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Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Hallo zusammen, ich (männlich, 25J.) habe einen dualen Bachelor (1.8) und Master-Abschluss (1.5, normale Uni) in Wirtschaftsinformatik gemacht und arbeite seit etwas mehr als 2 Jahren als Software-Entwickler in der Beratung (sehr großes internationales Unternehmen). Ich verdiene seit meinem Einstieg 50k (all in) trotz sehr guter Leistungen und Bewertungen gab es noch keine Gehaltsanpassung (im Unternehmen wird dies auf Corona geschoben). Nach Rücksprache mit meinem Vorgesetzten werde ich nun offiziell befördert auf die nächst höhere Stufe. Genaue Zahlen wollte man mir noch nicht nennen, 53-54k (all in) seien aber recht wahrscheinlich.

Um ehrlich zu sein, bin ich mit dieser Entwicklung nicht zufrieden. Ich habe nun ein Angebot von einem anderen auch recht großen und bekannten Beratungsunternehmen mit 56k + 4-8k Bonus (je nach Auslastung und Performance).

Ich frag mich, ob ich dieses Angebot annehmen soll oder ob es vielleicht besser wäre noch 1 Jahr bei meinem jetzigen Arbeitgeber zu bleiben und dann mit einem noch größeren Gehaltssprung zu wechseln? Zudem bin ich verunsichert, ob ich wegen ~8k mehr Gehalt in der jetzigen "Krisenzeit" wechseln soll, hat dazu jemand eine Meinung?

Was meint ihr kann ich mit meiner jetzigen Erfahrung in der Branche verdienen bzw. fordern (Region West/Süd Deutschland)?

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Bro... du hast einen der gefragtesten abschlüsse, mit top noten, berufserfahrung und bist erst 25... mach dir mal keine sorgen wegen der Krise, du bist top aufgestellt und scheinst einen wirklichen Mehrwert bieten zu wollen und nicht einfach eier zu schaukeln. Du bist deutlich unterbezahlt also hol dir was dir zusteht

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

TE hier. Danke für deine Meinung. Denkt ihr das Gehalt 56k + 4-8k variabel ist mit über 2 Jahren BE angemessen in der IT-Beratung? Vermutlich wird es schwer in der (technischen) Beratung mehr zu verdienen? Ich überlege, noch 2-3 Jahre in der Beratung zu arbeiten und dann in einen (Dax) Konzern oder Versicherung zu wechseln.

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Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Als IT - Berater kann ich dir sagen:

Junge, wach bitte auf. Wegen Leuten wie DIR werden die Gehälter gedrückt. Du hast Bachelor, Master und 2 Jahre BE in einem gefragten Berufsfeld. Unternehmen werden mit dir dieses Spiel solange treiben, solange du bleibst. Solange du nicht die Kündigung auf den Tisch haust, wird halt nichts passieren - mit DIR kann man es halt dann machen. Die Manager im Hintergrund lachen sich schlapp und machen sich die Taschen voll. Wenn du andere Angebote hast (immer hoch pokern!), Kündigung auf den Tisch werfen -> Entweder die Jungs ziehen nicht, wenn nicht, bist du halt weg. Sieh zu, dass es DIR gut geht.

Das kritisiere ich häufig an ITer - im Gegensatz zu BWLern, machen diese sich häufig klein während BWLer bei WiWi-Treff fragen, wie sie mit ihrem BWL Abschluss für 60k einsteigen.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Das kommt drauf an was du machst, bisschen React oder Vue.js wegzeuchs...dann ist das Gehalt angemessen. Prozessberatung im SAP Umfeld? Dann eher zu niedrig. IT Beratung kann alles sein. Aber prinzipiell...wenn dir wer anders mehr bietet bist du aktuell wohl unterbezahlt.

WiWi Gast schrieb am 10.02.2021:

TE hier. Danke für deine Meinung. Denkt ihr das Gehalt 56k + 4-8k variabel ist mit über 2 Jahren BE angemessen in der IT-Beratung? Vermutlich wird es schwer in der (technischen) Beratung mehr zu verdienen? Ich überlege, noch 2-3 Jahre in der Beratung zu arbeiten und dann in einen (Dax) Konzern oder Versicherung zu wechseln.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Ok danke für die Infos Leute :) Eigentlich schade, dass man als Arbeitnehmer "ausgenutzt" wird, wenn man nicht das Unternehmen wechselt.

Also ich bin hauptsächlich im Umfeld Java+SpringBoot (Cloud, AWS) unterwegs. Aber ich denke, ich werde wohl den Wechsel ins neue Unternehmen wagen und die ~8k Erhöhung mitnehmen (insbesondere da das neue Unternehmen mindestens eine genauso gute Reputation, wenn nicht sogar eine bessere hat). Mein Zielgehalt ist dann 60-62k.

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Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 10.02.2021:

Ok danke für die Infos Leute :) Eigentlich schade, dass man als Arbeitnehmer "ausgenutzt" wird, wenn man nicht das Unternehmen wechselt.

Also ich bin hauptsächlich im Umfeld Java+SpringBoot (Cloud, AWS) unterwegs. Aber ich denke, ich werde wohl den Wechsel ins neue Unternehmen wagen und die ~8k Erhöhung mitnehmen (insbesondere da das neue Unternehmen mindestens eine genauso gute Reputation, wenn nicht sogar eine bessere hat). Mein Zielgehalt ist dann 60-62k.

Das ist leider eine Lektion die ich ebenfalls lernen musste. Das gilt übrigens für alle Bereiche - niemand zahlt dir mehr als er / sie muss, wenn du ohnehin da bist. Aus dem Grund bekommst du ja auch bei einem Wechsel mehr - schließlich muss man dir etwas bieten, damit du rauswechselst. Das führt zu den häufige paradoxen Situationen, dass Kollegen derselben Arbeit nachgehen aber tlw. Gehaltsunterschiede von bis zu 20-30k bestehen. Somit wenn es geht immer Wechseln, setzt auch ein Signaling an den AG.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 10.02.2021:

Ok danke für die Infos Leute :) Eigentlich schade, dass man als Arbeitnehmer "ausgenutzt" wird, wenn man nicht das Unternehmen wechselt.

Also ich bin hauptsächlich im Umfeld Java+SpringBoot (Cloud, AWS) unterwegs. Aber ich denke, ich werde wohl den Wechsel ins neue Unternehmen wagen und die ~8k Erhöhung mitnehmen (insbesondere da das neue Unternehmen mindestens eine genauso gute Reputation, wenn nicht sogar eine bessere hat). Mein Zielgehalt ist dann 60-62k.

Hab 2017 meinen Info-Bachelor gemacht und bin im Januar gewechselt. Auch Spring und Angular Entwicklung - also sehr ähnlich zu dir.
Glaub mir, dass du die dicken Gehaltssprünge nur durch Wechsel machst.
Während ich in den ersten 3 Jahren jeweils kleine Hüpfer mit 2k gemacht habe, hat der Wechsel mir einfach mal 20k Gehaltszuwachs eingebracht.

