch für Fachkarrieren weit über 84k. Wenn das wirklich top 5% wäre, dann müssten uns die Absolventen die Türen einrennen, was aber nicht der Fall ist.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Mein Eindruck von diesem Forum ist ehrlich gesagt genau anders herum: Hier ist doch jeder AT im IGM Konzern bei 100k+, das ganze natürlich bei real 20 Stunden Arbeitszeit im 100% Home Office :-)

Ich bin eigentlich kein Mensch, der sich von sowas zu Neid verleiten lässt. Genauso wie mir die Autos der Nachbarn ziemlich egal sind.

Aber irgendwie habe ich es mittlerweile doch geschafft, das ich mich mit meinen 20 Jahren BE und die letzten Jahre von im IGM Konzern und mit 90-95k€ unterbezahlt fühle und unzufrieden bin. Weder gibt es bei uns 100% HO, noch AT Fachkarrieren und die Anforderungen für die Führungskarrieren sind hoch, da gibt es genug Kollegen mit 10+ Jahren im Konzern die das nicht geschafft haben.

Dabei habe ich es insgesamt besser als die meisten unserer Bekannten und mich auch insgesamt die letzten 10 Jahre deutlich verbessert. Trotzdem kommt direkt mal Frust auf, wenn der nächste im Internet behauptet, dass ja jeder total easy im Konzern direkt die 100k knackt und dabei die meiste Zeit nur am daddeln ist.
Btw. ich komme mit meiner Sollarbeitszeit überhaupt nicht hin und auch nicht alles landet auf dem GLZ Konto, solche Späße würde ich sicher nicht machen, wenn ich eigentlich nur 20h die Woche arbeite.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Ganz genauso ist es.
Ich verdiene mittlerweile selbst an die 120k p.a. erbe aber nichts. Ich muss mir dann von Leuten (Realschule plus Ausbildung) regelmäßig anhören, wie gut es mir doch gehen muss (top 5% ect.) so viel zu verdienen.

Was unberücksichtigt bleibt:
Während diese Leute dann in ein paar Jährchen von Großeltern und Eltern 1-2 Häuschen plus Bankguthaben (also etwa 800k) erben, zahlt man selbst dann erstmal 30 Jahre ab.

Top 5% Gehalt entspricht definitiv nicht einem Lebensstandard der Top 5%.

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Das liegt nicht am "nicht zugeben wollen" sondern ist halt einfach die Einsicht, dass man selbst mit einem Top 5%-Gehalt keinen Wettstreit mehr gewinnt in punkto Wohneigentum und Lebensstandard. Jeder Erbe einer Immobilie im 50km-Umkreis von München lebt besser als ein DAX-Abteilungsleiter mit 150k in einer Mietwohnung. Daher ist einfach das Gehalt nicht mehr aussagekräftig.

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 12.05.2024:

Ganz genauso ist es.
Ich verdiene mittlerweile selbst an die 120k p.a. erbe aber nichts. Ich muss mir dann von Leuten (Realschule plus Ausbildung) regelmäßig anhören, wie gut es mir doch gehen muss (top 5% ect.) so viel zu verdienen.

Was unberücksichtigt bleibt:
Während diese Leute dann in ein paar Jährchen von Großeltern und Eltern 1-2 Häuschen plus Bankguthaben (also etwa 800k) erben, zahlt man selbst dann erstmal 30 Jahre ab.

Top 5% Gehalt entspricht definitiv nicht einem Lebensstandard der Top 5%.

So sieht es aus. Das Gefälle in den 5% ist sehr ausgeprägt. Sprich dort gibt es einige, die bei 100k+- verdienen. Über 150 k wird es schon mau bzw. nur in teuren Städten möglich. Es klingt vermessen, aber 3500 netto Stkl 1 oder 4200 netto zu verdienen, ist kein Game Changer. Der Grenznutzen ist wirklich marginal. Ich kann mein Haus dann 5 jahre früher abbezahlen. Das ist schön, aber nicht wirklich viel mehr Lebensqualität.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Besser hätte ich es nicht sagen können. Selbst mit Top x% Einkommen führst du in Deutschland in den meisten Regionen keinen „Luxus Lifestyle“.

Wir verdienen wohl ähnlich wie ihr und wollen nicht klagen, aber wahnsinnigen Luxus ermöglicht das nicht.

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich das oft nicht so anfühlt. Laut den Statistiken wären meine Freundin und ich auch in den Top 1%.

Aber jetzt ist natürlich die Frage, wie man sich persönlich das Top 1% Leben vorstellt. Meine persönliche Vorstellung (hier natürlich immer mit Bias) wäre eben, dass man ein großes freistehendes Haus (Garten, Pool,…) hat, zwei teure Autos, 5* im Urlaub, Flüge in Business Class, Markenkleidung, Uhren und Schmuck,..

Und sind wir mal ehrlich, dass ist mit einem statistischen Top 1% Gehalt bei weitem nicht drin und daher fühlt es sich nicht so an und daher sagt es auch niemand

WiWi Gast schrieb am 11.05.2024:

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Top 1 % ist halt immer noch eine Gruppe von 450.000 Personen, Top 5 % von über 2 Millionen der Erwerbstätigen. deal with it, beides nicht besonders speziell und entfernt von - wie von einen Vorposter ausgedrückt - Business Class-Flügen für private Urlaubsreisen.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Bei Top1% sprechen wir schon von 270k brutto als Paar. Wenn das nicht für ein Leben in Luxus reichen soll, dann verstehe ich es nicht. Wir sprechen hier von 13000 Netto aufwärts pro Monat!
Man kann sich damit auch ein Haus in einer Ballungsregion leisten. Aber ich sehe auch die Problematik, dass man diesen Status sehr schnell verlieren kann, wenn einer den Job verliert, man sich scheiden lässt, usw.

Vielleicht haben manche das Leben der oberen Hunderttausend vor Augen. Erst dort hat man Vermögen jenseits der 5 Mio..
Leider wird das Bild auch oft dadurch verfälscht, dass ausländische Investoren Häuser in Deutschland kaufen. In München gibt es durchaus Immobilien, die russischen Oligarchen gehören oder den Gadafi Söhnen.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

Besser hätte ich es nicht sagen können. Selbst mit Top x% Einkommen führst du in Deutschland in den meisten Regionen keinen „Luxus Lifestyle“.

Wir verdienen wohl ähnlich wie ihr und wollen nicht klagen, aber wahnsinnigen Luxus ermöglicht das nicht.

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

Top 1 % ist halt immer noch eine Gruppe von 450.000 Personen, Top 5 % von über 2 Millionen der Erwerbstätigen. deal with it, beides nicht besonders speziell und entfernt von - wie von einen Vorposter ausgedrückt - Business Class-Flügen für private Urlaubsreisen.

Was heißt nicht besonders speziell? Sollte man zu den oberen Tausend gehören?

Offtopic: Im übrigen gilt man als hochbegabt, wenn man man einen IQ von 130 hat, das trifft auf 2% der Bevölkerung zu. Jeder wünscht sich ja, so zu sein ,-)
Also in den Top 5% zu sein, ist durchaus ein Privileg und nicht selbstverständlich. Nicht jeder Akademiker wird das überhaupt in seinem Berufsleben erreichen. Ein bisschen mehr Zufriedenheit, mit dem was man hat, würde manchen hier gut tun.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Genau das ist das Problem. Das Geld reicht eben nicht für Luxus. Weiter oben hat doch jemand schön beschrieben, was deren Vorstellung von Luxus wäre.

Diese Vorstellung teile ich relativ gut und da sind wir (aktuell ca. 260k Haushaltseinkommen) selbst ohne Kinder ein ganz großes Stück weg.

Vielleicht können sich die Top 0.1% ein solches Leben leisten, aber die Top 1% sicherlich nicht

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

Bei Top1% sprechen wir schon von 270k brutto als Paar. Wenn das nicht für ein Leben in Luxus reichen soll, dann verstehe ich es nicht. Wir sprechen hier von 13000 Netto aufwärts pro Monat!
Man kann sich damit auch ein Haus in einer Ballungsregion leisten. Aber ich sehe auch die Problematik, dass man diesen Status sehr schnell verlieren kann, wenn einer den Job verliert, man sich scheiden lässt, usw.