Geld ist nicht alles. Ich würde zum Beispiel nie in einen Konzern wollen auch wenn da nochmal mehr drin ist als bei meiner Firma. Aber man darf sich auch nicht abzocken lassen. Passiert bei den großen Verleihfirmen, die sich die ahnungslosen Absolventen von den Unis schnappen aber leider häufig. Diese Firmen sind sicherlich nicht verkehrt für den Anfang. Man sollte aber doch den Absprung schaffen, wenn man nicht ewig im 40/50k Bereich rumdümpeln will.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Wechseln. Geht mir genauso. Bin mit meinem Gehalt in der IT-Bude auch nicht zufrieden. Daher überlege ich auch zu wechseln und werde es auch so kommunizieren demnächst.

Deshalb ist die Fluktuation auch so hoch in dem Bereich. Die zahlen bei uns im Moment bis zu 10k bis 15k (Mann/ Frau) wenn man jemanden anwirbt. Aber bei Leuten die arbeiten, gab es aufgrund von Corona kaum Beförderungen und nicht mal etwas mehr Gehalt nach einem Jahr. Vorher gab es wenigstens jährliche Gehaltsanpassungen von um die 2%

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 10.02.2021:

Wechseln. Geht mir genauso. Bin mit meinem Gehalt in der IT-Bude auch nicht zufrieden. Daher überlege ich auch zu wechseln und werde es auch so kommunizieren demnächst.

Kann aber auch nach hinten losgehen. ITler überschätzen oft ihren Wert

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Ich frag mich, ob ich dieses Angebot annehmen soll oder ob es vielleicht besser wäre noch 1 Jahr bei meinem jetzigen Arbeitgeber zu bleiben und dann mit einem noch größeren Gehaltssprung zu wechseln? Zudem bin ich verunsichert, ob ich wegen ~8k mehr Gehalt in der jetzigen "Krisenzeit" wechseln soll, hat dazu jemand eine Meinung?

Meiner Ansicht nach ist die Lernkurve das mit Abstand wichtigste zu Beginn der Karriere. Wenn du dich jetzt richtig entwickelst, zahlt sich das über die nächsten Jahrzehnte wesentlich mehr aus als jetzt ein paar tausend Euro netto mehr.

Daher würde ich mich vor einem Wechsel vor allem fragen, was du in deinem jetzigen Job lernst und was für Projekte und Unterstützung du bekommst. Und das dann mit dem möglichen anderen Job vergleichen.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 10.02.2021:

Ok danke für die Infos Leute :) Eigentlich schade, dass man als Arbeitnehmer "ausgenutzt" wird, wenn man nicht das Unternehmen wechselt.

Also ich bin hauptsächlich im Umfeld Java+SpringBoot (Cloud, AWS) unterwegs. Aber ich denke, ich werde wohl den Wechsel ins neue Unternehmen wagen und die ~8k Erhöhung mitnehmen (insbesondere da das neue Unternehmen mindestens eine genauso gute Reputation, wenn nicht sogar eine bessere hat). Mein Zielgehalt ist dann 60-62k.

Ist im IT Bereich ziemlich normal. Es ist wesentlich leichter über einen Wechsel mal 10-20% mehr zu bekommen, als intern durch eine Gehaltserhöhung. Sollte eigentlich anders herum sein, aber die Realität ist da ernüchternd. Lernen die meisten irgendwann (auf die harte Tour).

Man sollte regelmäßig überprüfen, ob das aktuelle Gehalt noch den Marktwert widerspiegelt. Falls nicht sollte man sich am Markt nach einer neuen Stelle umgucken. Wer alle 2-3 Jahre wechselt, hat recht schnell ein wesentlich höheres Gehalt, als derjenige, der seit X Jahren beim gleichen Laden hockt. Und das oftmals trotz ähnlicher Leistung.

Wenn man dann irgendwann einen "Zielkorridor" erreicht hat (für viele Berufe gibt es irgendwann eine Grenze, wo deutlich mehr nur noch mit überproportionalen Zugeständnissen möglich ist) dann kann man anfangen zu optimieren hinsichtlich Arbeitsbedingungen etc.

Generell sind ~60k für Winfo Master + 2 Jahre relevante Erfahrung im Entwicklungsbereich auch absolut angemessen. Viel mehr wird schwierig, bei weniger würdest du dich auf Dauer aber auch abzocken lassen.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 10.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 10.02.2021:

Wechseln. Geht mir genauso. Bin mit meinem Gehalt in der IT-Bude auch nicht zufrieden. Daher überlege ich auch zu wechseln und werde es auch so kommunizieren demnächst.

Kann aber auch nach hinten losgehen. ITler überschätzen oft ihren Wert

Nach der Logik sollte man nie den Job wechseln. Klar kann es dann vielleicht doch nicht so toll sein, wie man sich erhofft, aber wer weiß das vorher? Vielleicht fühlt man sich aber auch super wohl und hat dann zudem noch mehr Gehalt.

Übrigens glaube ich eher, dass BWLer zu oft ihren Wert überschätzen. Gute (!) ITler (Programmierer) können enorm wichtig für Unternehmen sein und dem Unternehmen langfristig ein Vielfaches ihres Gehaltes wieder einbringen. Wenn ich mir hingegen so manche Powerpoint Präsentationen von BWLern/Beratern anschaue.....aber naja, das ist eine andere Diskussion ;)

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Das kommt drauf an, was der ITler macht. Die meisten programmieren halt einfach nur irgendwas runter, was sich BWLer ausgedacht haben und sind dann problemlos ersetzbar. Natürlich soll das dann möglichst billig sein, der eigentliche Wert steckt ja in der Idee und im Vertrieb und nicht in der Umsetzung.

Wo die ITler wirklich wertvoll sind (aber das ist leider der deutlich kleinere Teil), sind komplexe Softwareprodukte, wo z.B. nur ein IT-Spezialist entscheidende Hinweise geben kann, wie die Kosten noch weiter minimiert werden können, oder wie man aus Big Data profitables Wissen ziehen kann, oder wie ein IT-System gegen Angriffe geschützt wird.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 11.02.2021:

Das kommt drauf an, was der ITler macht. Die meisten programmieren halt einfach nur irgendwas runter, was sich BWLer ausgedacht haben und sind dann problemlos ersetzbar. Natürlich soll das dann möglichst billig sein, der eigentliche Wert steckt ja in der Idee und im Vertrieb und nicht in der Umsetzung.

Wo die ITler wirklich wertvoll sind (aber das ist leider der deutlich kleinere Teil), sind komplexe Softwareprodukte, wo z.B. nur ein IT-Spezialist entscheidende Hinweise geben kann, wie die Kosten noch weiter minimiert werden können, oder wie man aus Big Data profitables Wissen ziehen kann, oder wie ein IT-System gegen Angriffe geschützt wird.

Genau das ist der Grund warum ich nicht mehr Entwickler bin. "Programmiert was runter, was sich der BWLer ausgedacht hat". Ganz im Gegenteil. Der BWLer gibt meist nur ein grobes Konzept vor, der Entwickler muss das Konzept erstmal viel feingranularer formalisieren und darstellen bevor es entwickelt werden kann, anschliessend umsetzen. Er muss das Konzept vom BWLer verstehen und auch noch die Detaillogik, oben drauf auch noch die technischen Hintergründe und die Programmierung. Zumindest ist das in komplexen SAP Landschaften so. Mag sein, dass das in einer Werbeagentur wo ein bisschen an Webdesign "programmiert" wird und der BWLer sagt, man brauche dort und hier noch einen Button, der bunt blinkt wenn eine Werbeaktion kommt, anders ist.