Vielleicht haben manche das Leben der oberen Hunderttausend vor Augen. Erst dort hat man Vermögen jenseits der 5 Mio..
Leider wird das Bild auch oft dadurch verfälscht, dass ausländische Investoren Häuser in Deutschland kaufen. In München gibt es durchaus Immobilien, die russischen Oligarchen gehören oder den Gadafi Söhnen.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

antworten
WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Man muss es auch mal international vergleichen.

Ich bin Abteilungsleiter bei einem Konzern in München in der IT Abteilung. Andere große Standorte sind in USA, Canada, Singapore, Australien ...

Ich habe Mitarbeiter in München, USA (nähe New York) und England (London).

In München geht in meiner Abteilung niemand unter 100.000€ Brutto nach Hause. Wenn ich aber das ganze mit den Mitarbeitern in den USA vergleiche:

  • USA deutlich höheres Brutto (ich habe technische Spezialisten die gehen mit 300.000 Dollar+ Heim)
  • Deutlich höherer Prozentsatz des Netto das vom Brutto bleibt
  • Wir zahlen hohe Zuschüsse für die privaten Renten die rechnerisch höher ausfallen als was man als maximale Rente in Deutschland je zu erwarten hätte
  • Wenn man das Konzept dazu rechnet dass Feiertage am Wochenende immer einen freien Montag bedeuten plus die Urlaubstage haben die Kollegen etwa gleich viel Urlaub
  • Krankenversicherung, wir zahlen 80% des Beitrags auch für alle Familienmitglieder, das kriegst Du nicht mal in Deutschland

Der durchschnittliche Münchner Mitarbeiter freut sich über seine 100qm Eigentumswohnung, manch einer hat einen Firmenwagen der Rest kauft sich einen Jahreswagen Mittel bis obere Mittelklasse und der ein oder andere Kollege fliegt auch mal alle 2 Jahre auf die Malediven

Der durchschnittliche amerikanische Mitarbeiter wohnt auf 200-300qm, ich war über die Jahre öfter bei diversen Kollegen daheim zum Grillen. Hat 3 Autos in der Einfahrt stehen, ich weiß von Kollegen mit eigenem Flugzeug oder Boot, einer hat eine eigene Werkstatt in der Mustangs restauriert, nach Hawaii etc. gehts jährlich ...

Die Gehälter hierzulande sind unattraktiv, die steuerliche Belastung kann ich mittlerweile nur noch als schlechten Scherz bezeichnen und die Lebensqualität kommt damit am Ende nicht annähernd ran. Wenn ich von meiner Führungsposition zurück gehen würde und in den USA bei uns intern irgendeinen Job ergattere, hätte ich vermutlich mehr Netto als jetzt und eine höhere Lebensqualität.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

Bei Top1% sprechen wir schon von 270k brutto als Paar. Wenn das nicht für ein Leben in Luxus reichen soll, dann verstehe ich es nicht. Wir sprechen hier von 13000 Netto aufwärts pro Monat!
Man kann sich damit auch ein Haus in einer Ballungsregion leisten. Aber ich sehe auch die Problematik, dass man diesen Status sehr schnell verlieren kann, wenn einer den Job verliert, man sich scheiden lässt, usw.

Vielleicht haben manche das Leben der oberen Hunderttausend vor Augen. Erst dort hat man Vermögen jenseits der 5 Mio..
Leider wird das Bild auch oft dadurch verfälscht, dass ausländische Investoren Häuser in Deutschland kaufen. In München gibt es durchaus Immobilien, die russischen Oligarchen gehören oder den Gadafi Söhnen.

So sehe ich das auch. Meine Frau und ich haben 10k zusammen, was ja auch wirklich viel ist. Davon gehen 2k fürs Haus und ca. 2k für sonstiges drauf wie Auto Einkäufe Versicherungen Nebenkosten etc., 1k wird gespart / investiert. Bleiben 5k übrig für alles andere wie Urlaub, essen gehen, Freizeit etc.

Bei 3k pro Monat mehr wäre schon ein ziemliches Luxusleben drin, auch mit BC Flügen etc.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Ich weiß nicht in welchem Bereich du arbeitest, aber tatsächlich kommt mir dein Gehalt (vor allem für einen IGM Konzern) recht niedrig vor. Das von dir genannte Gehalt bekommt man z.B. bei uns in Bayern mit EG11b, 40h und etwas Leistungszulage. Dazu werden alle Stunden erfasst, die BAV kommt on top und die Gewinnbeteiligung auch.

Und EG11 ist die Stufe für Einstieg mit Promotion direkt nach der Promotion oder eine Stufe über Mastereinstieg. Bei uns steigen die meisten mit Master ein und kommen nach 3-4 Jahren in EG11. Dass du nach offenbar 20 Jahren im Berufsleben auf dem Niveau bist, ist in der Tat überraschend

WiWi Gast schrieb am 12.05.2024:

Ich bin eigentlich kein Mensch, der sich von sowas zu Neid verleiten lässt. Genauso wie mir die Autos der Nachbarn ziemlich egal sind.

Aber irgendwie habe ich es mittlerweile doch geschafft, das ich mich mit meinen 20 Jahren BE und die letzten Jahre von im IGM Konzern und mit 90-95k€ unterbezahlt fühle und unzufrieden bin. Weder gibt es bei uns 100% HO, noch AT Fachkarrieren und die Anforderungen für die Führungskarrieren sind hoch, da gibt es genug Kollegen mit 10+ Jahren im Konzern die das nicht geschafft haben.

Dabei habe ich es insgesamt besser als die meisten unserer Bekannten und mich auch insgesamt die letzten 10 Jahre deutlich verbessert. Trotzdem kommt direkt mal Frust auf, wenn der nächste im Internet behauptet, dass ja jeder total easy im Konzern direkt die 100k knackt und dabei die meiste Zeit nur am daddeln ist.
Btw. ich komme mit meiner Sollarbeitszeit überhaupt nicht hin und auch nicht alles landet auf dem GLZ Konto, solche Späße würde ich sicher nicht machen, wenn ich eigentlich nur 20h die Woche arbeite.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Das Problem ist die Ungeduld: man will am liebsten alles gleichzeitig haben und das geht nun Mal nicht, da Vermögen und Vermögenseinkünfte sehr relevant für Premium- und vor allem Luxuskonsum sind. Man kann sich die angesprochenen Dinge durchaus alle leisten, aber nicht ab sofort, sondern eher nach einem Schema wie:

  • ein großes freistehendes Haus (Garten, Pool,…) --> mit Mitte/Ende 30 (vielleicht kommt der Pool auch erst 10 Jahre später, wenn die Kinder schwimmen können)
  • zwei teure Autos --> vielleicht ein teures oder zwei halbteure in den 30ern, richtig teuer dann zur Midlife Crisis ab Mitte 40 bis 50
  • 5* im Urlaub --> ab Ende 20
  • Flüge in Business Class --> vereinzelt ab den 30ern, regelmäßig ab 50+
  • Markenkleidung --> ab Mitte/Ende 20
  • Uhren und Schmuck --> ab Mitte/Ende 20 alle paar Jahre ein neues größeres Teil

Wenn man 5k je Monat / 60k je Jahr spart (sollte bei den angesprochenen 13k problemlos möglich sein), ist man selbst ohne Zinsen in etwas über 16 Jahren bei der Million auf dem Konto, mit (Zinses-)Zinsen wahrscheinlich eher in +/-12 Jahren. Die Million bringt bei eher konservativen 3% Nachsteuerrendite schon wieder 2,5k je Monat / 30k je Jahr zum sinnlosen Verballern - damit ist mit spätestens 50, wahrscheinlich schon in den 40ern ziemlich viel Kohle für die oben aufgeführten Punkte übrig (vor allem, wenn man die 5k Sparrate weiter reduziert, weil man ja schon ein sehr ordentliches Vermögen hat).