Es stimmt aber schon, dass man deutliche Gehaltssprünge in der IT fast nur mit Wechsel schafft. Auch stimmt, dass ITler manchmal etwas zu wenig forsch nach höheren Gehältern fragen. Oft zählt einfach der "Wohlfühlfaktor" mehr, heisst Arbeitsumfeld, Technologien und Freiheiten im Job, während bei BWLer oft Gehalt, Status und Karriere am Wichtigsten ist.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Gehaltsentwicklung in IT-Beratung (Software-Entwickler sind in meinen Augen keine Berater) bei mir:

Einstieg 2015: 41k
2016: 44k
2017, nach AG-Wechsel: 52k fix + 8k var.
2018, nach Beförderung: 56 k fix + 14k var.
2020, nach Beförderung: 60k fix + 20k var. + Auto
2020, nach AG-Wechsel: 85k fix + Auto + geringere Arbeitszeiten
2021, nach Beförderung: 85k fix + 10k var. + Auto

Hätte ich die AG-Wechsel nicht durchgezogen, würde ich bei AG 1 sicherlich bei 65k hängen. Als Größenordnung für meinen nächsten Wechsel peile ich 120k an und ich wechsle sofort, sobald sich die Gelegenheit bietet.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 11.02.2021:

Das kommt drauf an, was der ITler macht. Die meisten programmieren halt einfach nur irgendwas runter, was sich BWLer ausgedacht haben und sind dann problemlos ersetzbar. Natürlich soll das dann möglichst billig sein, der eigentliche Wert steckt ja in der Idee und im Vertrieb und nicht in der Umsetzung.

Wo die ITler wirklich wertvoll sind (aber das ist leider der deutlich kleinere Teil), sind komplexe Softwareprodukte, wo z.B. nur ein IT-Spezialist entscheidende Hinweise geben kann, wie die Kosten noch weiter minimiert werden können, oder wie man aus Big Data profitables Wissen ziehen kann, oder wie ein IT-System gegen Angriffe geschützt wird.

Genau das ist der Grund warum ich nicht mehr Entwickler bin. "Programmiert was runter, was sich der BWLer ausgedacht hat". Ganz im Gegenteil. Der BWLer gibt meist nur ein grobes Konzept vor, der Entwickler muss das Konzept erstmal viel feingranularer formalisieren und darstellen bevor es entwickelt werden kann, anschliessend umsetzen. Er muss das Konzept vom BWLer verstehen und auch noch die Detaillogik, oben drauf auch noch die technischen Hintergründe und die Programmierung. Zumindest ist das in komplexen SAP Landschaften so. Mag sein, dass das in einer Werbeagentur wo ein bisschen an Webdesign "programmiert" wird und der BWLer sagt, man brauche dort und hier noch einen Button, der bunt blinkt wenn eine Werbeaktion kommt, anders ist.

Es stimmt aber schon, dass man deutliche Gehaltssprünge in der IT fast nur mit Wechsel schafft. Auch stimmt, dass ITler manchmal etwas zu wenig forsch nach höheren Gehältern fragen. Oft zählt einfach der "Wohlfühlfaktor" mehr, heisst Arbeitsumfeld, Technologien und Freiheiten im Job, während bei BWLer oft Gehalt, Status und Karriere am Wichtigsten ist.

So sehe ich das auch. Ich erlebe es in der IT auch oft, dass ein Kunde ("BWLer") mit einem Problem zu uns kommt, was wir dann lösen sollen. Wie diese Lösung dann aussehen soll dürfen wir ihm dann aus den Fingern saugen und müssen da noch ganz erheblich zuarbeiten, bevor man mit der Umsetzung beginnen kann.

Dass Kunden nur "einfach etwas runter programmiert" haben wollen, kommt selten vor. Das gibt es vielleicht bei Konzern-ITlern, die im Keller nur am Coden sind, im IT-Consulting ist mir das noch nie passiert.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 11.02.2021:

Das kommt drauf an, was der ITler macht. Die meisten programmieren halt einfach nur irgendwas runter, was sich BWLer ausgedacht haben und sind dann problemlos ersetzbar. Natürlich soll das dann möglichst billig sein, der eigentliche Wert steckt ja in der Idee und im Vertrieb und nicht in der Umsetzung.

Wo die ITler wirklich wertvoll sind (aber das ist leider der deutlich kleinere Teil), sind komplexe Softwareprodukte, wo z.B. nur ein IT-Spezialist entscheidende Hinweise geben kann, wie die Kosten noch weiter minimiert werden können, oder wie man aus Big Data profitables Wissen ziehen kann, oder wie ein IT-System gegen Angriffe geschützt wird.

Genau das ist der Grund warum ich nicht mehr Entwickler bin. "Programmiert was runter, was sich der BWLer ausgedacht hat". Ganz im Gegenteil. Der BWLer gibt meist nur ein grobes Konzept vor, der Entwickler muss das Konzept erstmal viel feingranularer formalisieren und darstellen bevor es entwickelt werden kann, anschliessend umsetzen. Er muss das Konzept vom BWLer verstehen und auch noch die Detaillogik, oben drauf auch noch die technischen Hintergründe und die Programmierung. Zumindest ist das in komplexen SAP Landschaften so. Mag sein, dass das in einer Werbeagentur wo ein bisschen an Webdesign "programmiert" wird und der BWLer sagt, man brauche dort und hier noch einen Button, der bunt blinkt wenn eine Werbeaktion kommt, anders ist.

Es stimmt aber schon, dass man deutliche Gehaltssprünge in der IT fast nur mit Wechsel schafft. Auch stimmt, dass ITler manchmal etwas zu wenig forsch nach höheren Gehältern fragen. Oft zählt einfach der "Wohlfühlfaktor" mehr, heisst Arbeitsumfeld, Technologien und Freiheiten im Job, während bei BWLer oft Gehalt, Status und Karriere am Wichtigsten ist.

So sehe ich das auch. Ich erlebe es in der IT auch oft, dass ein Kunde ("BWLer") mit einem Problem zu uns kommt, was wir dann lösen sollen. Wie diese Lösung dann aussehen soll dürfen wir ihm dann aus den Fingern saugen und müssen da noch ganz erheblich zuarbeiten, bevor man mit der Umsetzung beginnen kann.

Dass Kunden nur "einfach etwas runter programmiert" haben wollen, kommt selten vor. Das gibt es vielleicht bei Konzern-ITlern, die im Keller nur am Coden sind, im IT-Consulting ist mir das noch nie passiert.

Ist auch im Konzern nicht so. Bin deswegen auch nicht mehr als SAP Entwickler und Berater unterwegs. Die Wertschätzung ist einfach gering. Dann lieber bei mehr Geld keine operative Verantwortung. Einerseits traurig, aber so ist das halt ;)

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 11.02.2021:

Genau das ist der Grund warum ich nicht mehr Entwickler bin. "Programmiert was runter, was sich der BWLer ausgedacht hat". Ganz im Gegenteil. Der BWLer gibt meist nur ein grobes Konzept vor, der Entwickler muss das Konzept erstmal viel feingranularer formalisieren und darstellen bevor es entwickelt werden kann, anschliessend umsetzen.