Schaust du jetzt auf einen "reichen" 50-Jährigen mit fast abbezahltem Haus und >1 Mio. liquidem Vermögen, zwei teuren Autos, einer substantiellen Schmuckkollektion aus 5-10 Markenuhren, der schöne Karibikurlaube o.ä. macht, sieht das krass aus. Das kann aber jeder mit so einem Einkommen problemlos selbst erreichen - außer er steckt von Anfang an die Kohle immer zu 90-100% in Konsum statt zu 30-50+% in Investments.

Außerdem ist ja immer die Frage, was ihr darunter versteht, beispielsweise:

  • Was ist ein teures Auto: ein 3 Jahre alter 5er BMW, ein 911er Sondermodell oder ein Ferrari aufwärts? Ersteres ist als Obere Mittelschicht in den 30ern drin, zweiteres mit 50 ggf. auch, für letzteres reicht das Einkommen/Vermögen einfach nicht, dazu ist man besser Multimillionär (und auch nicht nur zweifacher)
  • Was ist Markenkleidung? Tommy Hilfiger oder Ralph Lauren trägt man vielleicht schon als Schüler/Student. Ausschließlich bei Gucci, Prada und LV shoppen ist wohl auch eher was für Multimillionäre (oder absolute Konsumopfer)
  • Mache ich einen 5*-Urlaub für 3k/Person oder für 15k/Person?
  • ...

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

Bei Top1% sprechen wir schon von 270k brutto als Paar. Wenn das nicht für ein Leben in Luxus reichen soll, dann verstehe ich es nicht. Wir sprechen hier von 13000 Netto aufwärts pro Monat!
Man kann sich damit auch ein Haus in einer Ballungsregion leisten. Aber ich sehe auch die Problematik, dass man diesen Status sehr schnell verlieren kann, wenn einer den Job verliert, man sich scheiden lässt, usw.

Vielleicht haben manche das Leben der oberen Hunderttausend vor Augen. Erst dort hat man Vermögen jenseits der 5 Mio..
Leider wird das Bild auch oft dadurch verfälscht, dass ausländische Investoren Häuser in Deutschland kaufen. In München gibt es durchaus Immobilien, die russischen Oligarchen gehören oder den Gadafi Söhnen.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Ich bin auch der Meinung, die eigene Bubble verzerrt das Bild komplett.
Ich wohne in Hamburg, und mein ganzer Freundes- & Bekanntenkreis besteht aus UBlern, Ärzten, Anwälten, eine Richterin, Dipl.Ing. & Teamleads im AT Bereich.

Alle sind Anfang bis Mitte 30, alle zwischen 100k - 200k€.

Uns geht's allen richtig gut, aber spannenderweise fühlt sich keiner reich. Wir leben ein sorgenfreies Leben, alle sparen gut ins Depot, hier und da wurde in letzter Zeit mal eine kleine Wohnung für 200k€ als erstes Investment gekauft, etc.

Aber richtig mithalten, sprich in Hamburg in zentraler Lage eine Doppelhaushälfte (von EFH spricht hier eh keiner) kaufen, das ist nur mit massiv Verzicht möglich. Und wie in allen anderen G7 Städten funktioniert hier ohne Erbe gar nichts.

Und jetzt bitte keiner ums Eck kommen mit: "Ja, aber wenn du 5x Jahre pro Monat 3k sparst, dann investierst, dann kannst du bis Mitte 60 auch die 1.3m€ abbezahlt haben."
Na klar geht das. Aber keiner will sich ein derartiges Klumpenrisiko ans Bein binden. Stichwort Scheidung, Umzug, Ungewissheit ggü. Politik etc.

Zusammenfassend: ja, die eigene Bubble verzerrt massiv den subjektiven Eindruck.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Lebensvorstellungen sind.

Wir gehören sogar zu den Top 1% mit einem Einkommen von über 500k, aber eine große Villa ist nicht unser Lebenstraum. Wir haben ein schönes Reihenhaus im Speckgürtel in dem wir uns sehr wohl fühlen. Auch teure Autos reizen uns nicht und ehrlich gesagt, fährt es sich m.E. in einem schon etwas in die Jahre gekommenen Auto wesentlich entspannter.

Wir geben unser Geld eher für schöne Reisen aus (2-3 schöne Familienurlaube + Reisen über ein verlängertes Wochenende, entweder mit der Familie oder nur mit meiner Frau oder mit Freunden). Der Engpass hier sind wirklich die Schulferien der Kinder und die eigenen Urlaubstage. Ansonsten gehen wir gerne essen und achten bei den Lebensmitteln darauf, dass sie eine sehr hohe Qualität haben.

Da wir aber des Weiteren keine teuren Hobbys haben, sparen wir natürlich viel Geld, welches uns später mal einen Zweitwohnsitz im Ausland ermöglichen soll und schöne Kapitaleinnahmen generieren soll, so dass wir im Rentenalter die Anzahl der Reisen noch deutlich erhöhen können.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Würde dir grundsätzlich schon zustimmen, aber deine Definition der einzelnen "Luxusbestandteile" kann ich nicht teilen. Vor allem weil diese Punkte nicht parallel erreichen kann.

Wenn ich das teure Auto kaufe (in dem von dir genannten Zeitraum), dann kann ich mir den Urlaub in Business Class und 5* Hotel abschminken.

Aber egal wie man es dreht und wendet, mit einem Top 1% Gehalt kannst du dir doch das Einkommen (nicht Jahre zuvor aufgebaute Rücklagen) nicht leisten. Also spricht Kreditrate, Urlaubskosten, Leasing / Abzahlung Auto, Konsum / Kleidung, etc.

Da reichen die 12.000-13.000 EUR netto eben nicht, wenn man noch ein paar Rücklagen bilden will

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

Das Problem ist die Ungeduld: man will am liebsten alles gleichzeitig haben und das geht nun Mal nicht, da Vermögen und Vermögenseinkünfte sehr relevant für Premium- und vor allem Luxuskonsum sind. Man kann sich die angesprochenen Dinge durchaus alle leisten, aber nicht ab sofort, sondern eher nach einem Schema wie:

  • ein großes freistehendes Haus (Garten, Pool,…) --> mit Mitte/Ende 30 (vielleicht kommt der Pool auch erst 10 Jahre später, wenn die Kinder schwimmen können)
  • zwei teure Autos --> vielleicht ein teures oder zwei halbteure in den 30ern, richtig teuer dann zur Midlife Crisis ab Mitte 40 bis 50
  • 5* im Urlaub --> ab Ende 20
  • Flüge in Business Class --> vereinzelt ab den 30ern, regelmäßig ab 50+
  • Markenkleidung --> ab Mitte/Ende 20
  • Uhren und Schmuck --> ab Mitte/Ende 20 alle paar Jahre ein neues größeres Teil

Wenn man 5k je Monat / 60k je Jahr spart (sollte bei den angesprochenen 13k problemlos möglich sein), ist man selbst ohne Zinsen in etwas über 16 Jahren bei der Million auf dem Konto, mit (Zinses-)Zinsen wahrscheinlich eher in +/-12 Jahren. Die Million bringt bei eher konservativen 3% Nachsteuerrendite schon wieder 2,5k je Monat / 30k je Jahr zum sinnlosen Verballern - damit ist mit spätestens 50, wahrscheinlich schon in den 40ern ziemlich viel Kohle für die oben aufgeführten Punkte übrig (vor allem, wenn man die 5k Sparrate weiter reduziert, weil man ja schon ein sehr ordentliches Vermögen hat).

Schaust du jetzt auf einen "reichen" 50-Jährigen mit fast abbezahltem Haus und >1 Mio. liquidem Vermögen, zwei teuren Autos, einer substantiellen Schmuckkollektion aus 5-10 Markenuhren, der schöne Karibikurlaube o.ä. macht, sieht das krass aus. Das kann aber jeder mit so einem Einkommen problemlos selbst erreichen - außer er steckt von Anfang an die Kohle immer zu 90-100% in Konsum statt zu 30-50+% in Investments.