Das mag sein, aber ich kann trotzdem verstehen, wieso das für einen wirtschaftlich denkenden BWLer nur ein lästiger Kostenfaktor ist, der minimiert werden soll. Er will nicht, dass das Programmiererteam erstmal wochenlang in Meetings über die optimale Softwarearchitektur diskutiert, denn er kann den Mehrwert dahinter nicht sehen und der Endkunde meistens auch nicht - der will einfach möglichst schnell sichtbare Ergebnisse hübsch präsentiert haben. Und die kann eine Gruppe von 50 Asiaten schneller liefern als ein professionell arbeitendes deutsches Entwicklerteam. Für den Feinschliff gibt es dann schön teure Nachfolgeaufträge und Wartungsverträge. So läuft das heutzutage leider.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Welche Firmen gibt es denn im IT-Consulting, die solche Gehälter zahlen? Die hier genannten Beträge decken sich ja nicht mit den Gehältern von den großen Adressen wie Capgemini, Accenture oder Adesso (zumindest nicht in der breiten Masse).

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 11.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 11.02.2021:

Genau das ist der Grund warum ich nicht mehr Entwickler bin. "Programmiert was runter, was sich der BWLer ausgedacht hat". Ganz im Gegenteil. Der BWLer gibt meist nur ein grobes Konzept vor, der Entwickler muss das Konzept erstmal viel feingranularer formalisieren und darstellen bevor es entwickelt werden kann, anschliessend umsetzen.

Das mag sein, aber ich kann trotzdem verstehen, wieso das für einen wirtschaftlich denkenden BWLer nur ein lästiger Kostenfaktor ist, der minimiert werden soll. Er will nicht, dass das Programmiererteam erstmal wochenlang in Meetings über die optimale Softwarearchitektur diskutiert, denn er kann den Mehrwert dahinter nicht sehen und der Endkunde meistens auch nicht - der will einfach möglichst schnell sichtbare Ergebnisse hübsch präsentiert haben. Und die kann eine Gruppe von 50 Asiaten schneller liefern als ein professionell arbeitendes deutsches Entwicklerteam. Für den Feinschliff gibt es dann schön teure Nachfolgeaufträge und Wartungsverträge. So läuft das heutzutage leider.

Zum Glück ist diese Phase an vielen Stellen vorbei und der Trend geht aktuell wieder massiv zum Insourcing bzw. wenn dann zum Outsourcing zu professionellen Anbietern innerhalb Deutschlands.
Irgendwann hat auch mal der letzte Manager gelernt, dass auch 10 Inder Geld kosten, wenn sie in ihren Arbeitsstunden nix produktives machen, selbst wenn die Arbeitsstunden billig sind.
Und gerade solches Outsourcing erfordert, dass man vorher einen genauen Plan davon hat, was und wie man etwas umsetzen will. Und das habe ich bisher noch bei faktisch keinem IT Projekt erlegt, egal ob Großkonzern oder Mittelständler (erstere waren sogar wesentlich chaotischer).

Was auch irgendwo der Grund ist, warum ich als Senior Engineer zu 80% meiner Arbeitszeit mich genau damit beschäftige, die schwammigen Kundenanforderungen abzustimmen und in belastbare Anforderungen zu gießen. Die Umsetzung sind dann vielleicht noch 20% der Arbeitszeit.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Welche Firmen gibt es denn im IT-Consulting, die solche Gehälter zahlen? Die hier genannten Beträge decken sich ja nicht mit den Gehältern von den großen Adressen wie Capgemini, Accenture oder Adesso (zumindest nicht in der breiten Masse).

Von welchen Gehältern sprichst du? 55k mit Master + 2 Jahren BE sollten schon mind. drin sein bei Capgemini. Oder was denkst du, was man da verdient?

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Welche Firmen gibt es denn im IT-Consulting, die solche Gehälter zahlen? Die hier genannten Beträge decken sich ja nicht mit den Gehältern von den großen Adressen wie Capgemini, Accenture oder Adesso (zumindest nicht in der breiten Masse).

Von welchen Gehältern sprichst du? 55k mit Master + 2 Jahren BE sollten schon mind. drin sein bei Capgemini. Oder was denkst du, was man da verdient?

Der TE hat 2 Jahre BE, wird bald befördert und kommt dann auf 53-54k. Das entspricht in etwa meiner Vorstellung von den genannten Firmen. Ihm wird aber oben gesagt, er ist deutlich unterbezahlt und wegen einer solchen Einstellung kann die Branche Gehälter drücken. Wo verdient man denn im IT Consluting mit einem solchem Profil erheblich mehr? (Sagen wir Mal >65k?) Ich frage, weil ich vor kurzem im IT Consulting eingestiegen bin und verstehen möchte, wo die Reise hingehen kann

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Welche Firmen gibt es denn im IT-Consulting, die solche Gehälter zahlen? Die hier genannten Beträge decken sich ja nicht mit den Gehältern von den großen Adressen wie Capgemini, Accenture oder Adesso (zumindest nicht in der breiten Masse).

Die von dir genannten zahlen generell nicht gut. Ich war selbst bei Adesso und die zahlen einfach unterirdisch. Mit Master bekommt man da auch heute nicht mehr als 45k zum Einstieg. Da kriegt jeder Konzern-Trainee mehr.
Meiner Erfahrung nach zahlen eher die kleineren Beratungen wirklich gut. Bin nach 4 Jahren BE bei einer 20 Mann Bude und verdiene mit allen Boni 70k.

Einfach mal umhören. Auch die Headhunter bei Xing können mal ganz hilfreich sein und reden auch hin und wieder nicht ausschließlich Unsinn. Bin auch an meine Firma über einen Vermittler gekommen und bereue es ganz und gar nicht.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Welche Firmen gibt es denn im IT-Consulting, die solche Gehälter zahlen? Die hier genannten Beträge decken sich ja nicht mit den Gehältern von den großen Adressen wie Capgemini, Accenture oder Adesso (zumindest nicht in der breiten Masse).

Die von dir genannten zahlen generell nicht gut. Ich war selbst bei Adesso und die zahlen einfach unterirdisch. Mit Master bekommt man da auch heute nicht mehr als 45k zum Einstieg. Da kriegt jeder Konzern-Trainee mehr.
Meiner Erfahrung nach zahlen eher die kleineren Beratungen wirklich gut. Bin nach 4 Jahren BE bei einer 20 Mann Bude und verdiene mit allen Boni 70k.

Einfach mal umhören. Auch die Headhunter bei Xing können mal ganz hilfreich sein und reden auch hin und wieder nicht ausschließlich Unsinn. Bin auch an meine Firma über einen Vermittler gekommen und bereue es ganz und gar nicht.

Bin nach 5 Jahren BE bei adesso und verdiene über 85k. Finde das ganz in Ordnung.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Welche Firmen gibt es denn im IT-Consulting, die solche Gehälter zahlen? Die hier genannten Beträge decken sich ja nicht mit den Gehältern von den großen Adressen wie Capgemini, Accenture oder Adesso (zumindest nicht in der breiten Masse).