Außerdem ist ja immer die Frage, was ihr darunter versteht, beispielsweise:

  • Was ist ein teures Auto: ein 3 Jahre alter 5er BMW, ein 911er Sondermodell oder ein Ferrari aufwärts? Ersteres ist als Obere Mittelschicht in den 30ern drin, zweiteres mit 50 ggf. auch, für letzteres reicht das Einkommen/Vermögen einfach nicht, dazu ist man besser Multimillionär (und auch nicht nur zweifacher)
  • Was ist Markenkleidung? Tommy Hilfiger oder Ralph Lauren trägt man vielleicht schon als Schüler/Student. Ausschließlich bei Gucci, Prada und LV shoppen ist wohl auch eher was für Multimillionäre (oder absolute Konsumopfer)
  • Mache ich einen 5*-Urlaub für 3k/Person oder für 15k/Person?
  • ...

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

Bei Top1% sprechen wir schon von 270k brutto als Paar. Wenn das nicht für ein Leben in Luxus reichen soll, dann verstehe ich es nicht. Wir sprechen hier von 13000 Netto aufwärts pro Monat!
Man kann sich damit auch ein Haus in einer Ballungsregion leisten. Aber ich sehe auch die Problematik, dass man diesen Status sehr schnell verlieren kann, wenn einer den Job verliert, man sich scheiden lässt, usw.

Vielleicht haben manche das Leben der oberen Hunderttausend vor Augen. Erst dort hat man Vermögen jenseits der 5 Mio..
Leider wird das Bild auch oft dadurch verfälscht, dass ausländische Investoren Häuser in Deutschland kaufen. In München gibt es durchaus Immobilien, die russischen Oligarchen gehören oder den Gadafi Söhnen.

Erstmal muss man als Paar die 270k knacken, wird die Frau Schwanger, ist es schnell vorbei mit den 270k. Zusätzlich: Auch 13.000 EUR netto werden nicht für ein nachhaltiges Luxusleben reichen , weil du dir damit keine hohen Fixkosten ans Bein hängen kannst. Auch den hohen Lebensstil auf mehreren Ebenen zu halten wird schwierig - ergo. kannst du dir punktuell Luxus leisten, aber weder als Fixkosten Block noch laufend.

Somit sehr hohes Haushaltseinkommen != sehr hoher Lebensstandard.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

So sieht’s aus.. ein Luxusleben bezahlst du mit 13.000€ netto nicht. Auch wenn beide Gehälter nachhaltig zur Verfügung stehen

WiWi Gast schrieb am 13.05.2024:

Erstmal muss man als Paar die 270k knacken, wird die Frau Schwanger, ist es schnell vorbei mit den 270k. Zusätzlich: Auch 13.000 EUR netto werden nicht für ein nachhaltiges Luxusleben reichen , weil du dir damit keine hohen Fixkosten ans Bein hängen kannst. Auch den hohen Lebensstil auf mehreren Ebenen zu halten wird schwierig - ergo. kannst du dir punktuell Luxus leisten, aber weder als Fixkosten Block noch laufend.

Somit sehr hohes Haushaltseinkommen != sehr hoher Lebensstandard.

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WiWi Gast

Top 5 % Bestverdiener

Das war schon immer so. Bin selbst Boomer. Eltern Flüchtlinge aus dem Osten, hatten es kurz vor Kriegsenden noch bis in den (zerstörten) Westen geschafft. Andere Klassenkameraden hatten Eltern, die nicht flüchten mussten, weil sie im Westen waren. Da war teilweise auch Grundbesitz vorhanden.

Es kann nicht jeder Glück haben. Ist nun mal so. Wenn Deine Kinder in die Schule gehen werden gibt es da evtl. auch Klassenkameraden, denen es von zu hause aus schlechter geht. Denen wirst Du auch nichts abgeben wollen.

Nur weil man ein gutes Einkommen hat, kann man nicht den lifestyle vermögender Menschen beanspruchen, die im Extremfall überhaupt nicht arbeiten müssen.

WiWi Gast schrieb am 12.05.2024:

Was unberücksichtigt bleibt:
Während diese Leute dann in ein paar Jährchen von Großeltern und Eltern 1-2 Häuschen plus Bankguthaben (also etwa 800k) erben, zahlt man selbst dann erstmal 30 Jahre ab.

Top 5% Gehalt entspricht definitiv nicht einem Lebensstandard der Top 5%.

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