Von welchen Gehältern sprichst du? 55k mit Master + 2 Jahren BE sollten schon mind. drin sein bei Capgemini. Oder was denkst du, was man da verdient?

Der TE hat 2 Jahre BE, wird bald befördert und kommt dann auf 53-54k. Das entspricht in etwa meiner Vorstellung von den genannten Firmen. Ihm wird aber oben gesagt, er ist deutlich unterbezahlt und wegen einer solchen Einstellung kann die Branche Gehälter drücken. Wo verdient man denn im IT Consluting mit einem solchem Profil erheblich mehr? (Sagen wir Mal >65k?) Ich frage, weil ich vor kurzem im IT Consulting eingestiegen bin und verstehen möchte, wo die Reise hingehen kann

Das würde mich auch interessieren. Vermutlich nur bei den Top-Arbeitgebern (Autobauer, generell IGM, Google, Microsoft, Amazon) oder aber bei kleinen IT-Beratungen (mit 20 Leuten) wie hier schon erwähnt wurde.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Zum Glück ist diese Phase an vielen Stellen vorbei und der Trend geht aktuell wieder massiv zum Insourcing bzw. wenn dann zum Outsourcing zu professionellen Anbietern innerhalb Deutschlands.
Irgendwann hat auch mal der letzte Manager gelernt, dass auch 10 Inder Geld kosten, wenn sie in ihren Arbeitsstunden nix produktives machen, selbst wenn die Arbeitsstunden billig sind.
Und gerade solches Outsourcing erfordert, dass man vorher einen genauen Plan davon hat, was und wie man etwas umsetzen will. Und das habe ich bisher noch bei faktisch keinem IT Projekt erlegt, egal ob Großkonzern oder Mittelständler (erstere waren sogar wesentlich chaotischer).

Was auch irgendwo der Grund ist, warum ich als Senior Engineer zu 80% meiner Arbeitszeit mich genau damit beschäftige, die schwammigen Kundenanforderungen abzustimmen und in belastbare Anforderungen zu gießen. Die Umsetzung sind dann vielleicht noch 20% der Arbeitszeit.

Die Auslagerung der Daimler IT nach Indien vor ein paar Wochen zeigt genau das Gegenteil.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Zum Glück ist diese Phase an vielen Stellen vorbei und der Trend geht aktuell wieder massiv zum Insourcing bzw. wenn dann zum Outsourcing zu professionellen Anbietern innerhalb Deutschlands.
Irgendwann hat auch mal der letzte Manager gelernt, dass auch 10 Inder Geld kosten, wenn sie in ihren Arbeitsstunden nix produktives machen, selbst wenn die Arbeitsstunden billig sind.
Und gerade solches Outsourcing erfordert, dass man vorher einen genauen Plan davon hat, was und wie man etwas umsetzen will. Und das habe ich bisher noch bei faktisch keinem IT Projekt erlegt, egal ob Großkonzern oder Mittelständler (erstere waren sogar wesentlich chaotischer).

Was auch irgendwo der Grund ist, warum ich als Senior Engineer zu 80% meiner Arbeitszeit mich genau damit beschäftige, die schwammigen Kundenanforderungen abzustimmen und in belastbare Anforderungen zu gießen. Die Umsetzung sind dann vielleicht noch 20% der Arbeitszeit.

Die Auslagerung der Daimler IT nach Indien vor ein paar Wochen zeigt genau das Gegenteil.

Es wäre mal interessant zu dem Thema belastbare Informationen zu bekommen.

Ich habe mich vor längerer Zeit mal mit einem Big 4 Manager unterhalten, der eigentlich sehr begeistert vom Outsourcing nach Osteuropa war. Für den Preis eines fertigen Azubis hier bekommt man dort einen Master Absolventen und die Ergebnisse wären gut.
Er meinte dass man einem Shared Service Center aber auch Zeit geben muss um anzulaufen und man nicht von Beginn an die gleichen Ergebnisse erwarten kann.

Ich Frage mich wie viel Deutsche Arroganz in der Thematik verwurzelt ist und ob unsere Ausbildung im Vergleich zu günstigeren Ländern wirklich besser ist.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Der TE hat 2 Jahre BE, wird bald befördert und kommt dann auf 53-54k. Das entspricht in etwa meiner Vorstellung von den genannten Firmen. Ihm wird aber oben gesagt, er ist deutlich unterbezahlt und wegen einer solchen Einstellung kann die Branche Gehälter drücken. Wo verdient man denn im IT Consluting mit einem solchem Profil erheblich mehr? (Sagen wir Mal >65k?) Ich frage, weil ich vor kurzem im IT Consulting eingestiegen bin und verstehen möchte, wo die Reise hingehen kann

Dann sollte man sich nicht nur bei den großen bekannten Namen bewerben. Die haben genug Bewerber und können die Gehälter drücken.

Es gibt genug kleinere IT-Unternehmen im Bereich 100-1000 MA. Die sind oft relativ unbekannt und greifen daher aber auch tiefer in die Tasche bei passenden Bewerbern.
Einfach mal die entsprechenden Stellenbörsen durchsuchen.

Außerdem sollte man sich nicht so sehr auf den Begriff "IT Consulting" versteifen. Heutzutage werden sogar normale Admins teilweise als "System Consultant" oder ähnliches eingestellt. Man sollte daher gucken, welche Aufgaben wirklich hinter dem Jobtitel stehen. Gerade am Anfang ist technisch oftmals erstmal besser als organisatorisch.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Zum Glück ist diese Phase an vielen Stellen vorbei und der Trend geht aktuell wieder massiv zum Insourcing bzw. wenn dann zum Outsourcing zu professionellen Anbietern innerhalb Deutschlands.
Irgendwann hat auch mal der letzte Manager gelernt, dass auch 10 Inder Geld kosten, wenn sie in ihren Arbeitsstunden nix produktives machen, selbst wenn die Arbeitsstunden billig sind.
Und gerade solches Outsourcing erfordert, dass man vorher einen genauen Plan davon hat, was und wie man etwas umsetzen will. Und das habe ich bisher noch bei faktisch keinem IT Projekt erlegt, egal ob Großkonzern oder Mittelständler (erstere waren sogar wesentlich chaotischer).

Was auch irgendwo der Grund ist, warum ich als Senior Engineer zu 80% meiner Arbeitszeit mich genau damit beschäftige, die schwammigen Kundenanforderungen abzustimmen und in belastbare Anforderungen zu gießen. Die Umsetzung sind dann vielleicht noch 20% der Arbeitszeit.

Die Auslagerung der Daimler IT nach Indien vor ein paar Wochen zeigt genau das Gegenteil.

Es wäre mal interessant zu dem Thema belastbare Informationen zu bekommen.

Ich habe mich vor längerer Zeit mal mit einem Big 4 Manager unterhalten, der eigentlich sehr begeistert vom Outsourcing nach Osteuropa war. Für den Preis eines fertigen Azubis hier bekommt man dort einen Master Absolventen und die Ergebnisse wären gut.
Er meinte dass man einem Shared Service Center aber auch Zeit geben muss um anzulaufen und man nicht von Beginn an die gleichen Ergebnisse erwarten kann.

Ich Frage mich wie viel Deutsche Arroganz in der Thematik verwurzelt ist und ob unsere Ausbildung im Vergleich zu günstigeren Ländern wirklich besser ist.

Ich muss daran denken, dass die Manager Stelle auch outgesourct werden kann. Mit Migrationshintergrund aus Rumänien könnte ich als perfekter Vermittler tätig werden. Man müsste mir nur die Reisekosten erstatten, falls welche anfallen sollten. Zoom reicht aus.
Cluj boomt im Auto Sektor.
Die Frage ist interessant, ob ein Mathematik/Informatik Abschluss aus Osteuropa schlechter sei? Haben wir durch Bologna nicht alles gleichgeschaltet?

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Dann sollte man sich nicht nur bei den großen bekannten Namen bewerben. Die haben genug Bewerber und können die Gehälter drücken.

Das kann ich bestätigen. Bin ebenfalls bei einem kleinen unbekannten 300-MA-Unternehmen eingestiegen, das überraschenderweise nach IGM bezahlt. Natürlich nicht ganz so viel wie die OEMs, aber viel fehlt nicht.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 12.02.2021:

Die Auslagerung der Daimler IT nach Indien vor ein paar Wochen zeigt genau das Gegenteil.

Es wäre mal interessant zu dem Thema belastbare Informationen zu bekommen.

Ich habe mich vor längerer Zeit mal mit einem Big 4 Manager unterhalten, der eigentlich sehr begeistert vom Outsourcing nach Osteuropa war. Für den Preis eines fertigen Azubis hier bekommt man dort einen Master Absolventen und die Ergebnisse wären gut.
Er meinte dass man einem Shared Service Center aber auch Zeit geben muss um anzulaufen und man nicht von Beginn an die gleichen Ergebnisse erwarten kann.

Ich Frage mich wie viel Deutsche Arroganz in der Thematik verwurzelt ist und ob unsere Ausbildung im Vergleich zu günstigeren Ländern wirklich besser ist.

Weißt du wie oft Daimler Abteilungen hin und her verlagert hat? Google mal. Das hat nix mit langfristigen Trends zu tun, sondern ist reiner Management-Aktionismus. In ein paar Monaten gibt es dann wieder gegenteilige Meldung.

Wenn man mit IT Managern spricht, hört man natürlich oft, dass die Leistung in Osteuropa top sein soll. Das stimmt insofern, dass Osteuropa zumindest ein höheres Niveau als Indien erreicht und für wesentlich mehr Projekte brauchbar ist. Das mit dem Azubi/Master Gehaltsvergleich mag auch stimmen, aber sagt nichts über die Qualität des Personals aus. Ganz andere Länder und ganz andere Bildungssysteme (Bologna hin oder her).

Ich verstehe immer nicht, wie Leute behaupten, dass Entwicklung eh alles billig ausgelagert wird. Ist vielleicht genau die deutsche Mentalität die uns international in der Digitalisierung total zurückfallen lässt, im Vergleich zum Rest der Welt. Hauptsache billig.
Warum sitzen wohl die großen Tech-Konzerne nach wie vor im Silicon Valley und zahlen 300-500k pro Entwickler, wenn sie dafür in Osteuropa oder Indien 10-15 Personen kriegen würden? Vielleicht spielt ja Qualität und Können doch eine größere Rolle in der Entwicklung...

Als jemand der jetzt seit 13 Jahren als Softwareentwickler tätig ist, habe ich diese Outsourcing Geschichte schon etliche Male gehört (so alle 2-3 Jahre kommt das als Hype wieder). Tatsächlich kann ich mich während dieser Zeit aber nicht über sinkende Gehälter oder schlechtere Projektlage beschweren. Eher im Gegenteil.

Vielleicht funktioniert Softwareentwicklung doch nicht ganz so, wie sich das viele Nicht-ITler manchmal vorstellen... Viele Grundsätze die in der Management-Theorie gelehrt werden, funktionieren bei der Softwareentwicklung nicht. 10 schlechte Entwickler sind unter Umständen nicht ansatzweise so produktiv wie 1 Guter.
Und Softwareentwicklung ist eben auch kein Code schreiben im Akkord. Codezeilen (oder "Lines of Code" in Entwicklersprache) sind auch kein Benchmark für Produktivität. Es gibt sogar inzwischen die Anti-Theorie, dass man als Entwickler mit vielen Lines of Code am Tag eigentlich unproduktiv ist, weil man es nicht schafft Probleme effizient zu lösen.

Weil aus diesem Spannungsfeld zwischen "Management" und Entwicklern häufig scheiternde oder massiv überzogene Projekte entstanden sind, ist eigentlich schon Ende der 60er Jahre das Feld "Software Engineering" entstanden. Weil Softwareentwicklung eben nicht nur "ein bisschen programmieren" ist. Leider wird der Ansatz die Entwicklung einer Software mehr ingenieursmäßig (Planung, Umsetzung, Steuerung etc.) zu gestalten, immer noch von entsprechenden Managern behindert.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Ich war mal bei msg global, dort war es vor 2 Jahren als ich gegangen bin so, dass von den Mitarbeitern in Europa ca 90 in Deutschland waren, vllt. 10 in der Schweiz und ca 300 in Serbien (+ noch ne Handvoll in Italien, Spanien und England).

Dort läuft das outsourcing recht gut, für die deutschen Berater zu gut.
Es wurden von Kunden regelmässig die Kollegen aus Belgrad vorgezogen, da man dort nur die Hälfte vom Tagessatz verrechnet hat.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Vielleicht mal ein paar Gedanken zu den diversen Themen hier im Thread.
Ich bin über 10j in der IT Branche, im weitesten Sinne Consulting.
Hab mit C# und Java entwickelt, Projektleitung gemacht und bin mittlerweile in einer Managementposition.

In den letzten gut 10 Jahre haben sich die Tagessätze (zumindest in den Unternehmen die ich kenne) nicht wirklich erhöht, laut Liste liegen die vielleicht bei 1000-1200 EUR. Viele große Unternehmen lagern ihre IT an z. B. Infosys oder Wipro aus die mit ihrem indischen Personal deutlich niedrigere Tagessätze anbieten können. Meist geht man dann mit dem Tagessatz runter, vielleicht auf 800 EUR, oder man rechnet die Aufwände schön was am Ende aufs Gleiche rauskommt. Jetzt hab ich einen Consultant der mich 60k im Jahr kostet (nur sein Gehalt), also 5k im Monat, bei 20 Tagen/Monat also 250EUR/Tag (Urlaub, Krankheit, etc. nicht gerechnet). Darauf kommen Lohnnebenkosten, Gebäude, Hardware, Infrastruktur, Wasserkopf etc. Ich verdoppel einfach mal auf 500EUR/Tag. Jetzt hab ich eine Mischkalkulation im Projekt weil mich ein Projektleiter mehr kostet, sagen wir 350EUR/Tag * 2 = 700EUR. Jetzt sind beide aber vielleicht nicht immer zu 100% ausgelastet (interne Fortbildung, etc.).
All das sorgt dafür, dass trotz Personalknappheit die Gehälter nicht wirklich nach oben gehen.

Manchmal schüttel ich darüber auch den Kopf, schließlich bin ich ja nicht nur Manager sondern auch Arbeitnehmer.

Für deutlich mehr Geld muss man entweder wechseln oder befördert werden. Wobei man beim Wechsel immer damit rechnen muss, dass man sich irgendwo so teuer einkauft, dass die nächsten Jahre am Gehalt nichts/wenig passiert und man ist erneut gefrustet. Ein erster Wechsel nach ca. 2 Jahren lohnt sich meist deswegen, weil der 1. Arbeitgeber nach dem Studium die "initalen" Einarbeitungskosten übernommen hat, der 2. Arbeitgeber hat nur noch die "normalen" Einarbeitungskosten.

Grundsätzlich würde ich dazu raten zum Chef zu gehen und zu sagen, dass man eigentlich gerne bleiben würde, aber ein anderes Unternehmen bietet entsprechend mehr. Gesetzt dem Fall man ist wirklich gut und hält sich nicht nur dafür hat nun der Chef intern das Argument: der ist gut, wir sollten ihn halten, ich brauch mehr Geld für ihn.

Nachhaltiger sind denke ich Beförderungen, weil man hier wirklich einen Mehrwert schafft der entsprechend bezahlt werden kann bzw. ich kann meinem Chef gegenüber wieder sagen, der ist gut, der sollte Senior Consultant sein, und dann ist es auch kein Thema, dass damit mehr Gehalt einher geht. Euer Chef brauch auch immer Argumente gegenüber seinem Chef.

Was ich immer wieder sehe bei meinen Leuten. Ein Consultant kann technisch sehr gut sein, aber wenn er z. B. die Kundenkommunikation nicht hinbekommt und ich mich deswegen selbst in ein Projekt involvieren muss, dann ist es einfach schwer den zu befördern und mehr zu zahlen. Also ab einem bestimmten Punkt sind die technischen Fähigkeiten nicht mehr das Einzige.

Grundsätzlich sollte es bei all diesen Überlegungen dem Unternehmen finanziell gut gehen, sonst sollte man eh gehen weil einfach nicht wirklich Geld für mehr da ist.

Ein Grund den ich sehe für die teilweise angeführten höheren WiWi-Gehälter. Ein WiWi der nicht für einen bestimmten Tagessatz extern verkauft wird sondern z. B. durch seine Arbeit irgendwie 1 Mio. an Kosten einspart kann dann leichter mehr Kosten weil er sich nicht selbst durch seinen Tagessatz finanzieren muss.

Ach ja, wir haben auch etliche Entwickler in Osteuropa. Hier wie dort gibt es gute und schlechte Leute - nur im Schnitt sind die Leute "drüben" günstiger. Der Vorteil eines Deutschen liegt dann eigentlich nur noch darin, wenn der Kunde unbedingt jemand deutschsprachiges will.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 20.02.2021:

Vielleicht mal ein paar Gedanken zu den diversen Themen hier im Thread.
Ich bin über 10j in der IT Branche, im weitesten Sinne Consulting.
Hab mit C# und Java entwickelt, Projektleitung gemacht und bin mittlerweile in einer Managementposition.

In den letzten gut 10 Jahre haben sich die Tagessätze (zumindest in den Unternehmen die ich kenne) nicht wirklich erhöht, laut Liste liegen die vielleicht bei 1000-1200 EUR. Viele große Unternehmen lagern ihre IT an z. B. Infosys oder Wipro aus die mit ihrem indischen Personal deutlich niedrigere Tagessätze anbieten können. Meist geht man dann mit dem Tagessatz runter, vielleicht auf 800 EUR, oder man rechnet die Aufwände schön was am Ende aufs Gleiche rauskommt. Jetzt hab ich einen Consultant der mich 60k im Jahr kostet (nur sein Gehalt), also 5k im Monat, bei 20 Tagen/Monat also 250EUR/Tag (Urlaub, Krankheit, etc. nicht gerechnet). Darauf kommen Lohnnebenkosten, Gebäude, Hardware, Infrastruktur, Wasserkopf etc. Ich verdoppel einfach mal auf 500EUR/Tag. Jetzt hab ich eine Mischkalkulation im Projekt weil mich ein Projektleiter mehr kostet, sagen wir 350EUR/Tag * 2 = 700EUR. Jetzt sind beide aber vielleicht nicht immer zu 100% ausgelastet (interne Fortbildung, etc.).
All das sorgt dafür, dass trotz Personalknappheit die Gehälter nicht wirklich nach oben gehen.

Manchmal schüttel ich darüber auch den Kopf, schließlich bin ich ja nicht nur Manager sondern auch Arbeitnehmer.

Für deutlich mehr Geld muss man entweder wechseln oder befördert werden. Wobei man beim Wechsel immer damit rechnen muss, dass man sich irgendwo so teuer einkauft, dass die nächsten Jahre am Gehalt nichts/wenig passiert und man ist erneut gefrustet. Ein erster Wechsel nach ca. 2 Jahren lohnt sich meist deswegen, weil der 1. Arbeitgeber nach dem Studium die "initalen" Einarbeitungskosten übernommen hat, der 2. Arbeitgeber hat nur noch die "normalen" Einarbeitungskosten.

Grundsätzlich würde ich dazu raten zum Chef zu gehen und zu sagen, dass man eigentlich gerne bleiben würde, aber ein anderes Unternehmen bietet entsprechend mehr. Gesetzt dem Fall man ist wirklich gut und hält sich nicht nur dafür hat nun der Chef intern das Argument: der ist gut, wir sollten ihn halten, ich brauch mehr Geld für ihn.

Nachhaltiger sind denke ich Beförderungen, weil man hier wirklich einen Mehrwert schafft der entsprechend bezahlt werden kann bzw. ich kann meinem Chef gegenüber wieder sagen, der ist gut, der sollte Senior Consultant sein, und dann ist es auch kein Thema, dass damit mehr Gehalt einher geht. Euer Chef brauch auch immer Argumente gegenüber seinem Chef.

Was ich immer wieder sehe bei meinen Leuten. Ein Consultant kann technisch sehr gut sein, aber wenn er z. B. die Kundenkommunikation nicht hinbekommt und ich mich deswegen selbst in ein Projekt involvieren muss, dann ist es einfach schwer den zu befördern und mehr zu zahlen. Also ab einem bestimmten Punkt sind die technischen Fähigkeiten nicht mehr das Einzige.

Grundsätzlich sollte es bei all diesen Überlegungen dem Unternehmen finanziell gut gehen, sonst sollte man eh gehen weil einfach nicht wirklich Geld für mehr da ist.

Ein Grund den ich sehe für die teilweise angeführten höheren WiWi-Gehälter. Ein WiWi der nicht für einen bestimmten Tagessatz extern verkauft wird sondern z. B. durch seine Arbeit irgendwie 1 Mio. an Kosten einspart kann dann leichter mehr Kosten weil er sich nicht selbst durch seinen Tagessatz finanzieren muss.

Ach ja, wir haben auch etliche Entwickler in Osteuropa. Hier wie dort gibt es gute und schlechte Leute - nur im Schnitt sind die Leute "drüben" günstiger. Der Vorteil eines Deutschen liegt dann eigentlich nur noch darin, wenn der Kunde unbedingt jemand deutschsprachiges will.

Nach 17 Jahren in der IT-Beratung in einer Partner Position kann ich dem nur zustimmen. Man hätte es nicht besser treffen können und deshalb wird hier in Zukunft auch nicht viel mehr gehen. Mit 70k ist man dann nun mal sehr gut bezahlt.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 20.02.2021:

In den letzten gut 10 Jahre haben sich die Tagessätze (zumindest in den Unternehmen die ich kenne) nicht wirklich erhöht, laut Liste liegen die vielleicht bei 1000-1200 EUR. Viele große Unternehmen lagern ihre IT an z. B. Infosys oder Wipro aus die mit ihrem indischen Personal deutlich niedrigere Tagessätze anbieten können. Meist geht man dann mit dem Tagessatz runter, vielleicht auf 800 EUR, oder man rechnet die Aufwände schön was am Ende aufs Gleiche rauskommt. Jetzt hab ich einen Consultant der mich 60k im Jahr kostet (nur sein Gehalt), also 5k im Monat, bei 20 Tagen/Monat also 250EUR/Tag (Urlaub, Krankheit, etc. nicht gerechnet). Darauf kommen Lohnnebenkosten, Gebäude, Hardware, Infrastruktur, Wasserkopf etc. Ich verdoppel einfach mal auf 500EUR/Tag.

So kann man sich das schlechte Gehalt natürlich auch schönreden. Die armen Manager/Partner haben einfach gar keine Möglichkeit, wenn sie nicht auf ihren Drittwagen verzichten wollen.

Unter 800 Tagessatz wird kaum jemand bekommen. Als untere Grenze sollten idR 160k Umsatz bei raus kommen.
Dagegen stehen 60k Gehalt + etwa 12.5k Lohnnebenkosten.
Du behauptest nun, die weiteren kosten betragen nochmal 60k - also noch weitere 47,5k.

Kannst du mir das bitte vorrechnen? Nicht sagen, ich verdoppele einfach mal.
Hardware sind vielleicht 1500€ fürn Laptop und 500€ für ein Handy, welche gut 3 Jahre im Einsatz sind. Was sind die weiteren Kosten? Bürokosten sollten sich für IT-Berater, die entweder beim Kunden sind oder remote arbeiten im Rahmen halte.
Sind der Rest alles Verwaltungskosten? Kundenaquise?

Bitte vorzeigen. Es kann durchaus stimmen, aber von außen kann ich es mir nicht vorstellen.
Und selbst dann, im worst case sind das immer noch 40k Gewinn und das soll schlecht sein?
Man könnte davon nicht 10 abtreten, um den Mitarbeiter happy zu machen und sich mit 30k Gewinn zufriedenstellen?

Danke für die Insights von der anderen Seite.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 11.02.2021:

Genau das ist der Grund warum ich nicht mehr Entwickler bin. "Programmiert was runter, was sich der BWLer ausgedacht hat". Ganz im Gegenteil. Der BWLer gibt meist nur ein grobes Konzept vor, der Entwickler muss das Konzept erstmal viel feingranularer formalisieren und darstellen bevor es entwickelt werden kann, anschliessend umsetzen.

Das mag sein, aber ich kann trotzdem verstehen, wieso das für einen wirtschaftlich denkenden BWLer nur ein lästiger Kostenfaktor ist, der minimiert werden soll. Er will nicht, dass das Programmiererteam erstmal wochenlang in Meetings über die optimale Softwarearchitektur diskutiert, denn er kann den Mehrwert dahinter nicht sehen und der Endkunde meistens auch nicht - der will einfach möglichst schnell sichtbare Ergebnisse hübsch präsentiert haben. Und die kann eine Gruppe von 50 Asiaten schneller liefern als ein professionell arbeitendes deutsches Entwicklerteam. Für den Feinschliff gibt es dann schön teure Nachfolgeaufträge und Wartungsverträge. So läuft das heutzutage leider.

Wegen diesem Mindset ist Deutschland keine IT-Nation während in den USA das FAANG Gehalt nach nem Bachelor bei 170k losgeht. wiwi-treff und Deutschland belächeln die Entwickler nur als Kostenstelle während bei Google und co die Entwickler das sagen haben und schnell mal 500k bis zu ner Millionenen verdienen. Entwickler sind drüben auf dem selben Prestigelevel wie Mediziner und Juristen. Schaut mal auf der website levels.fyi , da werden die BWLer neidisch. Die krassen Informatiker hauen deswegen ab, ein wahrer brain drain!

Sehe da deswegen keine Hoffnung in Deutschland, wir werden digital und durch AI abgehängt. Informatik machen in Deutschland wohl nur Nerds, die im Keller hocken und nicht reden können. Sehr trauriger stereotyp, aber was soll man machen

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 13.03.2021:

Wegen diesem Mindset ist Deutschland keine IT-Nation während in den USA das FAANG Gehalt nach nem Bachelor bei 170k

Erstens zahlt man da drüben für 2 Zimmer gerne mal 4000 $ und zweitens kannst du FAANG (die gibt es übrigens auch in Deutschland, einfach bewerben wenn ihr denkt dass ihr so gut seid), die Produkte für einen Großteil der Weltbevölkerung zur Verfügung stellen, nicht mit einem x beliebigen Berater/Entwickler vergleichen, der irgendein SAP Modul oder irgendeine Mini App baut, die nach 2 Jahren keiner mehr benutzt. Ich als Projektleiter in diesem Bereich wüsste nicht, wieso ich so jemandem 150k zahlen sollte. Angebot und Nachfrage.

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Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

WiWi Gast schrieb am 13.03.2021:

WiWi Gast schrieb am 13.03.2021:

Wegen diesem Mindset ist Deutschland keine IT-Nation während in den USA das FAANG Gehalt nach nem Bachelor bei 170k

Erstens zahlt man da drüben für 2 Zimmer gerne mal 4000 $ und zweitens kannst du FAANG (die gibt es übrigens auch in Deutschland, einfach bewerben wenn ihr denkt dass ihr so gut seid), die Produkte für einen Großteil der Weltbevölkerung zur Verfügung stellen, nicht mit einem x beliebigen Berater/Entwickler vergleichen, der irgendein SAP Modul oder irgendeine Mini App baut, die nach 2 Jahren keiner mehr benutzt. Ich als Projektleiter in diesem Bereich wüsste nicht, wieso ich so jemandem 150k zahlen sollte. Angebot und Nachfrage.

Ich glaube, die Problematik liegt eher darin, dass Deutschland schlichtweg nicht weiß, wie man diese Technologien nutzen soll. Es liegt auch ein wenig an der deutschen Mentalität - auf Sicherheit bedacht, wenig Risiko, ROI sollte asap eintreten gepaart mit mangelnder Kreativität und Wissen über technologische Möglichkeiten. Ich würde behaupten, ein Zuckerberg hätte hier nie eine Initial Förderung Anfang der 2000er bekommen.

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung in der IT-Beratung

Jetzt mal ernsthaft, das ist doch absoluter Quatsch hier FAANG Entwickler in den USA mit einem Wald und Wiesenentwickler bei nem deutschen Mittelständler vergleichen.

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